Chery Star Era: WeRide L2++-Pilot startet Europa-Tests
Der chinesische Autonomen-Spezialist WeRide (文远知行) treibt seine L2++-Fahrassistenztechnologie (entspricht SAE Stufe 2+ mit automatisiertem Fahren auf Autobahn und in der Stadt) global voran. Gemeinsam mit Zulieferer Bosch (博世) absolviert das System derzeit Straßentests in Deutschland, Frankreich und Japan. Ziel ist eine Adaption an unterschiedliche Verkehrsregeln, Fahrgewohnheiten und Infrastrukturen – von Deutschlands unbegrenzter Autobahn über französische Kreisel bis zu Rechtslenkern in Japan.
Wie die Technik funktioniert
WeRide setzt auf einen „einphasigen End-to-End-Ansatz": Ein einziges KI-Großmodell verarbeitet Wahrnehmung, Vorhersage, Entscheidung und Steuerung in einem Durchlauf. Das reduziert Fehlerfortpflanzung und ermöglicht ein schnelleres Verständnis komplexer Szenen. Das System deckt Fahren und Einparken ab und soll weltweit verlässlich funktionieren – auch unter extremen Bedingungen im Nahen Osten.
Praxisbeweis in China
Bevor die Technik nach Europa kommt, hat sie sich in China bereits unter harter Konkurrenz bewährt. Der Chery Star Era ES (Stufenheck) und ET (SUV) – beide mit der WeRide-Lösung ausgerüstet – gewannen in den vergangenen sechs Monaten sechs aufeinanderfolgende Runden der chinesischen „Intelligent Driving Competition". Zudem haben Chery (奇瑞) und GAC (广汽集团) die Software für über 30 Serienmodelle bestellt. Die erste Welle von Fahrzeugen mit WeRide-L2++ soll ab 2025 auf den Markt kommen.
In Deutschland
Chery plant mit der Marke Omoda eine Expansion nach Europa. Ob das WeRide-System auch in deutschen Chery-Modellen angeboten wird, ist noch offen. Derzeit finden reine Erprobungsfahrten auf öffentlichen Straßen statt.


