Arcfox Beta T1: Facelift nach nur neun Monaten ab 8.000 €
Der Wettbewerb bei kleinen Elektroautos in China kennt kein Pardon: Arcfox (极狐), eine Marke der BAIC Group, hat den überarbeiteten Beta T1 am 16. Juni offiziell auf den Markt gebracht. Das bisher als Arcfox T1 bekannte Modell wird nun in die Submarke „Beta“ eingegliedert – und das nach nur neun Monaten, was die rasende Innovationsgeschwindigkeit im Reich der Mitte unterstreicht.
Angeboten wird der Fünftürer in drei Versionen: 350 PRO, 450 PRO und 450 MAX. Die Preise auf dem chinesischen Markt liegen zwischen ca. 8.000 € (ca. 62.800 Yuan) und ca. 10.200 € (ca. 79.800 Yuan). Hinzu kommen zeitlich begrenzte Sonderpreise von ca. 8.000 €, ca. 8.800 € und ca. 10.100 €.* Arcfox setzt auf die Strategie „mehr Ausstattung zum gleichen Preis“ – bemerkenswert ist, dass der ursprüngliche T1 erst im September 2025 gestartet war. Ein Facelift nach nur neun Monaten zeigt, wie heftig der Preiskampf im Segment kleiner Stromer tobt.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Technisch deutlich aufgewertet
Das Antriebssystem wurde gründlich überarbeitet. Der Vorderradantrieb leistet nun 95 kW (129 PS) und 176 Nm – ein Plus von 25 kW gegenüber der bisherigen 70-kW-Maschine. Der Acht-in-eins-E-Antrieb ist 15 % leichter und 18 % kompakter, die Leistungsdichte stieg um 10 %. Die Batterien kommen von CALB (中创新航) und Jv Power Yinpai (巨湾因湃).
Die Reichweiten nach dem chinesischen CLTC-Zyklus (chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP) liegen bei 350 km und 450 km – das entspricht schätzungsweise ca. 300 km bzw. ca. 380 km im europäischen WLTP. Der Verbrauch wird mit 11,2 kWh/100 km angegeben. Eine Wärmepumpe und direkte Batteriekühlung/-heizung sollen bei –7 °C einen Kapazitätserhalt von 94 % ermöglichen. Das Schnellladen von 30 auf 80 % ist in rund 22 Minuten erledigt. Serienmäßig an Bord ist V2L mit 3,3 kW.
Innenraum und Assistenz
Im Cockpit finden sich ein 15,6-Zoll-Touchscreen (1.920 × 1.080 Pixel) und ein 8,8-Zoll-Kombiinstrument mit dem Betriebssystem α-OS. Die Sprachsteuerung beherrscht Zweizonenerkennung und Dialekte. Apple CarPlay, HUAWEI HiCar und Carlink werden unterstützt.
Die Topversion 450 MAX bringt ein Stufe-2-Fahrassistenzsystem mit, das auf 12 Ultraschallsensoren und vier 360°-Kameras basiert. Funktionen umfassen Spurhaltewarner, Frontkollisionswarner und Stauassistent. Hinzu kommen eine 540°-Rundumsicht und ein 50-Meter-Rückfahrassistent. Die Parkhilfe erkennt laut Hersteller 98 % aller Parklücken.
Marktposition und Konkurrenz
Der Beta T1 hat sich als Verkaufsschlager für Arcfox erwiesen. Im Dezember 2025 erreichte das Modell mit 17.170 Einheiten Platz drei im Segment der Kleinwagen – und machte fast 70 % des gesamten Arcfox-Absatzes aus. Der Erfolg basiert auf einem cleveren Rezept: „etwas mehr Platz und Ausstattung als die Konkurrenz, zum niedrigeren Preis“. Bei einer Länge von 4.375 mm und einem Radstand von 2.770 mm nähert sich der Beta T1 fast kompakten SUVs an.
In der Preisklasse zwischen 8.000 und 10.200 € konkurriert der Beta T1 mit dem Geely Xingyuan, dem BYD Seagull und dem Wuling Bingo. Geely führt die Verkaufscharts mit über 160.000 Einheiten allein in den ersten fünf Monaten 2026 an. Arcfox hinkt bei Markenbekanntheit und Händlernetz hinterher. Das „Mehr-fürs-Gleiche“-Konzept ist vielversprechend, muss sich aber erst gegen die etablierte Konkurrenz durchsetzen.
Der Arcfox Beta T1 wird derzeit ausschließlich in China angeboten. Ein Europa-Import ist nicht bekannt.


