Xiaomi: 4.000 € Verlust pro SU7 im Q4 2024
Der Smartphone-Hersteller Xiaomi (小米) bleibt im Autogeschäft tief in den roten Zahlen. Im vierten Quartal 2024 erwirtschaftete die Sparte „Smart EV & AI Innovation" einen Umsatz von 16,3 Mrd. Yuan (ca. 2,09 Mrd. €) bei einem Betriebsverlust von 2,2 Mrd. Yuan (ca. 282 Mio. €). Umgerechnet auf die 69.697 ausgelieferten SU7 ergibt sich ein Verlust von rund 31.600 Yuan (ca. 4.000 €) pro Fahrzeug. Im Vorquartal lag der Verlust pro Auto noch bei etwa 25.000 Yuan (ca. 3.200 €).*
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Wachstum trotz Verlusten
Die Auslieferungen des vollelektrischen SU7 stiegen im Vergleich zum Vorquartal (Q3 2024: rund 45.000 Einheiten) deutlich an. Xiaomi hatte den SU7 im März 2024 auf den Markt gebracht und seitdem die Produktion kontinuierlich hochgefahren. Der Durchschnittsverkaufspreis (ASP) lag bei rund 235.000 Yuan (ca. 30.100 €). Das Unternehmen betonte, dass die Nachfrage weiterhin hoch sei.
Die Bruttomarge der Autosparte betrug 20,4 % – leicht rückläufig zum Vorquartal. Gründe sind gestiegene Materialkosten und ein veränderter Modellmix. Ein neues Modell, der Sportwagen SU7 Ultra, wurde im Oktober 2024 vorgestellt und soll ab 2025 ausgeliefert werden. Der YU7, ein SUV, ist für Sommer 2025 angekündigt.
Kein Europa-Start in Sicht
Xiaomi hat bislang keine konkreten Pläne für eine Expansion nach Europa bekannt gegeben. Das Unternehmen konzentriert sich vollständig auf den chinesischen Heimatmarkt, wo es über 490 Verkaufsstellen in 143 Städten verfügt. Ein Markteintritt in Deutschland oder anderen EU-Ländern ist frühestens 2026 denkbar.
In Deutschland ist Xiaomi als Autohersteller nicht erhältlich. Der SU7 wird ausschließlich in China verkauft. Europäische Importe sind nicht bekannt.

