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Tesla Q3 2026: Gewinn fällt um 43 Prozent

Tesla verdient im dritten Quartal 2026 43 Prozent weniger und kürzt die Investitionen um fünf Milliarden Dollar. Der Cybercab soll noch dieses Jahr an Kunden gehen.

Tesla Q3 2026: Gewinn fällt um 43 Prozent

Tesla Q3 2026: Gewinn fällt um 43 Prozent

Tesla hat am 22. Oktober die Zahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt. Der Umsatz blieb mit 28,046 Milliarden US-Dollar nahezu auf Vorjahresniveau (minus 0,2 Prozent), doch der operative Gewinn brach um 56 Prozent auf 718 Millionen US-Dollar ein. Unter dem Strich standen 787 Millionen US-Dollar Gewinn — ein Minus von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Marge sackte von 5,8 auf 2,6 Prozent ab.

Tesla drosselt die Kapitalausgaben

Für das dritte Quartal meldet Tesla Investitionen von 4,73 Milliarden US-Dollar — mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts, aber rund eine Milliarde weniger als im zweiten Quartal. Für das Gesamtjahr 2026 senkt das Unternehmen sein Budget von mehr als 25 Milliarden auf rund 20 Milliarden US-Dollar, eine Kürzung um etwa 20 Prozent. Tesla reagiert damit auf den Druck, den Umbau zum Anbieter von KI- und Robotaxisystemen zu finanzieren, ohne die Rendite weiter zu verwässern.

Cybercab soll noch 2026 an Kunden gehen

Tesla will seinen Robotaxi-Zweisitzer Cybercab noch in diesem Jahr an Privatkunden verkaufen. Das kündigte Technikchef Lars Moravy an. Das goldfarbene Fahrzeug hat weder Lenkrad noch Pedale; die US-Behörden prüfen derzeit, ob es die geltenden Sicherheitsstandards erfüllt. Ein Verkauf an Endkunden wäre ein Novum für ein Fahrzeug ohne konventionelle Bedienelemente.

EU plant neues Schutzinstrument gegen Billigimporte

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will ein neues handelspolitisches Schutzinstrument auf den Weg bringen. Es soll der EU erlauben, die Einfuhr bestimmter Produkte in den Binnenmarkt kurzfristig zu begrenzen, wenn Preisdruck durch Billigimporte europäische Branchen bedroht. Autos und Komponenten zählen zu den wichtigsten Industriezweigen Europas und könnten künftig von solchen Maßnahmen erfasst werden — konkrete Regeln speziell für die Autoindustrie sind aber noch nicht veröffentlicht.

Kanada stützt Stahl und Autoindustrie mit 87 Milliarden Dollar

Premier Mark Carney und Ontarios Provinzchef Doug Ford haben in Ottawa ein gemeinsames Aktionsprogramm im Umfang von 87 Milliarden kanadischen Dollar vorgestellt. Es soll die von US-Zöllen getroffene Stahl- und Autoindustrie stützen, enthalten sind bis zu 25 Milliarden kanadische Dollar gemeinsame Investitionen in die Fahrzeugindustrie Ontarios. Für Kanada ist es der jüngste industriepolitische Schritt, um die Abhängigkeit vom US-Markt zu verringern.

Chery: Offen für Partnerschaft mit US-Herstellern

Chery (奇瑞) prüft nach Angaben eines hochrangigen Managers eine Kooperation mit US-Autobauern. Der größte chinesische Autoexporteur will seine Präsenz in Nordamerika ausbauen, nachdem das Geschäft in Europa und anderen Regionen zuletzt stark gewachsen ist. Für Anfang kommenden Jahres bereitet Chery den Marktstart einer neuen Marke in Kanada vor — zugleich sei man „sehr bereit", alle Möglichkeiten auszuloten, auch eine Zusammenarbeit mit amerikanischen Herstellern.

