Xiaomi YU7: 29.900 Euro für Standard, 49.900 Euro für GT
Xiaomi (小米) hat die gesamte YU7-Baureihe veröffentlicht – fünf Varianten, die von einem erschwinglichen Standardmodell bis zum extremen GT-Flaggschiff reichen. Die Preisstaffelung zeigt eine klare Strategie: Während der GT auf der Nürburgring-Nordschleife einen neuen Klassenrekord aufstellte (über 14 Sekunden schneller als alle bisherigen SUV), setzen die meisten Käufer auf das Basismodell.
Fünf Varianten, eine starke Spreizung
Die Preise auf dem chinesischen Markt:
- YU7 Standard: ca. 29.900 € (ca. 233.500 Yuan)
- YU7 Avantgarde: ca. 32.400 € (ca. 253.500 Yuan)
- YU7 Pro: ca. 35.800 € (ca. 279.900 Yuan)
- YU7 Max: ca. 42.200 € (ca. 329.900 Yuan)
- YU7 GT: ca. 49.900 € (ca. 389.900 Yuan)
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Der YU7 GT ist technisch zweifellos das Highlight: Mit seiner Bestzeit auf der Nordschleife und einem Preis von knapp 50.000 € ist er jedoch auch der teuerste Xiaomi überhaupt. In chinesischen Foren zeigt sich ein klares Bild: Die meisten Käufer greifen zur günstigeren Standardversion. „Der GT ist wie der SU7 Ultra ein Nischenprodukt – spektakulär, aber für den Alltag überdimensioniert", kommentiert ein User.
Standard versus GT – der Preis entscheidet
Der YU7 Standard startet rund 3.800 € günstiger als ein Tesla Model Y in China (ca. 33.700 €). Damit unterbietet Xiaomi den US-Konkurrenten deutlich. Die Reichweite des Standards beträgt 643 km (CLTC)* – entspricht ca. 547 km (WLTP-Schätzwert). Das sind etwa 50 km mehr als beim Tesla Model Y mit 593 km (CLTC)* – umgerechnet ca. 504 km WLTP. „Für die allermeisten Fahrer ist das mehr als genug", so ein chinesischer Nutzer.
*CLTC (chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP)
Die Erfahrung mit dem SU7 Ultra zeigt, dass extreme Topmodelle Nischenprodukte bleiben. Der SU7 Ultra wurde nach seinem Debüt gefeiert, aber die Auslieferungen im Jahr 2025 werden auf nur rund 15.000 Einheiten geschätzt. 2026 soll das Modell sogar schrittweise auslaufen und die Ingenieure sich neuen Projekten widmen. Das passt zur Kundennachfrage: Laut chinesischen Zulassungsdaten entfallen über 90 % der Verkäufe auf die günstigeren Varianten.
Ladeinfrastruktur: China baut massiv aus
Der YU7 Standard kommt mit einem 96-kWh-Akku (NMC) und unterstützt 800-Volt-Schnellladung. Dass die Reichweitenangst in China längst kein Thema mehr ist, zeigen aktuelle Zahlen der China Electric Vehicle Charging Infrastructure Promotion Alliance: Ende April 2025 wurden landesweit rund 219,6 Milliarden kWh an öffentlichen und privaten Ladestationen geladen – ein Anstieg von über 40 % gegenüber dem Vorjahr. Damit ist das Netz auch für preisgünstige Modelle wie den YU7 Standard mehr als ausreichend.
Xiaomi ist bisher nicht offiziell in Deutschland oder Europa vertreten. Der YU7 wird ausschließlich auf dem chinesischen Markt angeboten. Ein Europa-Start ist aktuell nicht bekannt.

