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BYDSinaVon 2 Min. Lesezeit

BYD erhöht God's-Eye-Preis um 300 € – 14 Hersteller ziehen nach

BYD (比亚迪) hebt den Preis seines Fahrassistenzpakets „God's Eye“ um 300 € an. Auch Nio (蔚来) und Xpeng (小鹏) folgen mit moderaten Aufschlägen. Ziel: den Abwärtssog der Preise stoppen und Kunden zum Kauf bewegen.

BYD erhöht God's-Eye-Preis um 300 € – 14 Hersteller ziehen nach

Im zweiten Quartal 2025 haben mehrere chinesische New-Energy-Vehicle-Hersteller (NEV) überraschend Preiserhöhungen angekündigt. Offiziell begründet mit gestiegenen Materialkosten, steckt dahinter eine strategische Markterkundung: Die Hersteller wollen die seit Monaten anhaltende Preiserwartung der Kunden durchbrechen.

BYD (比亚迪) erhöhte den Preis seines intelligenten Fahrassistenzpakets „God's Eye“ um 2.100 Yuan – umgerechnet rund 300 €*. Weitere 14 Hersteller zogen mit moderaten Aufschlägen nach, die meist unter 1.000 € lagen. Konkrete Beispiele: Nio (蔚来) verteuerte sein Fahrassistenz-Abonnement (Nio Pilot) um 1.000 Yuan (ca. 130 €), Xpeng (小鹏) legte bei bestimmten Ausstattungsvarianten bis zu 2.000 Yuan (ca. 260 €) drauf. Statt voller Preiserhöhungen kürzen viele Hersteller lieber Zusatzleistungen oder verschärfen Finanzierungskonditionen. *Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Mehr Strategie als Kalkulation

Die Kostenerhöhungen von Batterierohstoffen, KI-Chips und Speicherbausteinen sind real, doch reichen sie nicht als alleiniger Grund. In einem reifen Markt würde ein Top-Hersteller Preise nach Kundenprognosen setzen, nicht nach Kosten plus Marge. Die tatsächliche Absicht: Die Erwartung eines endlosen Preisverfalls stoppen und die Kauflust der zögernden Kunden wieder wecken. Die moderaten Anhebungen sollen Marktanteile schonen und das Image wahren.

Verlorene Wertschöpfungshoheit

Die verhaltene Aufnahme der Preiserhöhungen offenbart eine tiefere Krise: OEMs können Kostendruck kaum noch an die Kunden weitergeben. Ihre Verhandlungsmacht gegenüber Zulieferern wie CATL (宁德时代) schwindet. Erst kürzlich hatten chinesische Autobauer öffentlich die Preispolitik des Batterieriesen kritisiert. Wenn der Lieferant das Preisdiktat übernimmt, bleibt dem Hersteller nur das Nachsehen.

Bodenbildung oder Strategiewechsel?

Der chinesische Pkw-Markt schrumpft, Marktführer wie BYD verlieren leicht Anteile. Übersee-Märkte werden zur neuen Hoffnung. Die aktuelle Preispolitik dient als „Bodenbildung": Selbst wenn die Preise nicht dauerhaft steigen, etabliert sich ein Branchenkonsens, nicht weiter zu senken. Langfristig müssen die Hersteller jedoch durch echte Innovationen neue Wettbewerbsvorteile schaffen, sonst bleibt die Preiserhöhung nur ein Signal ohne Wirkung.


Die Preiserhöhungen betreffen vorerst nur den chinesischen Markt. Ob BYD oder andere Hersteller ähnliche Anpassungen in Europa planen, ist nicht bekannt. Die Entwicklungen zeigen jedoch den zunehmenden Preiskampf in China, der auch die Kalkulation deutscher Hersteller beeinflussen könnte.

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