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Neuer RS 5 Plug-in-Hybrid: Kann er die Elektro-Konkurrenz herausfordern?

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Neuer RS 5 Plug-in-Hybrid: Kann er die Elektro-Konkurrenz herausfordern?

Neuer RS 5 Plug-in-Hybrid: Kann er die Elektro-Konkurrenz herausfordern?

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Es gibt ein chinesisches Sprichwort: Der Fachmann erkennt die Kniffe, der Laie schaut nur zu. Das gilt besonders in der Automobilbranche: Manche, die sich auskennen, folgen blind dem Trend und vernachlässigen das kulturelle Erbe und die dahinterstehenden Gedanken eines Produkts. Ähnlich verhält es sich im Zeitalter der Elektrifizierung: Man hat sich eine Ausrede gesucht – Energieeinsparung und Emissionsreduzierung. Besonders auf dem chinesischen Automobilmarkt, der ebenfalls großen Wert auf Sportlichkeit legt, werden europäische Autos als veraltet verspottet und Elektroautos als Industriemüll abgetan. Aber wenn man sich intensiv mit den Methoden im Bereich Fahrwerks- und Fahrdynamik-Engineering beschäftigt, beginnen auch die europäischen und amerikanischen Hersteller, die Vorteile der traditionellen Verbrennungsmotor-Mechanik wiederzuentdecken. Mit diesem RS 5 Sportback wollen wir testen, ob ein Plug-in-Hybrid-Sportwagen im neuen Zeitalter ohne die Eleganz eines reinen Elektroantriebs auskommen kann.

Zunächst einmal: Im Vergleich zu den Rivalen von BMW und Mercedes genießt Audi eine große technische und modellplanerische Eigenständigkeit. Besonders die Kennzahlen des Audi Sport für Hochleistungs-Sportwagen sind komplett hausintern entwickelt – das ist keine Übertreibung. Daher wird der neue RS 5 zwangsläufig den EA839 2.9T V6 Biturbo-Motor, das 8-Stufen-Tiptronic-Getriebe und den mechanischen Quattro-Allradantrieb erhalten. Auf dieser Basis wird ein P2-Plug-in-Hybridsystem mit 400V-Architektur integriert. Offiziell heißt es, das sportliche Erbe werde weitergegeben... Mit Blick auf den chinesischen Markt könnte es Bedenken geben, denn eine 0-100 km/h-Zeit von 3-4 Sekunden ist bei einheimischen Elektroautos inzwischen Alltag.

Natürlich hat dieses Hochleistungs-Plug-in-Hybrid-Fahrzeug mit „wenig Elektroniknote“ aus technischer Sicht durchaus Referenzwert. Beispielsweise der EA839-Motor mit der Leistung von 375 kW / 600 Nm: Dank der anspruchsvollen 90°-V-Bauweise mit einem großen Turbolader, der direkt im V-Winkel platziert ist, werden kürzere Ansaugwege erreicht. Hinzu kommt ein VGT-Twin-Scroll-System mit variablem A/R-Verhältnis, das für eine besondere Ansprechdynamik sorgt... Im Zeitalter des Verbrennungsmotors war dies das einzige Highlight, das Audi gegenüber den Rivalen von BMW und Mercedes vorweisen konnte.

Abgestimmt auf den Motor ist das von Audi Sport speziell kalibrierte 8-Stufen-Tiptronic-Getriebe. Außen ist ein Drehmomentwandler verbaut, der auch unter hoher Last einen stabilen Sportbetrieb gewährleistet. Innen wurde es gezielt konstruiert, um durch die Kupplung die rotierenden Massen zu reduzieren und die Schalteffizienz zu erhöhen.

Natürlich kann das Getriebe, so gut es auch abgestimmt ist, die verzögerungsfreie Leistungsentfaltung eines mit zwei Elektromotoren ausgestatteten Fahrzeugs, wie dem Huansu, nicht übertreffen. Das mechanische Gefühl, die Drehzahlorgie des Verbrennungsmotors, der spontane Drehmomentstoß vor dem Schaltvorgang – das sind Erlebnisse, die reine Elektroautos nicht bieten können. Der Hybridantrieb kombiniert einen vorderen und hinteren Motor, ersetzt das traditionelle „Motor + Getriebe“-Setup.

