XPeng MONA L03 enthüllt: China-E-SUV ab 15.800 €
XPeng (小鹏) hat den MONA L03 in München präsentiert – ein kompaktes Elektro-SUV, das als erstes globales Modell des chinesischen Herstellers in 65 Ländern und Regionen gleichzeitig auf den Markt kommt. Der Einstiegspreis auf dem Heimatmarkt liegt zwischen ca. 15.800 € und ca. 20.100 € (ca. 123.800 bis 156.800 Yuan)*. Acht Ausstattungsvarianten stehen zur Wahl.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Zwei Antriebe: rein elektrisch oder Range-Extender
Der MONA L03 ist als batterieelektrisches Fahrzeug (BEV) und als Range-Extender (EREV) erhältlich. Wichtige technische Daten:
- BEV-Version: Reichweite 550–650 km (CLTC – chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP) – entspricht ca. 470–553 km (WLTP-Schätzwert). Stromverbrauch: 11,5 kWh/100 km.
- EREV-Version: rein elektrische Reichweite 325 km (CLTC) – ca. 276 km WLTP; kombinierte Reichweite bis 1.380 km (CLTC) – ca. 1.173 km WLTP. Verbrauch im Hybridmodus: 4,96 l/100 km (WLTC).
Das EREV-Modell kombiniert einen Elektromotor mit einem Verbrenner als Generator – ideal für Märkte mit noch lückenhafter Ladeinfrastruktur.
Design und Komfort: „Vital Flow" auf hohem Niveau
Das Design des MONA L03 stammt von Juan Manuel López, Ex-Ferrari-Designer und heute Design-Vizepräsident bei XPeng. Der cw-Wert liegt bei extrem niedrigen 0,228 – das senkt den Verbrauch und verbessert die Fahrstabilität. Innen bietet das SUV eine üppige Ausstattung: 26,8-Zoll-Wide-HUD, 20-Lautsprecher-AI-Soundsystem, 14-Punkt-Massagesitze mit Null-Gravitation-Modus sowie eine über 72 % weiche Materialabdeckung. Der Kofferraum fasst 539 Liter (umklappbar auf 1.640 Liter), dazu kommt ein 102-Liter-Frunk. 40 Ablagefächer und zahlreiche Schnittstellen für Dachträger und Anhängerkupplung runden das Paket ab.
KI-gestütztes Fahrerlebnis – Turing VLA
XPeng stattet den MONA L03 mit dem selbst entwickelten System „Turing VLA" (Visual-Language-Action) aus. Es analysiert Verkehrssituationen mittels Kameras, Lidar und KI-Modellen – ohne auf hochauflösende Karten angewiesen zu sein. Das System wurde erstmals gleichzeitig in chinesischen Großstädten und auf deutschen Landstraßen getestet und funktioniert laut Hersteller ohne zusätzliches lokales Training auf europäischen Straßen. Es versteht mehrsprachige Befehle (Deutsch, Englisch, Französisch) und passt sich an das Fahrverhalten vor Ort an. Ab 2027 soll es als Highway-Pilot (Stufe-2-Fahrassistenz) weltweit ausgerollt werden.
Europa-Strategie: Lokale Produktion und Dienstleistungen
XPeng setzt auf eine „In Europe, For Europe"-Strategie. In München betreibt das Unternehmen ein eigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum. Für den europäischen Markt lässt XPeng die Modelle G6 und G9 bereits bei Magna in Österreich fertigen. Auch für den MONA L03 ist eine lokale Produktion denkbar – offiziell bestätigt ist das aber noch nicht. Das Vertriebsnetz umfasst über 150 Händler in Europa. XPeng hat nach eigenen Angaben bereits über 60.000 Kunden in Europa; die Modelle G6 und G9 führen in mehreren Ländern die Verkaufsstatistiken chinesischer Marken an.
Sicherheit: Globale Fünf-Sterne-Standards
Der MONA L03 wurde parallel nach chinesischen, europäischen und australischen Fünf-Sterne-Crashtest-Normen entwickelt. Serienmäßig sind ein Reifenpanne-Stabilisierungssystem (auch in Kurven) und ein Fahrer-Notfall-Assistent an Bord, der das Fahrzeug bei plötzlicher Fahrerunfähigkeit sicher anhält.
Physical AI für alle
Das Motto der Münchner Premiere hieß „Physical AI for All". XPeng sieht den MONA L03 als ersten massentauglichen Baustein einer umfassenden Physical-AI-Strategie, die auch humanoide Roboter und Flugtaxis umfasst. Der humanoide Roboter soll ab 2027 in globalen Geschäftsumfeldern eingesetzt werden, das Flugtaxi hat bereits über 7.000 Vorbestellungen.
Der XPeng MONA L03 ist aktuell noch nicht in Deutschland erhältlich. Ein Europa-Start ist für 2026 geplant – eine konkrete Bestätigung für Deutschland steht noch aus.


