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CherySinaVon 2 Min. Lesezeit

Zhang Jun: Erster chinesischer Chef von Audi China

Chery-Manager Zhang Jun wechselt zu Audi China und übernimmt dort zum 1. November 2026 als erster Chinese die Führung der Chinasparte des Ingolstädter Herstellers.

Zhang Jun: Erster chinesischer Chef von Audi China

Audi besetzt die Spitze seiner Chinasparte neu: Zhang Jun, bislang internationaler Vizepräsident und Markenchef von Chery (奇瑞), wird zum 1. November 2026 Präsident von Audi China. Er tritt die Nachfolge von Dr. Luo Yinghan an und ist der erste chinesische Staatsbürger auf dem höchsten Posten der Marke in China seit der Gründung der Organisation.

Zwanzig Jahre internationale Erfahrung

Zhang Jun bringt nach Unternehmensangaben mehr als 20 Jahre Managementerfahrung im internationalen Geschäft mit. Zuletzt verantwortete er als Vice President das Markengeschäft von Chery. Davor leitete er das Europageschäft des Herstellers und war als Managing Director bei Stellantis tätig, wo er das Chinageschäft von DS führte. Zwischen 2018 und 2020 arbeitete Zhang bereits für Audi China in leitender Funktion — unter anderem baute er das Vertriebsteam von SAIC Audi auf und begleitete strategische Projekte bei FAW Audi. Weitere Führungsstationen hatte er bei Nissan in Japan und Nordamerika.

Der chinesische Markt als Gradmesser

Audi begründet die Personalie mit einem doppelten Profil: Zhang kenne sowohl den internationalen Premiumwettbewerb als auch die Mechanismen des chinesischen Marktes und seiner Hersteller aus eigener Erfahrung. Für die Ingolstädter ist das ein zentraler Punkt — China ist der größte Einzelmarkt der Marke, zugleich steht der Hersteller dort unter starkem Druck durch die einheimischen EV-Startups (NIO, XPeng, Li Auto u. a.) und deren schnell entwickelte Assistenz- und Softwarefunktionen.

Signal an die lokale Organisation

Mit der Besetzung durch einen chinesischen Manager setzt Audi ein Zeichen für mehr lokale Entscheidungsfreiheit. Der Konzern hatte zuletzt seine China-Strategie mehrfach angepasst und die Zusammenarbeit mit den Joint-Venture-Partnern FAW und SAIC ausgeweitet. Zhang soll nun die Abstimmung zwischen den beiden Partnern und der Marke enger führen — eine Aufgabe, die in der Vergangenheit wiederholt zu Reibungsverlusten geführt hatte.


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