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HuaweiOFweek NEVVon 3 Min. Lesezeit

AIVA: Neue KI-Marke aus China startet ab 25.600 Euro

Die chinesische Marke AIVA (箩筐汽车) präsentiert den Concept AIVA Origin und das Serienmodell AIVA ME7. Ab ca. 25.600 Euro (ca. 200.000 Yuan) will die Marke das 20.000-Euro-Segment angreifen und setzt dabei auf KI-Technologie von Huawei und Volcanic Engine.

AIVA: Neue KI-Marke aus China startet ab 25.600 Euro

Die chinesische Automobilbranche bekommt Zuwachs: Mit AIVA (箩筐汽车) betritt eine neue Marke die Bühne, die voll auf Künstliche Intelligenz setzt. Der offizielle Name steht für „Artificial Intelligence Voyage Ahead“ – zu Deutsch: KI-gestützt vorausfahren. Entwickelt wird AIVA von der Firma Luokuang Auto (箩筐汽车) in Zusammenarbeit mit dem Technologiepartner Volcanic Engine (zur ByteDance-Gruppe) sowie dem KI-Spezialisten Huawei, der als „erwählter Partner“ für die intelligente Fahrzeugsteuerung fungiert.

Zwei Modelle zum Start

Erste Einblicke gibt ein Concept-Car namens AIVA Origin Concept, das die Designrichtung der Marke vorgibt – fließende Linien, eine umlaufende Lichtsignatur und eine coupéhafte Silhouette. Das erste Serienmodell heißt AIVA ME7 und ist als Crossover zwischen SUV und Limousine positioniert. Beide Fahrzeuge basieren auf einer eigens entwickelten Plattform, die für KI-gestützte Funktionen optimiert ist.

Der ME7 soll noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf den chinesischen Markt kommen. „Alle Modelle der AIVA-Reihe werden sich im Preissegment um 20.000 Euro bewegen“, betonte Unternehmenschef Park Yibo (箩筐汽车) bei der Markenpräsentation. Konkret startet die Preisliste bei ca. 25.600 Euro (ca. 200.000 Yuan)*.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

KI als Kernkompetenz

Anders als viele Hersteller, die KI nur als Add-on in bestehende Fahrzeuge integrieren, denkt AIVA das Auto von Grund auf neu: Die Elektronikarchitektur und die Software sind von Anfang an auf Zusammenarbeit mit einer zentralen KI ausgelegt. Diese lernt die Gewohnheiten des Fahrers – etwa die bevorzugte Raumtemperatur oder die typischen Routen – und passt das Fahrzeugverhalten dynamisch an.

„Die KI wird nicht nachträglich ins Auto gesteckt, sondern das Auto wird als intelligenter Körper mit der KI geboren“, beschrieb Park Yibo das Konzept. Konkret bedeutet das: Die KI kann etwa die Innenraumtemperatur nicht nur nach Grad Celsius regeln, sondern fühlt ab, ob der Fahrer im T-Shirt oder Pullover unterwegs ist – und stellt ein individuelles Wohlfühlklima ein. Im Stadtverkehr analysiert sie das Stauverhalten und schlägt alternative Routen vor, auf der Autobahn schaltet sie bei Bedarf automatisch in eine sichere Distanzregelung.

Wettbewerb im roten Meer

Mit dem Einstiegspreis von ca. 25.600 Euro zielt AIVA direkt in das umkämpfte Volumensegment zwischen 15.000 und 25.000 Euro, das in China als „rotes Meer“ gilt. Direkte Konkurrenten sind unter anderem die Marken iCAR von Chery, Neta sowie die günstigen Modelle von BYD. Auch das Huawei-Partnerlabel AITO (鸿蒙智行) bedient ähnliche Preislagen, allerdings mit engerer Anbindung an den Huawei-Kosmos.

AIVA hingegen setzt auf eine unabhängige Positionierung: Die Firma Luokuang Auto hatte zuvor mit dem Modell E5 (Startpreis ca. 17.900 Euro) bereits Erfahrungen im Markt gesammelt – allerdings mit mäßigem Erfolg. 2025 fiel die monatliche Verkaufszahl auf etwa 500 Einheiten. Mit der neuen Marke und starker KI-Partnerschaft erhofft man sich nun einen Neustart. Der Gründer von Luokuang, der zuvor bei dem Elektroauto-Startup NIO (蔚来) tätig war, bringt langjährige Branchenerfahrung mit.


In Deutschland

Zu diesem Hersteller liegen uns aktuell keine gesicherten Informationen über einen europäischen Markteintritt vor. Das Modell ist derzeit ausschließlich auf dem chinesischen Markt erhältlich.

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