XPeng MONA L03: Weltpremiere am 16. Juli in München – Einstieg unter 45.000 €
Der chinesische E-Auto-Hersteller XPeng (小鹏) startet mit dem MONA L03 seinen ambitionierten Angriff auf den Weltmarkt. Die sportliche Limousine ist das erste Modell, das von Grund auf für über 60 Länder konzipiert wurde. Der offizielle Vorverkauf begann am 2. Juli in Peking, die Weltpremiere folgt am 16. Juli in München. Mit einem erwarteten Einstiegspreis unter 45.000 Euro positioniert sich der L03 als günstigere Alternative zu etablierten Mittelklasse-Stromern.
Design: „Ein Auto, das junge Leute für sich selbst gebaut haben“
Das Designteam des MONA L03 besteht überwiegend aus jungen Entwicklern, die eigene Hobbys wie Camping, Surfen und Skifahren in die Fahrzeugfunktionen einfließen ließen. Statt dem üblichen „am jungen Kunden orientiert“ lautet der interne Anspruch: „Ein Auto, das junge Leute für sich selbst gebaut haben.“ Das Ergebnis sind überraschende Details und sogenannte Easter Eggs, die bewusst nicht auf maximale Nützlichkeit getrimmt sind. XPeng nutzt KI bereits in der Design- und Simulationsphase, um Ressourcen für kreative Innovationen freizusetzen.
Technische Highlights des MONA L03
- Fahrwerksabstimmung: Global optimiert, mit kleinem Wendekreis, kurzem Bremsweg und geringer Seitenneigung
- Komfortfunktion: Integrierte Anti-Kinetose-Funktion (verhindert Übelkeit durch sanfte Dämpfung der Nickbewegungen)
- Fahrassistenz: XPengs VLA (Vehicle Language Agent) für Sprachsteuerung und Assistenz; geplante OTA-Upgrades für Stufe 2 bis Stufe 4 autonomes Fahren
- Konnektivität: KI-basierte Systeme für aktive Geräuschunterdrückung, KI-Musik und prädiktive Sicherheitsfunktionen wie AEB
Hinweis: Konkrete Angaben zu Reichweite, Akkugröße und Ladeleistung wurden noch nicht veröffentlicht. XPeng wird diese Details voraussichtlich auf der Münchner Weltpremiere bekannt geben.
KI und autonomes Fahren: XPeng setzt auf physische KI
CEO He Xiaopeng betont: „Jedes Auto wird in zehn Jahren zu einem vierrädrigen Roboter.“ XPeng forscht an eigenen Chips, Betriebssystemen und Foundation Models. Der Fahrassistenzbereich wird kontinuierlich ausgebaut – VLA steht dabei für Vehicle Language Agent, ein KI-System, das Sprachsteuerung und Fahrassistenz vereint.
Ein entscheidender Meilenstein: Die Vereinten Nationen verabschiedeten Anfang Juli einheitliche Regelungen für autonomes Fahren der Stufen 2 bis 5 (SAE-Klassifikation), die im Dezember 2024 in Kraft treten. Dies ermöglicht XPeng, seine Assistenzsysteme – bisher nur in China und den USA voll nutzbar – weltweit auszurollen. He Xiaopeng ist überzeugt: „In drei bis fünf Jahren werden wir nicht nur Stufe 4, sondern sogar Stufe 5 im Serieneinsatz sehen.“ XPeng ist Mitglied des UN-Gremiums für Verkehrsregulierung.
Globalisierungsstrategie: Die Hälfte des Absatzes aus Übersee
Derzeit erzielt XPeng rund 20 % seines Umsatzes außerhalb Chinas. Langfristig soll dieser Anteil auf 50 % steigen. Der MONA L03 ist der Schlüssel dazu: „Ich erwarte, dass der L03 in den nächsten zwölf Monaten 30 bis 40 % seines Absatzes im Ausland erzielt“, so Produktchef Yang Guang. Die europäische Expansion läuft bereits: In Märkten wie Norwegen, Schweden, Dänemark und den Niederlanden ist XPeng vertreten. Der L03 wird mit einem deutlich niedrigeren Preis an den Start gehen als die bisherigen Modelle (G9, P7), die in Europa ab 45.000 Euro kosten.
Während XPeng in Norwegen, Schweden, Dänemark und den Niederlanden bereits erhältlich ist, steht der offizielle Markteintritt in Deutschland noch bevor. Der MONA L03 soll nach der Weltpremiere in München auch hierzulande angeboten werden – ein konkreter Marktstarttermin wurde noch nicht genannt.

