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ChanganSinaVon 2 Min. Lesezeit

Changan Tianshu Navigator: Assistenz mit drei Sicherheitsstufen

Changan stellt auf der Chongqing Auto Show sein neues Fahrassistenzsystem „Tianshu Navigator' vor. Drei Ausbaustufen mit Lidar, KI und Notfall-Schutzfunktion sollen ab Ende 2026 in Serie gehen.

Changan Tianshu Navigator: Assistenz mit drei Sicherheitsstufen

Changan Tianshu Navigator: Assistenz mit drei Sicherheitsstufen

Changan (长安) hat auf der 28. Chongqing International Auto Show sein selbst entwickeltes Fahrassistenzsystem „Tianshu Navigator" (天枢领航, etwa „Himmelslenkung") präsentiert. Das System soll in drei Versionen – Pro, Max und Ultra – angeboten werden und ab der zweiten Jahreshälfte 2026 in allen neuen Changan-Modellen (inklusive der Töchter Avatr und Deepal) serienmäßig zum Einsatz kommen.

Drei Sicherheitsstufen für mehr Vertrauen

Nach Angaben von Chairman Zhu Huarong setzt Changan auf eine dreistufige Sicherheitsphilosophie: physiologische, psychologische und emotionale Sicherheit. Die Basis bildet der Pro – er ist serienmäßig mit einem Lidar ausgestattet, der Hindernisse in schwachem Licht (Tunnel, Nacht) bis zu zwei Sekunden früher erkennt als ein menschliches Auge. Die zentrale SDA-Plattform (eine Art Fahrzeug-Netzwerkarchitektur) reduziert die Reaktionszeit um weitere 150 Millisekunden.

Der Max wurde mit über 20 Millionen hochwertigen Fahr-Datensätzen trainiert und soll auch komplexe Pendler-Situationen souverän meistern. Der Ultra setzt auf ein VLM (Visual Language Model), das die Umgebung nicht nur erfasst, sondern auch interagiert – etwa auf Sprachbefehle reagiert. Ein weiteres Feature ist die geplante „Fahrerausfall-Notfunktion": Erkennt das System, dass der Fahrer handlungsunfähig ist, greift es selbstständig ein.

Klarer Hinweis: Kein autonomes Fahren

Changan betont ausdrücklich, dass es sich um ein Fahrassistenzsystem handelt, nicht um autonomes Fahren. Der Fahrer bleibt stets verantwortlich und muss jederzeit eingreifen können. Damit positioniert sich der Hersteller ähnlich wie Tesla mit dem Full Self-Driving (FSD) – als fortschrittliche Assistenz, aber ohne vollständige Freigabe des Lenkrads.

17 Jahre Entwicklung als Fundament

Das System ist Teil der „1445"-Globalstrategie von Changan, mit der der Konzern bis 2030 zu den zehn größten Automobilherstellern der Welt aufsteigen will. Seit 2009 forscht Changan an Fahrassistenz – das „Tianshu Intelligent Experiment Center" ist das einzige staatlich anerkannte Labor Chinas für Sicherheitstechnologie von Assistenzsystemen. Über 2.000 Ingenieure haben in fünf Jahren mehr als 5 Millionen Kilometer auf Chinas anspruchsvollsten Straßen (vor allem in Chongqing) absolviert, um Daten für 185 Szenarien zu sammeln.


In Deutschland

Changan plant eine Expansion nach Europa, konkrete Deutschland-Pläne wurden bekannt gegeben, aber ein Marktstart steht noch aus. Das Unternehmen hat angekündigt, seine Fahrzeuge und Technologien – darunter auch der Tianshu Navigator – in mehreren europäischen Ländern einzuführen. Ein Termin für den deutschen Markt ist noch nicht bestätigt.

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