Xiaomi SU7: Preis von 27.600 € im Fokus der Behörden
Die chinesische Regierung schaltet sich in den intensiven Preiskampf bei Elektroautos ein. Am 2. Juli 2025 besuchte eine Delegation der Preisaufsichtsbehörde (untergeordnet der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission NDRC) unter Leitung des stellvertretenden Direktors das Pekinger Hauptquartier von Xiaomi (小米). Thema waren die aktuellen Preise für Elektrofahrzeuge und Smartphones, die zentralen Herausforderungen der Branche sowie Maßnahmen zur Förderung eines geordneten Wettbewerbs.
Xiaomi war im März 2025 mit dem Elektro-Limousine SU7 in den hart umkämpften chinesischen E-Auto-Markt eingestiegen. Das Einstiegsmodell kostet ca. 27.600 € (ca. 215.900 Yuan)*, die Topversion ca. 38.400 € (ca. 299.900 Yuan). Mit aggressiver Preisgestaltung und einem mit Smartphone-Ökosystem verknüpften Fahrerlebnis hatte Xiaomi auf Anhieb hohe Bestellzahlen erzielt und den Druck auf etablierte Hersteller wie BYD (比亚迪) und NIO (蔚来) verstärkt.
Hintergrund: Regulierung gegen Überkapazitäten
Die chinesische Regierung beobachtet den Verdrängungswettbewerb mit Sorge. Überkapazitäten und ruinöse Preissenkungen gefährden die langfristige Gesundheit der Industrie. Die Befragung Xiaomis reiht sich in eine Serie von Konsultationen mit weiteren Herstellern wie BYD, NIO und XPeng (小鹏) ein. Experten sehen darin den Versuch, einen Preiskrieg zu entschärfen, bevor er die Margen vieler Startups und traditioneller Hersteller zerstört.
Xiaomi selbst zeigte sich kooperativ: Das Unternehmen betonte, man halte sich an faire Marktprinzipien und setze auf Effizienz statt auf Dumping. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in den kommenden Wochen erwartet und könnten zu Leitlinien für die Preisgestaltung in der Branche führen.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
In Deutschland nicht erhältlich
Xiaomi Auto ist ausschließlich im chinesischen Markt erhältlich. Pläne für eine europäische Expansion wurden bislang nicht angekündigt.

