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OFweek NEVVon 3 Min. Lesezeit

Huawei ADS 5: Fahrassistenz mit 99,9 Prozent Erfolgsquote

Huawei präsentiert Qiankun ADS 5: Die neue Fahrassistenz-Generation soll Übernahmen seltener nötig machen und die Erfolgsquote auf 99,9 Prozent steigern.

Huawei ADS 5: Fahrassistenz mit 99,9 Prozent Erfolgsquote

Huawei hat die nächste Generation seines Fahrassistenzsystems (ADAS) vorgestellt. Qiankun ADS 5 wurde kurz vor der Auto China (Peking Auto Show, eine der größten Automessen der Welt) im April 2026 präsentiert. Einen Preis nennt Huawei nicht — das System kommt über die Partnerhersteller ab Werk in die Fahrzeuge.

Nach Angaben des Unternehmens basiert die vorherige Version ADS 4.1 auf der Weltmodell-Architektur WEWA 2.0. Fahrzeuge der ADS-4-Plattform in den Ausführungen Max, Pro und SE lassen sich per OTA auf die jeweils passende Software-Version aktualisieren. Bis Ende 2026 will Huawei das System in mehr als 80 Fahrzeugmodelle ausrollen.

Nicht die Übernahme ist das Problem

Der zentrale Punkt der neuen Version ist nach Darstellung von Huawei nicht die Zahl der Fahrer-Übernahmen, sondern das Verhalten in Drucksituationen. Kritisiert wird die Praxis, den Eingriff des Fahrers als alleinigen Qualitätsmaßstab zu nehmen: Wer erst im letzten Moment eingreift, hat faktisch lange gewartet — ein Eingriff sagt damit wenig über die tatsächliche Systemgüte aus.

Huawei beschreibt ADS 5 als deutlich frühzeitiger und entschlossener. In engen Lücken, beim Einfädeln und beim Reagieren auf einscherende Fahrzeuge soll das System selbstbewusster agieren und Geschwindigkeit sowie Position präziser an die Lücke anpassen. Kritiker der Vorgängerversion hatten vor allem zögerliches Verhalten und späte Reaktionen bemängelt.

Kennzahlen aus der Entwicklung

Der Artikel betont den Unterschied zwischen Analyse und Erlebnis: Ein ruhigeres, souveräneres Fahrverhalten sei der eigentliche Fortschritt — nicht das Ausbleiben von Eingriffen. Ein System, das nur deshalb selten übernommen wird, weil es defensiv fährt, sei kein Beleg für Qualität.

Der Maßstab muss sich ändern

Huawei schlägt vor, Fahrassistenz nicht allein an Übernahmen zu messen, sondern an mehreren Kennzahlen: Übernahmen pro 100 Kilometer, Übernahmen pro Stunde, Übernahmen nach vorheriger Erkennung sowie Übernahmen aus Sicherheitsgründen — und daran, ob das System den kritischen Zustand vorher angekündigt hat.

Auch das Verhalten bei Spurwechseln, an Knotenpunkten und beim Einscheren spiele eine Rolle. Wichtig seien zudem die Fälle, in denen keine Übernahme nötig war: Hat das System die Situation lange erkannt und selbst gelöst? Selbst wenn ein Eingriff erfolgreich ausfällt, könne er das umliegende Verkehrsgeschehen stören. Genau hier will ADS 5 ansetzen.


In Europa

Dieses Fahrzeug bzw. Modell ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.

Für deutsche Autofahrer bleibt die Nachricht dennoch relevant: Huawei gilt als Technologielieferant für mehrere chinesische Hersteller und setzt damit indirekt den Maßstab für Assistenzsysteme, mit denen europäische Marken künftig konkurrieren müssen. Ein direkter Deutschland-Start von Qiankun ADS 5 ist bislang nicht angekündigt.

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