Auto China 2026: BMW i3 mit 900 km – deutsche Hersteller zeigen China-Exoten
Die Auto China 2026 in Peking hat ihre Tore geöffnet – eine der größten Automessen der Welt. Deutsche Hersteller nutzen die Bühne, um exklusiv für den chinesischen Markt entwickelte Elektro-Modelle zu zeigen. Keines der folgenden Fahrzeuge ist für den deutschen oder europäischen Markt bestätigt. Die Modelle demonstrieren jedoch, wie BMW, Audi und Volkswagen ihre Joint-Venture-Strategien anpassen und lokale Technologiepartner einbinden – ein Trend, der langfristig auch nach Europa ausstrahlen könnte.
Mercedes GLC L: Langversion mit lokalem Assistenzsystem
Der neue GLC L kommt mit einem um 55 mm verlängerten Radstand von 3.027 mm und bietet 5-, 6- oder 7-Sitzer-Konfigurationen. Das Fahrassistenzsystem umfasst zehn Kameras, fünf Radare und zwölf Ultraschallsensoren und ermöglicht Highway- und City-NOA (Navigation on Autopilot). Der Akku hat 89 kWh, die CLTC-Reichweite (chinesischer Prüfzyklus, der üblicherweise 20–35 % über dem europäischen WLTP liegt) beträgt 703 km – entspricht geschätzt ca. 530–570 km (WLTP). Dieses Modell ist ausschließlich für China bestimmt.
BMW i7: Flaggschiff-Limousine mit Rimac-Batterie
Der BMW i7 feiert Weltpremiere als zweites reines Elektro-Flaggschiff für China von BMW Brilliance Automotive (BBA), dem chinesischen Joint Venture von BMW. Die intelligente Fahrassistenz stammt von Momenta, inklusive Lidar und 4D-Radar, optional ist Stufe 3 autonomes Fahren buchbar. Die Batterie wird von Rimac geliefert (4695-Zellen) und verspricht hohe Energiedichte und verbesserte Sicherheit. Ein Preis steht noch nicht fest. Auch der i7 ist ein China-only-Modell, das erstmals den Bau eines Flaggschiffs außerhalb Europas zeigt.
BMW iX3: Mittelklasse-SUV mit China-Software
Der neue BMW iX3 erhält einen um 108 mm verlängerten Radstand (3.005 mm). Die intelligente Steuerung basiert auf einer Kooperation mit Momenta, speziell zugeschnitten auf chinesische Straßen. Erstmals kommt das neue iDrive-Interface zum Einsatz, 70 % der Software wurden vom chinesischen Team entwickelt. Medien schätzen den Preis auf ca. 51.200 bis 70.400 € (ca. 400.000 bis 550.000 Yuan*). Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
BMW i3: 900 km CLTC und 400 kW Schnellladung
Der BMW i3, das zweite reine Elektro-Serienmodell von BBA für China, feiert ebenfalls seine Weltpremiere. Die CLTC-Reichweite beträgt sensationelle 900 km – der chinesische Prüfzyklus liegt üblicherweise 20–35 % über dem europäischen WLTP, was geschätzt ca. 670–720 km (WLTP) entspricht. Das 800-Volt-System unterstützt bis zu 400 kW Gleichstrom-Ladung, womit in zehn Minuten rund 400 km Reichweite nachgeladen werden können. Der Preis soll zwischen ca. 40.900 und 53.800 € (ca. 320.000 bis 420.000 Yuan) liegen.
Audi E7X: Smart-SUV mit Momenta-Pilot
Die neue AUDI-Marke, das Joint Venture von Audi mit SAIC, zeigt den E7X. Das SUV ist 5.049 mm lang, Radstand 3.060 mm, und verfügt über einen Lidar-Sensor. Das Assistenzsystem stammt von Momenta und beherrscht Highway- und City-Navigation. Zwei Akkugrößen (100 und 109,3 kWh) ermöglichen 615–751 km CLTC – entspricht geschätzt ca. 460–570 km (WLTP). Der Preis wird auf ca. 38.400 bis 51.200 € (ca. 300.000 bis 400.000 Yuan) geschätzt. Marktstart: erste Jahreshälfte 2026.
Volkswagen ID. ERA 9X: Großraum-SUV mit Range Extender
Der Volkswagen ID.ERA 9X ist bereits vorbestellbar. Das SUV (5.207 mm lang, Radstand 3.070 mm) nutzt einen Range Extender (EREV) – Elektromotor mit Verbrenner als Generator. Die intelligente Fahrassistenz stammt von einer Kooperation mit Momenta, 26 Sensoren ermöglichen unter anderem Parkassistent und Navigation auf schmalen Straßen. Der Preis liegt bei ca. 42.200 bis 48.600 € (ca. 329.800 bis 379.800 Yuan*). Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Fazit: Lokale Modelle, globale Technologien
Die Auto China 2026 zeigt, wie deutsche Hersteller mit Joint-Venture-Partnern und lokalen Softwarefirmen wie Momenta ihre Elektro-Offensive in China vorantreiben. Technologien wie die Rimac-Batterie, Lidar und Range Extender könnten mittelfristig auch in europäische Modelle einfließen. Für den deutschen Markt sind die vorgestellten Fahrzeuge jedoch nicht bestimmt – sie bleiben Exoten, die die Entwicklungsrichtung markieren.
Keines der auf der Auto China 2026 gezeigten Modelle ist für den deutschen oder europäischen Markt bestätigt. Es handelt sich um exklusive China-Modelle, die auf lokale Vorlieben zugeschnitten sind. Die Technologien – wie Lidar, Momenta-Software, Rimac-Batterien oder Range Extender – könnten jedoch in zukünftige globale Modelle einfließen.

