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XPengSinaVon 3 Min. Lesezeit

XPeng MONA M03: Weltpremiere in München mit 515 km Reichweite

XPeng bringt mit dem MONA M03 sein erstes globales Elektroauto. Der kompakte Stromer startet in China bei rund 15.300 €, die Weltpremière folgt am 16. Juli 2025 in München. Bis zu 40 % des Absatzes sollen aus dem Ausland kommen.

XPeng MONA M03: Weltpremiere in München mit 515 km Reichweite

Am 16. Juli 2025 enthüllt XPeng (小鹏) in München den MONA M03 – sein erstes von Grund auf für den Weltmarkt entwickeltes Elektroauto. Der Vorverkauf in China begann bereits am 2. Juli. Der kompakte Stromer zielt vor allem auf junge Käufer und soll die Expansionsstrategie des chinesischen Herstellers massiv beschleunigen. XPeng-CEO He Xiaopeng erwartet, dass 30 bis 40 Prozent der Verkäufe in den ersten zwölf Monaten außerhalb Chinas erzielt werden. Aktuell stammen bereits etwa 20 Prozent der XPeng-Verkäufe aus dem Ausland, langfristig strebt das Unternehmen eine Parität von 50 Prozent an.

Technische Daten des MONA M03

Das Fahrzeug wird in zwei Akkuvarianten angeboten. Die Basisversion verfügt über:

  • Batterie: 61,5 kWh (LFP) / optional 70 kWh (NMC)
  • Reichweite: 515 km (CLTC) – entspricht ca. 440 km (WLTP-Schätzwert)
  • Ladeleistung: AC 6,6 kW / DC bis 120 kW (10–80 % in ca. 30 Minuten)
  • Motor: 140 kW (190 PS) an der Vorderachse
  • Beschleunigung: 0–100 km/h in 7,5 Sekunden
  • Maße: Länge 4.780 mm, Breite 1.780 mm, Radstand 2.815 mm
  • Preis in China: ab 119.800 Yuan, umgerechnet ca. 15.300 €

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Das Fahrwerk wurde speziell für den globalen Einsatz abgestimmt. Produktchef Yang Guang betont: „Wendekreis, Bremsweg und Seitenneigung sind optimiert, dazu kommt ein Anti-Übelkeit-Modus gegen Nicken beim Anfahren und Bremsen." Die Abstimmung sei nicht extrem straff, sondern „frisch und direkt", um sowohl chinesische als auch europäische Fahrgewohnheiten zu treffen.

KI und Autonomes Fahren als Kern

XPeng setzt stark auf künstliche Intelligenz – sowohl im Fahrzeug als auch im Unternehmen. Das VLA-Modell (Vehicle Language Agent, XPengs hauseigenes KI-System) soll nach und nach in allen Modellen zum Einsatz kommen. CEO He Xiaopeng ist überzeugt: „In den nächsten zehn Jahren wird jedes Auto zu einem Roboter auf vier Rädern." Der Konzern arbeitet bereits an einem eigenen Chip, Betriebssystem und einem KI-Basismodell.

Ein wichtiger Meilenstein: Die Vereinten Nationen haben kürzlich eine globale Regelung für autonomes Fahren verabschiedet – von L2 bis L5. Sie tritt im Dezember 2025 in Kraft und erlaubt dann weltweit den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen wie NGP und NOA. He Xiaopeng sieht darin einen „riesigen Vorteil für XPeng, das früh in die Globalisierung gegangen ist." Er erwartet, dass L4 und L5 innerhalb von drei bis fünf Jahren Realität werden – schneller, als die meisten glauben.

Globale Strategie: Eine Plattform für über 60 Länder

Anders als frühere Modelle wurde der MONA M03 von Anfang an für über 60 Länder konstruiert, so Yang Guang. Die Weltpremiere in München unterstreicht den strategischen Fokus auf Europa. In Europa verzeichnet XPeng derzeit ein Wachstum von über 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

He Xiaopeng zur Modellpolitik: „Design muss nicht hochgradig modular sein – das führt sonst zu Plattform-Lösungen ohne eigenständigen Charakter." Der MONA M03 soll daher einen eigenen, frischen Look bekommen. Gleichzeitig werde bei unsichtbaren Details wie der Verarbeitung unter der Motorhaube hohe Qualität angestrebt.


XPeng ist in Deutschland bisher noch nicht im Endkundenverkauf vertreten, war aber bereits auf der IAA 2023 in München präsent. Ein Marktstart des MONA M03 in Deutschland und Europa wird für 2026 erwartet – konkrete Preise und Ausstattungslinien stehen noch nicht fest.

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