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ChanganSinaVon 8 Min. Lesezeit

Changan Kaicheng setzt auf digitale Transformation und neue Energien: Robovan auf der Beijing Auto Show vorgestellt

Auf der Beijing Auto Show 2026 stellte Changan Kaicheng seinen Robovan vor. Wang Xiaofei und Dong Chenrui erläutern die Strategie für autonome Logistikfahrzeuge und die Vision einer digitalen und elektrifizierten Nutzfahrzeugflotte.

Changan Kaicheng setzt auf digitale Transformation und neue Energien: Robovan auf der Beijing Auto Show vorgestellt

Am 24. April 2026, dem Eröffnungstag der Beijing Auto Show, veranstaltete Changan Kaicheng eine Medienkonferenz unter dem Motto „Digitale Intelligenz – neue Reise, neue Ökosysteme" und präsentierte offiziell den Changan Kaicheng Robovan. Die Veranstaltung wurde von Mou Aiming, Vizepräsident und Marketingleiter von Changan Kaicheng, moderiert. Wang Xiaofei, Executive-Vizepräsident von Changan Automobile und Vorsitzender von Changan Kaicheng, sowie Dong Chenrui, Präsident von Changan Kaicheng, nahmen teil und nahmen Stellung zu nationalen Strategien, Marktaussichten für autonome Logistikfahrzeuge, technologischen Alleinstellungsmerkmalen und Geschäftsmodellen.

Fragen und Antworten

Frage: Der 15. Fünfjahresplan der Regierung fordert eine effizientere und kostengünstigere moderne Logistik. Wie wird Changan Kaicheng als staatseigenes Unternehmen diese Strategie umsetzen und die Logistikbranche voranbringen?

Wang Xiaofei: Auf drei Ebenen. Erstens: strategisch — wir setzen konsequent auf Digitalisierung und neue Energien. Neue Energien bedeuten im Kern Energieeffizienz, während Digitalisierung durch intelligente Technologien die Logistikeffizienz steigert und so die Unternehmensstrategie mit der nationalen Strategie verknüpft. Zweitens: Produktumsetzung. Am Beispiel der autonomen Logistikfahrzeuge: Die Branche ist derzeit stark fragmentiert, es fehlen einheitliche Standards. Viele Fahrzeuge sind nicht automotive-grade, was Sicherheits- und Zuverlässigkeitsbedenken aufwirft. Wir haben sieben weltweit erstmalige Technologien sowie ein umfassendes Validierungssystem entwickelt, um sicherzustellen, dass unsere Produkte automotive-grade, zuverlässig, effizient und sicher sind. Drittens: Ökosystemaufbau. Ein einzelnes Fahrzeug kann die Effizienz der gesellschaftlichen Logistik nicht steigern. Es bedarf der Vernetzung von F&E, Produktion, Betrieb, Service, Finanzierung sowie der Zusammenarbeit mit Verkehrsbehörden. Wir verstehen uns nicht als „Einzelkämpfer", sondern als „Konnektor", der Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammenbringt — beispielsweise mit JD.com und CATL, um Geschäftsmodelle gemeinsam zu erproben und die nationalen Logistikkosten von 13,9 % auf 12,5 % zu senken.

Frage: Wie groß wird der Markt für autonome Logistikfahrzeuge bis zum Ende des 15. Fünfjahresplans? Wie sieht die Produktplanung von Changan Kaicheng aus und was sind die Wettbewerbsvorteile gegenüber Start-ups und Technologieunternehmen?

Wang Xiaofei: Die Branche befindet sich noch in einem frühen Stadium. Wenn Standards und Richtlinien vorliegen, wird es zu einem rasanten Wachstum kommen. Wir rechnen bis 2030 mit einem Marktvolumen von 300.000 bis 500.000 Fahrzeugen. Wir planen zwei Produktlinien: Robovan und Robotruck in insgesamt über zehn Varianten, die Ladevolumina von 3–4 m³, 5–7 m³, 8–12 m³ und 20–25 m³ abdecken. Die Einsatzgebiete reichen von Same-Day- und Expresslieferungen über Kühlketten und Großhandelslogistik bis hin zu Industrie- und Gefahrguttransporten.

Dong Chenrui: Viele neue Anbieter bieten günstige Produkte und fokussieren sich auf den Nachweis, dass autonome Fahrzeuge prinzipiell funktionieren. Dabei werden jedoch Zuverlässigkeit und Sicherheit vernachlässigt. Autonome Fahrzeuge müssen über lange Zeiträume hinweg im harten Einsatz laufen — Zuverlässigkeit ist entscheidend, Sicherheit nicht verhandelbar. Wir setzen konsequent auf automotive-grade Fertigung und stellen sicher, dass unsere Fahrzeuge bei Temperaturen von minus 20 bis plus 40 Grad und auf allen Straßenverhältnissen zuverlässig und dauerhaft funktionieren. Zudem bauen wir ein Ökosystem statt nur „mobile Boxen" zu verkaufen. Intelligente Logistik erfordert die Kommunikation zwischen Fahrzeugen untereinander sowie zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur, ergänzt durch städtische Überwachung und Datenregulierung. Als staatseigenes Unternehmen ist unsere Mission: Null Emissionen (100 % neue Energien), Null Unfälle (durch Intelligenz 90 % der menschlich verursachten Unfälle vermeiden) und eine effizientere Stadtnutzung. Wir investieren in Kernprodukte und binden Partner ein, mit dem Ziel, die Logistikeffizienz in 5–10 Jahren um das Zwei- bis Dreifache zu steigern, die Kosten um 50 % zu senken und Verkehrsunfälle zu eliminieren.

