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SinaVon 3 Min. Lesezeit

WeRide und Uber: Erste L4-Robotaxi-Lizenz für Spanien

WeRide, Uber und AVOMO erhalten Spaniens erste L4-Lizenz für Robotaxis. Ab 2026 sollen die autonomen Fahrzeuge in Madrid kommerziell fahren.

WeRide und Uber: Erste L4-Robotaxi-Lizenz für Spanien

Die Autonome-Fahr-Technologiefirma WeRide (文远知行), der Mobilitätsdienstleister Uber (NYSE: UBER) und die zum Moove-Cars-Konzern gehörende AVOMO haben gemeinsam die erste spanische Betriebsgenehmigung für vollautonome Fahrzeuge der Stufe 4 (L4, SAE-Klassifikation) erhalten. Ausgestellt wurde sie von der spanischen Verkehrsbehörde DGT im Rahmen des ES-AV-Regelwerks, wie die drei Partner am 10. September mitteilten. Damit dürfen WeRide-Robotaxis erstmals in Spanien auf öffentlichen Straßen eingesetzt werden — ein wichtiger Schritt über die Zulassungshürde.

Erste L4-Genehmigung auf nationaler Ebene

Spanien öffnet damit als erstes Land auf nationaler Ebene den Marktzugang für kommerzielle L4-Robotaxis. Für die europäische Autonome-Fahr-Branche setzt das einen neuen regulatorischen Maßstab, vergleichbar mit der Vorreiterrolle, die Waymo in den USA oder Testflotten auf chinesischen Straßen spielen. Geplant ist ein schrittweiser Aufbau: Zunächst starten Tests, bevor der kommerzielle Betrieb anläuft.

Madrid wird vierter gemeinsamer Standort

Madrid ist laut WeRide die vierte Stadt der strategischen Partnerschaft mit Uber und gilt als eines der größten Mobilitätsmärkte Europas. Die Metropole zählt jährlich nahezu 100 Millionen Touristen, hat eine starke Pendler-Nachfrage und einen ausgereiften Ride-Hailing-Markt. Bis 2030 wollen WeRide und Uber ihre Robotaxi-Kooperation auf 15 Städte weltweit ausweiten und dort Zehntausende Fahrzeuge einsetzen.

Fahrzeug, Testphase und Zeitplan

  • Fahrzeug: WeRide Robotaxi GXR mit der neuesten Autonomie-Technik des Unternehmens
  • Autonomiestufe: L4 (SAE), zunächst mit Sicherheitsfahrer an Bord
  • Erste Phase: mehrere Dutzend Robotaxis in stark nachgefragten Bezirken Madrids
  • Rahmen: ES-AV-Regelwerk der DGT
  • Kommerzieller Start: im Laufe von 2026, Buchung über die Uber-App
  • Ziel: reiner Fahrerlos-Betrieb im Kernstadtgebiet von Madrid

Sobald die Vorbereitungen und regulatorischen Auflagen erfüllt sind, wollen WeRide, Uber und AVOMO ihre kommerzielle Robotaxi-Dienstleistung im Jahr 2026 für die Öffentlichkeit freischalten. Nutzer in Madrid sollen den Dienst dann per Ein-Tipp-Buchung in der Uber-App rufen können. WeRide setzt dabei auf ein kapitalleichtes Modell: eigene Autonomie-Technik, die globale Uber-Plattform und das Flottenmanagement von AVOMO.

Lizenzen in neun Ländern

Für den Robotaxi GXR ist es die erste nationale Autonomie-Zulassung in der EU überhaupt. Nach eigenen Angaben ist WeRide damit das einzige Technologieunternehmen, dessen Produkte in neun Ländern Fahrfreigaben besitzen: China, Spanien, Schweiz, Belgien, Frankreich, Singapur, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien und USA. Madrid ist der erste europäische Standort der kommerziellen Zusammenarbeit mit Uber; im Juni 2026 hatten beide Partner den Dienst angekündigt und Zürich als zweite europäische Stadt benannt.

„Die Lizenz ist ein weiterer Meilenstein unserer Globalisierung", sagte Li Xuan, CFO und International-Chef von WeRide. Madrid sei ein wichtiges Tor zum europäischen Markt. Der kommerzielle Betrieb in Spanien solle noch 2026 starten.


In Europa

Dieses Fahrzeug bzw. Modell ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt. In Deutschland ist der Robotaxi-Dienst von WeRide und Uber nicht verfügbar und auch kein Marktstart terminiert.

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