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XiaomiCarNewsChinaVon 2 Min. Lesezeit

Xiaomi Titan Alloy 2.0: 93 % weniger CO₂ durch Recycling-Alu

Xiaomi stellt Titan Alloy 2.0 vor – 100 % recyceltes Aluminium für Karosseriestrukturen. Der emissionsarme Werkstoff senkt den CO₂-Fußabdruck um 93 % und verbessert die EU-Zollposition künftiger Exportmodelle.

Xiaomi Titan Alloy 2.0: 93 % weniger CO₂ durch Recycling-Alu

Xiaomi Titan Alloy 2.0: 93 % weniger CO₂ durch Recycling-Alu

Xiaomi (小米) hat am 6. Juli 2026 mit Titan Alloy 2.0 ein Fertigungsmaterial vorgestellt, das zu 100 % aus recyceltem Aluminium besteht. Der Werkstoff wird erstmals in im Serienbau gegossenen Heckbodenstrukturen eingesetzt und macht die Karosserie unabhängig von Primäraluminium in sicherheitsrelevanten Zonen. Dadurch sinkt der CO₂-Fußabdruck pro Fahrzeug um rund 800 Kilogramm – ein entscheidender Vorteil für die geplanten Exporte nach Europa.

Technische Details und Zertifizierung

Das Material erreicht einen zertifizierten CO₂-Emissionswert von 1,1 kgCO₂eq pro Kilogramm – eine Reduktion um 93 % gegenüber herkömmlichem Primäraluminium. Unabhängige Prüfer des IVL Swedish Environmental Research Institute haben die Werte bestätigt. Die Legierung ist im internationalen EPD-System (Environmental Product Declaration) registriert.

Die Herstellung durchläuft eine sechsstufige Fertigungssequenz: Nach einer fünfstufigen Vorbehandlung folgen Schmelzen und Feineinstellung der Zusammensetzung. Die fertigen Barren werden direkt in automatisierte Gigacasting-Anlagen eingespeist. Die mechanische Qualität wird mittels interner Röntgendiagnostik überprüft. Ein technisches Gremium des chinesischen Maschinenbauministeriums (China Machinery Industry Federation) hat die strukturelle Integrität bestätigt.

Strategischer Vorteil im EU-Handel

Der Einsatz der kohlenstoffarmen Gussstrukturen senkt den CO₂-Ausstoß pro Fahrzeug um rund 800 Kilogramm. Das verändert die CO₂-Bilanz von Xiaomi-Fahrzeugen im internationalen Handel entscheidend. Die Europäische Union führt mit dem Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) eine CO₂-Grenzabgabe ein, die importierte Fahrzeuge nach ihren Lebenszyklusemissionen besteuert. Xiaomi positioniert sich damit optimal für künftige Exportmodelle wie den YU7 GT (Grand Tourer).

Produktion und Marktentwicklung

Interne Prognosen gehen von einer ambitionierten Jahresproduktion von 550.000 Fahrzeugen für die nächste Modellplattform aus – ein langfristiges Ziel, das die Skalierung der Fertigungskapazitäten widerspiegelt. Bei Erreichen dieser Kapazität ließen sich jährlich rund 450.000 Tonnen CO₂ einsparen, so die firmeneigenen Berechnungen. Die Produktion des aktuellen Modells SU7 läuft bereits hoch; die Auslieferungen des YU7 haben begonnen.

Ausblick: Elektro-Sportwagen in der Pipeline

Parallel zu dieser Innovation ist ein zweitüriger elektrischer Sportwagen durchgesickert, der ebenfalls die neue Legierung nutzen könnte. Konkrete Details wie Leistung oder Marktstart sind bislang nicht offiziell bestätigt.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.


global_industry – Branchen- und Technologienachricht ohne spezifisches Fahrzeugmodell, das in Deutschland erhältlich ist.


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