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CheryD1EVVon 2 Min. Lesezeit

Chery an Milliarden-Finanzierung für Roboter beteiligt

Zwei chinesische Roboter-Startups knacken gleichzeitig die 25-Milliarden-Euro-Bewertung. Chery zählt zu den Investoren von Autonomer Roboter (自变量). Die Technologie soll in der Autoproduktion und im Haushalt eingesetzt werden.

Chery an Milliarden-Finanzierung für Roboter beteiligt

Chery an Milliarden-Finanzierung für Roboter beteiligt

Am 29. Juni kam es im Bereich der Embodied AI (physisch eingebettete künstliche Intelligenz) zu einem bemerkenswerten Schlagabtausch: Die beiden Startups Autonomer Roboter (自变量, Zibianliang) und Zhipingfang (智平方) gaben fast zeitlich den Abschluss neuer Finanzierungsrunden bekannt – jeweils mit einer Bewertung von über 200 Milliarden Yuan, umgerechnet rund 25,6 Milliarden Euro.* Beide beanspruchen für sich, das erste Unternehmen der Greater Bay Area (Große Bucht Region) mit dieser Bewertung zu sein.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Investoren aus der Auto- und Tech-Welt

Zhipingfang erhielt fast 50 Milliarden Yuan (ca. 6,4 Mrd. €) an neuen Mitteln, unter anderem von Staatsfonds, Versicherungen und Industrieunternehmen. Autonomer Roboter schloss vier Finanzierungsrunden mit einer Vielzahl von Top-Investoren ab, darunter der chinesische Autobauer Chery (奇瑞), die Tech-Giganten Xiaomi und ByteDance sowie Finanzinvestoren wie Sequoia China. Damit ist Autonomer Roboter das einzige Embodied-AI-Startup in China, das von allen vier großen Internetkonzernen (Meituan, Alibaba, ByteDance, Xiaomi) angeführt wurde.

Roboter für Fabrik und Zuhause

Beide Unternehmen entwickeln humanoide oder produktionsorientierte Roboter mit eigenen KI-Großmodellen. Zhipingfang hat seinen Roboter AlphaBot bereits in der Automobil-, Biotech- und Halbleiterindustrie eingesetzt, etwa für Sortier-, Transport- und Etikettieraufgaben. Autonomer Roboter konzentriert sich auf Haushaltsanwendungen: Seine Modelle „Quantum 1“ und „Quantum 2“ werden bereits in echten Wohnungen getestet, um alltägliche Aufgaben zu übernehmen.

Mit der Investition von Chery – einem der größten chinesischen Autoexporteure – erhält die Robotik-Sparte direkten Zugang zur Fahrzeugproduktion. Die Technologie könnte künftig in Cherys Werken für Montage und Logistik eingesetzt werden.

Der Kampf um den Titel „Erster“

Dass beide Unternehmen gleichzeitig den Status „Erstes 200-Milliarden-Startup der Greater Bay Area“ für sich reklamieren, zeigt den harten Wettbewerb in der Branche. Branchenbeobachter sehen darin einen Versuch, vor einer noch nicht etablierten Technologie den Markenkern zu besetzen. „Die eigentliche Herausforderung wird sein, aus der Bewertung von 25,6 Milliarden Euro reale Umsätze zu generieren“, kommentiert ein Analyst. Die Kosten für Forschung, Skalierung und Qualitätssicherung seien enorm.

Dennoch unterstreicht das Ereignis die wachsende Bedeutung der Greater Bay Area als drittes Cluster für Embodied AI neben Peking und dem Jangtse-Delta. Für Chery bedeutet die Beteiligung einen strategischen Schritt in Richtung Automatisierung – und möglicherweise auch für die geplante Europa-Expansion mit der Marke Omoda.


In Deutschland

Chery plant mit der Marke Omoda eine Expansion nach Europa.

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