Aus Sicht des Hybridsystems: Das 400V-Bordnetz ist mit einem sogenannten „P2-Hybridmodul“ ausgestattet. Der Synchron-Elektromotor (130 kW / 460 Nm) ist zwischen Motor und Getriebe montiert. Über eine spezielle Kupplung kann er je nach Bedarf zu- oder abgeschaltet werden. Gepaart mit einem 22 kWh großen Lithium-Ionen-Akku (oberhalb der Hinterachse positioniert) ermöglicht er rein elektrisches Fahren, Hybridbetrieb, Auto-Start-Stopp des Verbrennungsmotors sowie Rekuperation (Bremsenergierückgewinnung).

Das Quattro-Allradsystem ist das Herzstück der Audi Sport-Reihe. Der neue RS 5 verfügt über ein weiterentwickeltes, rein mechanisches Mittendifferential. Die vordere und hintere Achse können Drehmomentverhältnisse zwischen 70/30 und 15/85 variieren. Zudem verfügt es über eine Vorhersagefunktion, die bei Kurvenfahrt den mechanischen Eingriff an der Vorderachse vorab steuert, was eine präzisere und zuverlässigere Traktionskontrolle ermöglicht.

Diese rein mechanische Struktur des Mittendifferentials stellt in puncto Dauerhaltbarkeit zweifellos das Nonplusultra dar – sie ist auch heute noch das technische Maximum der Verbrenner-Ära. Rein elektrische Fahrzeuge sind in dieser Hinsicht klarer überlegen. Aber gerade durch diese Grenzen und die ständige Weiterentwicklung entsteht ein hohes Niveau.

Betrachtet man die Hinterachse: Zusätzlich zur Drehmomentverteilung über das Quattro-Mittendifferential zwischen Vorder- und Hinterachse unterstützt das mechanische Sperrdifferential an der Hinterachse. Abgerundet wird dies durch eine spezielle Batterieeinheit, die dem Hinterrad ein aktives Drehmoment-Vectoring ermöglicht – dies ist ein wichtiger technologiescher Entwicklungsschritt über die reine Mechanik hinaus.

Konstruktiv sitzt im Inneren des Achsantriebs ein wassergekühlter, permanent erregter Synchronmotor (8 kW / 40 Nm), der direkt auf die beiden Achswellen wirkt. Bei Kurvenfahrt versorgt dieser Motor das kurveninnere Rad mit zusätzlichem Antriebsdrehmoment, unterstützt so die Querdynamik und ermöglicht eine präzisere Lastwechselreaktion, ohne dass über die Bremsen stark eingegriffen werden muss (Stichwort: Vermeidung von Bremsen-Untersteuern).

Fazit:

Die neue Generation des Audi RS 5 zeigt nach der Elektro- und Hybridisierung in puncto Fahrleistungen eine deutlich gesteigerte Gesamtsouveränität. Dies betrifft nicht nur die verbesserte Alltags- und Sporttauglichkeit des Antriebsstrangs, sondern stärkt durch das neuartige Vektoring-System auch die traditionelle Quattro-Traktionskontrolle.

Im Vergleich zu den bisherigen Audi Sport-Modellen der Vorgängergeneration setzt der elektrifizierte RS 5 neue, überraschende Maßstäbe. Aber: Zieht man einen Vergleich mit einem durchschnittlichen chinesischen Elektroauto auf der Straße, dann könnten die überlegenen verteilten Elektromotoren, die intelligente Steuerung und die weitreichende Software-Integration den klassischen Ansatz schnell alt aussehen lassen.

Originaltitel: Der neue RS 5 Plug-in-Hybrid: Kann er die Elektro-Konkurrenz herausfordern?


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