BYD-Batterie Q1: 33,5 GWh, minus 8 % – Markt wächst nur 9,1 %
Der koreanische Marktforscher SNE Research meldet für das erste Quartal 2026 eine globale Batterie-Installationsleistung von 244,6 GWh – ein Plus von 9,1 % gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum hat sich im Vergleich zum Jahreswert 2025 von 31,7 % deutlich abgeschwächt. Grund sind strukturelle Veränderungen der Nachfrage: In China, dem größten E-Auto-Markt, sinken die Neuzulassungen, während Europa und asiatische Emerging Markets weiter zulegen. In Nordamerika bricht die E-Auto-Nachfrage sogar um 28,4 % ein.
Chinesische Duopol: CATL und BYD
CATL (宁德时代) führt mit 99,5 GWh (+15,2 %) und einem Marktanteil von 40,7 %. Der Konzern profitiert von einer breiten Kundenbasis: In China beliefert er AITO (问界), Li Auto, NIO und neue Xiaomi-Modelle, international Toyota, Kia und Škoda. Lediglich die Tesla Model 3-Verkäufe schwächen die Lieferungen leicht.
BYD (比亚迪) belegt mit 33,5 GWh den zweiten Rang, ein Minus von 8,0 %. Der Rückgang ist auf die Eigenmarken-Absatzdynamik in China zurückzuführen. Positive Impulse kommen von Xiaomi-Auto, Fangchengbao (方程豹), XCMG, Mahindra sowie ersten internationalen Kunden. BYD treibt parallel den Export und die Kunden-Diversifizierung voran.
Koreanische Hersteller: Marktanteil schrumpft
Die drei koreanischen Zellhersteller – LG Energy Solution (LG新能源), SK On und Samsung SDI (三星SDI) – kommen zusammen nur noch auf 15,6 % Marktanteil (-2,1 Prozentpunkte). Hauptursache: der Einbruch in Nordamerika.
- LG Energy Solution legt mit 23,7 GWh (+6,6 %) zu, getragen vom Tesla Model Y und Kia EV4. Dennoch schreibt das Unternehmen operative Verluste, da das Ford-Projekt endete und die US-Nachfrage sinkt. LG reagiert mit einem Schwenk zu Energiespeichern und Rechenzentren.
- SK On fällt mit 9,0 GWh (-10,4 %) auf Rang sieben. Hauptgrund: Die Einstellung des Ford F-150 Lightning und schwache Verkäufe des VW ID.4 sowie der Mercedes- und Hyundai-Modelle.
- Samsung SDI bricht um 27,7 % auf 5,3 GWh ein – die schwächste Performance unter den Top 10. BMW i4, i5, i7 und iX laufen schleppend, der Audi Q6 e-tron verfehlt die Erwartungen, und Rivian leidet unter der US-Flaute.
Panasonic: stabil dank Tesla, aber Abhängigkeit bleibt
Panasonic (松下) verbaut 9,1 GWh (+4,0 %) und liegt auf Platz sechs. Der Zuwachs stützt sich auf das starke Tesla Model Y, während das Model 3 schwächelt. Gerüchte über eine Einstellung von Model S und Model X gefährden künftige Volumen. Panasonic arbeitet an 4680er-Zellen und dem Ausbau von Speicherlösungen für das US-Netz und KI-Rechenzentren.
Ausblick: Diversifizierung als Schlüssel
Der Batteriemarkt hat die Phase des „Wildwuchses" hinter sich. Künftig entscheiden regionale Abdeckung, Kundenstruktur und Risikoresilienz. Chinesische Hersteller bauen ihre Dominanz durch breite Aufstellung weiter aus. Koreanische Firmen setzen auf Technologie-Sprung und Non-Automotive-Geschäfte. Panasonic versucht, die Tesla-Abhängigkeit zu reduzieren. Gleichzeitig treiben Natrium-Ionen- und neue Lithium-Technologien den Kostenwettbewerb voran.
In Deutschland
BYD ist bereits auf dem deutschen Markt vertreten. Aktuelle Modelle in Deutschland: Atto 2, Atto 3, Dolphin, Seal, Sealion 7, Han.
BYD ist seit 2022 auf dem deutschen Markt aktiv und baut sein Händlernetz kontinuierlich aus. Als zweitgrößter Batteriehersteller der Welt wird BYD auch hierzulande seine Zellen an Fahrzeughersteller liefern – ein konkreter Partner ist bislang nicht bestätigt.

