Chery bringt K-Car-Marke EMTA nach Japan – Marktstart 2027
Chery (奇瑞) geht mit einem neuen Joint Venture in Japan an den Start: Die Marke EMTA (Electric Mobility Technologies) soll ab 2027 rein elektrische K-Cars (japanische Kleinstwagen) anbieten. Mindestens vier Modelle sind bis 2029 geplant. Der Clou: EMTA wird von einer eigens gegründeten japanischen Gesellschaft (EMT K.K.) betrieben, an der Chery mit 27,27 % beteiligt ist – ebenso wie der chinesische Partner Jiangsu Yueda.
Die restlichen Anteile teilen sich der japanische Autozubehör-Riese Autobacs Seven (18,18 %), der Batteriehersteller Gotion High-Tech (18,18 %) und der Lackieranlagen-Spezialist Anest Iwata (9,09 %). Die Aufgaben sind klar verteilt: Chery liefert Plattform, Antriebsstrang und Fahrassistenz, Yueda fertigt in China, Gotion liefert die Akkus, Autobacs übernimmt Vertrieb und Service, Anest Iwata kümmert sich um die Lackierung. Chery betont, nicht ins Tagesgeschäft von EMT eingebunden zu sein.
Japanische Identität mit chinesischem Rückgrat
EMTA versteht sich als „aus Japan stammende" EV-Marke. Das Design und die Produktdefinition verantwortet ein japanisches Team, das sich aus Ex-Ingenieuren von Honda und Mazda zusammensetzt. Der CMO kommt von Nissan China, der CEO ist der ehemalige Ford-China-Manager He Xiaoqing. Die Fahrzeuge werden zunächst in China gebaut und über das Autobacs-Netz mit rund 1.200 Standorten verkauft. Zum Marktstart 2027 sollen etwa 100 Servicepunkte bereitstehen, später hunderte. Ab 2030 ist eine lokale Fertigung in Japan geplant.
Der japanische K-Car-Markt ist riesig: Steuer- und Parkplatzvorteile machen ihn attraktiv, die Elektro-Durchdringung ist aber noch sehr gering. Hier sehen Experten großes Potenzial. BYD hat ebenfalls K-Car-Pläne für Japan angekündigt – der Wettbewerb zwischen chinesischen und japanischen Herstellern wird in diesem Segment direkt ausgetragen.
In Deutschland
Chery plant mit der Marke Omoda eine Expansion nach Europa.