Frage: Welchen konkreten Mehrwert bieten autonome Logistikfahrzeuge für die Endanwender? Besteht nicht die Gefahr von „Mehr Output, gleicher Erlös"?

Dong Chenrui: Für die Allgemeinheit bedeuten sie mehr Sicherheit auf den Straßen und pünktlichere Lieferungen. Für die Beschäftigten in der Logistik sind sie ein Werkzeug, kein Ersatz — so wie der Computer den weiß加摂 nicht abgeschafft, sondern die Effizienz gesteigert hat. Künftig können sich die Mitarbeitenden auf wertschöpfendere Aufgaben konzentrieren: weniger Lebensmittelverluste, optimierte Kühlketten, bessere Kundenerfahrung. Der Übergang von manuellen zu autonomen Fahrzeugen ist kein Wettbewerb, sondern eine Evolution. Wenn die Logistikkosten von 13,9 % auf 12,5 % oder noch weniger sinken, profitiert die gesamte Gesellschaft.

Wang Xiaofei: Betrachtet man die demografische Entwicklung, so wird die junge Erwerbsbevölkerung in 30 Jahren deutlich schrumpfen. Autonome Fahrzeuge können die schwersten und belastendsten Aufgaben übernehmen, während die verbleibenden Arbeitskräfte für Disposition, Notfälle und leichtere Tätigkeiten eingesetzt werden. Die Frage nach „Mehr Output, gleicher Erlös" lässt sich am besten mit einem langfristigen Blick auf die demografischen Veränderungen beantworten. Künftig könnten Logistikmitarbeiter ferngesteuerte autonome Fahrzeuge bedienen — so wie Bauern heute Agrardrohnen steuern — und sich von der Arbeit bei Hitze, Regen und Gefahr verabschieden.

Frage: Wird die Zusammenarbeit zwischen Changan Kaicheng und Huawei zu einem Durchbruch führen? Welche Pläne hat Changan im Bereich Robotik und anderen Innovationen?

Wang Xiaofei: Huawei ist ein wichtiger strategischer Partner von Changan. Grundsätzlich ist alles möglich. Bislang werden Huawei-Komponenten in den Serienfahrzeugen von Kaicheng noch nicht im großen Stil eingesetzt, doch für den zukünftigen Ökosystemaufbau bleiben wir offen und begrüßen Partner mit fortschrittlichen Technologien. Innerhalb der Gruppe haben die verschiedenen Einheiten unterschiedliche Mandate: Kaicheng konzentriert sich auf den aktuellen kommerziellen Fahrzeugbetrieb mit einem Zeithorizont von 3–5 Jahren. Andere Einheiten blicken 10–20 Jahre voraus, etwa in den Bereichen Robotik. Kaicheng verfolgt derzeit einen schrittweisen Ansatz — „ein Schritt nach dem anderen" — statt drei oder fünf Schritte auf einmal zu gehen.

Frage: Wird es nach der Neuzuordnung der Verantwortlichkeiten für Nutzfahrzeuge strategische Anpassungen geben? Plant Changan den Einstieg in schwere Nutzfahrzeuge? Und wie sind Preis und Vertriebsmodell des neuen Robovan gestaltet?

Wang Xiaofei: Die Gesamtstrategie bleibt unverändert und folgt weiterhin den drei Säulen von Changan Automobile: „Shangri-La" (neue Energien), „Beidou Tianqu" (intelligente Digitalisierung) und „Hainaira" (Internationalisierung). Bis 2030 sollen bei Kaicheng die neuen Energien im Inland einen Anteil von über 60 % erreichen, während der Exportanteil auf über 40 % steigen soll. Das Geschäft bleibt auf leichte Nutzfahrzeuge fokussiert — eine Streuung in den Schwerlastbereich ist nicht geplant.

Dong Chenrui: Der Vertrieb läuft über zwei Kanäle: Erstens über das Händlernetz an B2B-Kunden, zweitens über ein Leasingmodell. Künftig könnte sich ein „Transportleistung kaufen"-Modell etablieren: Kunden müssen weder ein Fahrzeug kaufen noch mieten, sondern kaufen Transportkapazität nach Bedarf. Derzeit laufen in über 300 Bezirksstädten landesweit Pilotprojekte mit autonomen Fahrzeugen, deren Effizienz jedoch noch nicht über der von konventionellen Fahrzeugen liegt. Um die Effizienz wirklich zu steigern, bedarf es einer stadtweiten Gesamtintegration — lokale Teillösungen reichen nicht. Die Zukunft der Geschäftsmodelle ist vielversprechend, und wir konzentrieren uns auf das, was wir am besten können: Fahrzeugbau. Halten, Laden, automatisches Be- und Entladen sowie Lagerlogistik werden von Partnern übernommen.

Frage: Wie will Changan Kaicheng den Robovan schnell am Markt etablieren und den kommerziellen Durchbruch schaffen? Gibt es besondere Marketingstrategien?

Mou Aiming: Vier Ansätze stehen im Fokus. Erstens: den Produktwert klar kommunizieren, damit die Kunden die konkreten Effizienzgewinne verstehen. Zweitens: durch Leuchtturmprojekte mit führenden B2B-Kunden — etwa die Zusammenarbeit mit JD.com — Vorbildfunktion schaffen und schrittweise skalieren. Drittens: das bestehende Netz von über 1.000 Vertriebs- und Service-Standorten nutzen, um lokale Logistikparks und Unternehmen anzubinden und dort Vorführungen und Übergaben zu realisieren. Viertens: das Servicenetz für Betriebsunterstützung nutzen und zunächst die Servicekompetenz der Händler aufbauen, um eine schnelle Inbetriebnahme und Wartung der autonomen Flotten sicherzustellen.

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