Audi Q7: Große Erneuerung nach 11 Jahren, aber preislich abgehängt
Nach elf Jahren langer Durststrecke hat Audi (奥迪) die lang erwartete Neuauflage des Q7 vorgestellt. Der große SUV, einst das Flaggschiff der Marke, tritt nun auf dem neuen PPC-Plattform an und präsentiert sich technisch modernisiert. Optisch zeigt sich das Modell mit einer völlig neuen Frontpartie – inklusive geteilter Scheinwerfer und schmaler Tagfahrleuchten, die an die Ästhetik vieler chinesischer EV-Startups erinnern. Diese Designlinie wirkt jedoch weniger typisch für Audi; die einstige Markenidentität droht zu verschwimmen, was auch in den chinesischen Medien kritisch diskutiert wird.
Technik und Innenraum: Fortschritt statt Revolution
Das Innenraum-Design des neuen Q7 orientiert sich stark am neuen Topmodell Q9. Ein gebogenes 11,9-Zoll-Digitalcockpit, ein 14,5-Zoll-Touchscreen und ein 10,9-Zoll-Display für den Beifahrer prägen das Cockpit. Die Bedienung erfolgt über einen integrierten KI-Assistenten mit ChatGPT-Anbindung. Optional bietet Audi ein B&O-Soundsystem mit vibrationsfähigen Sitzen. Eine Neuerung ist der Wechsel vom klassischen Wählhebel zu einer Lenkradschaltung, die aus der ID-Familie von Volkswagen (VW) bekannt ist. Serienmäßig sind digitale Matrix-LED-Scheinwerfer sowie eine dritte Generation von OLED-Rückleuchten an Bord, die insgesamt acht verschiedene Lichteffekte ermöglichen.
Der 5,06 Meter lange und 2,01 Meter breite Q7 bleibt beim Radstand von 3.000 mm – ganze 105 mm hinter dem aktuellen BMW X5. Erstmals bietet Audi nun auch eine 6-Sitzer-Konfiguration mit zwei Einzelsitzen in der zweiten Reihe an, ergänzt durch die bekannten 5- und 7-Sitzer-Varianten. Das Kofferraumvolumen bleibt mit 670 Litern (5-Sitzer) beziehungsweise 581 Litern (7-Sitzer) auf dem Niveau des Vorgängers.
Motor und Fahrwerk: Klassische Stärken
Mit der neuen PPC-Plattform und einem 48-Volt-Bordnetz setzt Audi auf eine Mischung aus Benzin und Diesel. Als Spitzenmotorisierung steht ein 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 429 PS und einem maximalen Drehmoment von 600 Nm zur Verfügung. Den Sprint von null auf 100 km/h absolviert der Q7 damit in 4,8 Sekunden. Der Allradantrieb quattro bleibt serienmäßig, ebenso wie die Option auf Luftfederung und eine Hinterachslenkung, die die Agilität des großen SUV verbessern soll – ein klares Plus gegenüber den meisten chinesischen Konkurrenten.
Deutschland und Europa: Preislich in einer anderen Liga
In Deutschland steht der neue Q7 vor einer besonderen Herausforderung. Während er mit einer serienmäßigen Sechszylinder-Bestückung und klassischen Premium-Tugenden wie Fahrwerk und Verarbeitung punktet, wird der Preis zum Knockout-Kriterium. Der Grundpreis von rund 60.000 Yuan (ca. 60.000 Yuan) in China entspricht einem heimischen Einstiegspreis von etwa 76.800 €. Damit liegt er preislich auf Augenhöhe mit einem Konkurrenten wie dem BMW X5, während chinesische Rivalen wie der AITO M7 (问界) in China bereits ab rund 25.000 € starten. Diese Preisdiskrepanz unterstreicht die Schwierigkeit des neuen Q7, sich in einem Markt zu behaupten, in dem günstige, hoch technologisierte und geräumige SUVs von chinesischen Start-ups dominieren.
In Deutschland
Der neue Audi Q7 ist ein globales Modell. Ein Marktstart in Deutschland ist für das Jahr 2026 erwartet, Details zu Preisen und spezifischen Motorisierungen für den europäischen Markt stehen noch aus. Die hier genannten Preisangaben beziehen sich auf den chinesischen Heimatmarkt.
Der neue Audi Q7 ist ein globales Modell. Ein Marktstart in Deutschland ist für das Jahr 2026 erwartet, Details zu Preisen und spezifischen Motorisierungen für den europäischen Markt stehen noch aus. Die hier genannten Preisangaben beziehen sich auf den chinesischen Heimatmarkt.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.