In Südafrika konkretisiert Chery derweil die lokale Fertigung: Im Werk Rosslyn sollen ab dem dritten Quartal 2027 zunächst der Omoda C4 gebaut werden, später der Jetour T2 und der Pick-up Chery Grootman. Die Anfangskapazität liegt bei 50.000 Fahrzeugen pro Jahr. Damit wandelt sich das Südafrika-Geschäft vom reinen Importgeschäft zum lokalen Hersteller.

Toyota ruft 105.800 Land Cruiser zurück

Toyota ruft in den USA 105.794 Fahrzeuge der Baureihe Land Cruiser Hybrid zurück. Betroffen sind Modelle der Baujahre 2024 bis 2027. Grund ist laut US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA die Gefahr eines Kraftstofflecks, das einen Brand auslösen könnte.

Mercedes-Benz startet Stadtpilot 2027 in Deutschland

Mercedes-Benz will das Assistenzsystem MB.DRIVE ASSIST PRO im ersten Halbjahr 2027 in Deutschland zum Bestellen freigeben. Das gemeinsam mit Nvidia entwickelte System übernimmt auf Wunsch Spurwechsel, Abbiegen an Kreuzungen sowie Anfahren und Anhalten an Ampeln — von Start bis Ziel. Es handelt sich um Stufe 2 autonomes Fahren (SAE-Klassifikation), der Fahrer muss die Fahrt weiterhin überwachen und bleibt in der Verantwortung.

General Motors setzt auf Stufe 4 ab 2028

GM richtet seine Strategie neu aus und will höhere Automatisierungsstufen nicht nur im Robotaxi-Geschäft, sondern auch für Privatkunden anbieten. Basis sind KI, eine eigene Softwareplattform und eine zentrale Rechnerarchitektur. Ab 2028 soll der Cadillac Escalade IQ als erstes Modell Stufe 4 autonomes Fahren ermöglichen, später sollen alle Pick-ups und SUVs folgen.

VinFast-Mutter baut Werk auf den Philippinen

Vingroup, Mutterkonzern von VinFast, will rund 500 Millionen US-Dollar (etwa 31,7 Milliarden philippinische Peso) in ein EV-Werk auf den Philippinen investieren. Die Anfangskapazität liegt bei 200.000 Fahrzeugen pro Jahr. Nach Indonesien und Indien ist das der nächste Produktionsstandort in Südostasien — die Philippinen sollen als Basis für den ASEAN-Markt dienen.

OPmobility wächst und kauft Hyundai-Mobis-Lichtsparte

Der französische Zulieferer OPmobility hat im dritten Quartal 2026 trotz schwächerer globaler Fahrzeugproduktion zugelegt: Der Konzernumsatz erreichte 2,437 Milliarden Euro, ein Plus von 3,2 Prozent. Zusätzlich hat OPmobility eine Vereinbarung zur Übernahme des Lichtgeschäfts von Hyundai Mobis unterzeichnet, um die eigene Position in der Fahrzeugbeleuchtung zu stärken.


In Deutschland

Tesla ist mit Model 3, Model Y, Model S und Model X auf dem deutschen Markt vertreten und betreibt in Grünheide bei Berlin sein europäisches Stammwerk. Ein Marktstart des Cybercab in Europa ist bislang nicht angekündigt — ohne Lenkrad und Pedale wäre das Fahrzeug nach aktueller EU-Typgenehmigungspraxis hierzulande nicht zulassungsfähig. Die Mercedes-Ankündigung betrifft Deutschland direkt, der GM-Stadtpilot der Stufe 4 hat für Europa bisher keinen Termin. Cherys Europageschäft wächst über die Marken Omoda und Jaecoo, ein Engagement in Nordamerika hätte auf den hiesigen Markt zunächst keine unmittelbaren Auswirkungen — sehr wohl aber die geplanten EU-Schutzinstrumente gegen Billigimporte.

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