Xiaomi YU7: Standard ab 29.900 €, GT mit 1003 PS
Der für deutsche Verhältnisse noch unbekannte Hersteller Xiaomi (小米) hat seine elektrische SUV-Baureihe YU7 deutlich erweitert. Neben der überarbeiteten Standardversion (23,35 Millionen Yuan, ca. 29.900 €) präsentierte das Unternehmen den neuen YU7 GT (38,99 Millionen Yuan, ca. 49.900 €), ein leistungsorientiertes Topmodell. Die offizielle Markteinführung in China erfolgte am 21. Mai 2026. Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Das reguläre YU7-Modell bietet laut Xiaomi eine Laufleistung von 643 km nach dem chinesischen CLTC-Zyklus (CLTC ist der chinesische Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP) – das entspricht schätzungsweise rund 550 km nach WLTP. Angetrieben wird es von einem 320 PS (235 kW) starken Elektromotor, der in 5,9 Sekunden auf 100 km/h sprintet und maximal 220 km/h erreicht. Der Akku fasst 73 kWh (LFP) und basiert auf einer 752-Volt-Architektur. In 15 Minuten soll genug Strom für 405 km (CLTC) nachgeladen werden können.
YU7 GT: 1003 PS und Nürburgring-Rekord
Der YU7 GT ist das sportliche Flaggschiff. Zwei Elektromotoren (Allrad) mobilisieren 1.003 PS (738 kW) und katapultieren das SUV in nur 2,92 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Xiaomi mit 300 km/h an. Die Reichweite beträgt 705 km (CLTC) – rund 600 km (WLTP-Schätzwert). Verbaut ist eine 101,7 kWh große NMC-Batterie, die an einer 897-Volt-Architektur mit bis zu 5,2 C geladen werden kann.
Auf der Nürburgring-Nordschleife erzielte der YU7 GT eine beeindruckende Rundenzeit von 7:22,755 Minuten. Damit unterbietet er den bisherigen SUV-Rekord um 14 Sekunden und liegt im direkten Vergleich mit dem Porsche Cayenne Turbo GT (je nach Kurvenabschnitt) vorn. Zur Ausstattung gehören ein aktives eLSD (elektronische Sperrdifferenzial), eine Keramikbremsanlage von Akebono (32,9 m Bremsweg aus 100 km/h) sowie das adaptiv geregelte „Jiaolong“-Fahrwerk mit Doppelquerlenkern vorn und Fünflenker-Hinterachse.
Design, Komfort und vernetzte Assistenten
Optisch unterscheiden sich die Modelle durch eine flachere Silhouette, breitere Kotflügel und exklusive Farblackierungen wie „Kirschrot“ oder „Vulkanasche“. Der Innenraum ist serienmäßig mit Alcantara (2,3 m² im GT), einem 18-fach verstellbaren Fahrersitz sowie vier Massagesitzen ausgestattet. Das Infotainment basiert auf dem „HyperOS“-System mit einem zentralen Touchscreen, Sprachassistent und einem KI-gestützten Begleiter. Die Fahrassistenz („HAD“) nutzt einen Thor-Chip (700 TOPS), Lidar und 4D-Radar – alle Funktionen sind laut Xiaomi dauerhaft kostenfrei, ohne Abo.
In Deutschland nicht erhältlich
Xiaomi Auto ist ausschließlich im chinesischen Markt erhältlich. Pläne für eine europäische Expansion wurden bislang nicht angekündigt.
In Deutschland nicht erhältlich
Xiaomi Auto ist ausschließlich im chinesischen Markt erhältlich. Pläne für eine europäische Expansion wurden bislang nicht angekündigt.

