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XiaomiCarNewsChinaVon 2 Min. Lesezeit

CATL, Xiaomi, BMW: Globale Batteriestandards bis 2027

CATL schmiedet mit Google, Xiaomi, BMW, Renault und Volvo eine Allianz für einheitliche Batterie-Normen. Der „Battery Circular Design Guide' soll 2027 kommen und Kreislaufwirtschaft fördern. Auch ein europäisches LKW-Wechselstation-Netz ist geplant.

CATL, Xiaomi, BMW: Globale Batteriestandards bis 2027

CATL, Xiaomi, BMW: Globale Batteriestandards bis 2027

CATL baut globale Standardisierungsallianz auf

Der weltgrößte Batteriehersteller CATL hat während der London Climate Action Week eine internationale Allianz ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Google, Xiaomi (Xiaomi), BMW, Renault und Volvo will das Unternehmen einen einheitlichen Rahmen für die Kreislaufwirtschaft von Batterien schaffen. Ziel ist ein strukturierter Entwicklungsweg für künftiges Batterie-Asset-Management und die Lebenszyklus-Regulierung von Fahrzeugen.

Im Zentrum steht der Battery Circular Design Guide (Leitfaden für zirkuläres Batteriedesign), dessen vollständige Veröffentlichung für 2027 geplant ist. Das Regelwerk definiert einheitliche Kriterien für die Diagnoseprüfung von Zellen, vereinfachte Pack-Demontage und Zellen-Wiederaufbereitung. Technische Parameter legen Bewertungsmaßstäbe für die strukturelle Integrität sowohl von Pkw als auch von schweren Nutzfahrzeugen fest.

Technische Designstandards

Die Allianz fokussiert sich auf die Standardisierung von Verfahren zur Auswertung der Zellbetriebshistorie, Degradationsraten und verbleibenden Gesundheitsparametern. Durch einheitliche Lebenszyklusregeln können Autohersteller und Flottenbetreiber den Restwert von Batterien präzise berechnen und finanzielle Risiken besser steuern. Die Ellen MacArthur Foundation koordiniert die branchenübergreifende Zusammenarbeit und bringt die Unternehmensstrategien mit den CO₂-Reduktionszielen in Einklang.

Geschlossener Recycling-Kreislauf

Die Emissionen entlang der Wertschöpfungskette – vom Bergbau bis zur Rohstoffverarbeitung – sind noch fünfmal höher als die der eigentlichen Batterieproduktion. Um diesen Engpass zu lösen, setzt CATL zunehmend auf recycelte Komponenten. Dadurch konnte die Kohlenstoffintensität der Materialien um 32 Prozent gesenkt werden. Die CATL-Tochter Brunp verarbeitete 2025 rund 210.000 Tonnen Batterieabfälle und gewann dabei 99,6 Prozent der Kernmineralien zurück.

Europäisches Batteriewechsel-System für Lkw

Parallel zur Standardisierung baut CATL sein Übersee-Infrastruktur aus. Gemeinsam mit Octopus Energy entsteht ein europäisches Netz für Batteriewechsel bei gewerblichen Fahrzeugen. Dies folgt auf eine frühere Ankündigung eines Heavy-Duty-Batteriewechsel-Systems in Europa. Das Projekt nutzt Erkenntnisse aus einem 1.250 km langen Wechselkorridor für Schwerlastverkehr, der im vergangenen Jahr auf chinesischen Inlandsrouten eingerichtet wurde.

Seit 2022 haben 1.000 Effizienzprojekte die Emissionsintensität in den Kernfabriken um 77 Prozent gesenkt. Dadurch konnte CATL bereits im vergangenen Jahr in der gesamten Batteriefertigung operative CO₂-Neutralität erreichen. Diese standardisierten Emissionsreduktionen stellen sicher, dass künftige internationale Zell-Exporte mit den anstehenden westlichen Umweltauflagen konform sind.


In Deutschland nicht erhältlich

Xiaomi Auto ist ausschließlich im chinesischen Markt erhältlich. Pläne für eine europäische Expansion wurden bislang nicht angekündigt. Die hier beschriebene Allianz ist eine globale Industrieinitiative, an der mit BMW und Volvo auch in Deutschland aktive Hersteller beteiligt sind.


XiaomiBatterie