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XPengOFweek NEVVon 3 Min. Lesezeit

XPeng GX: 34.500 Euro, 750 km CLTC

Das neue Flaggschiff-SUV von XPeng startet in China ab 269.800 Yuan (ca. 34.500 €). Mit 750 km CLTC-Reichweite (ca. 640 km WLTP), serienmäßiger Hinterradlenkung und drei KI-Chips soll der GX die Oberklasse aufmischen. 24.863 Bestellungen in 12 Stunden.

XPeng GX: 34.500 Euro, 750 km CLTC

Am 20. Mai 2025 brachte XPeng (小鹏) sein neues Flaggschiff-SUV GX in China auf den Markt. Der Einstiegspreis liegt nach einem zeitlich begrenzten Rabatt von 10.000 Yuan bei 269.800 Yuan (ca. 34.500 €)*. Ursprünglich war in der Vorbestellungsphase für die Ultra-Flaggschiff-Version ein Preis von 399.800 Yuan (ca. 51.200 €) genannt worden. XPeng räumte ein, dass die Preisfindung „sehr schwierig“ gewesen sei, um den GX wettbewerbsfähig zu positionieren. Innerhalb von 12 Stunden nach Präsentation gingen 24.863 Bestellungen ein, 70 Prozent entfielen auf die Ultra-Version.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Dimensionen und Design

Mit 5.265 mm Länge, 1.999 mm Breite, 1.800 mm Höhe und einem Radstand von 3.115 mm zählt der GX zu den Full-Size-SUVs – ein direkter Konkurrent für Modelle wie den Li L9 oder den Mercedes GLS. Die Karosserie zeigt eine yachtartige Linienführung mit durchgehender Lichtleiste, die optisch mächtig wirkt.

Innenraum und Komfort

Serienmäßig verbaut XPeng ein 17,3‑Zoll‑Mitteldisplay, ein 88‑Zoll‑AR‑Head‑up‑Display und eine Kühlbox. Die Ultra‑SE‑Version bietet zusätzlich einen 21,4‑Zoll‑Bildschirm für die zweite Reihe und einen KI‑Assistenten. In der Ultra‑Flagsschiff‑Variante kommt ein Privatsphären‑Modus hinzu – das Konzept „Kühlbox, Displays, Liegesitze“ wird damit konsequent umgesetzt.

Fahrassistenz (ADAS)

Alle Versionen des GX nutzen einen eigenen KI‑Chip. Die MAX‑Version hat einen Chip (VLA‑Stufe), die Ultra SE zwei, das Ultra‑Flagsschiff drei Chips mit insgesamt 3.000 TOPS Rechenleistung. Damit unterstützt das System die zweiten Modelle VLA (Vision‑Language‑Action) und VLM (Vision‑Language‑Model) für multimodales autonomes Fahren. Im August soll ein Update auf Version 6.3 erscheinen, das die Fähigkeiten weiter verbessert. Zudem plant XPeng in der zweiten Jahreshälfte Tests eines Robotaxis auf GX‑Basis.

Antrieb und Reichweite

XPeng bietet den GX als Range‑Extender (EREV – Elektromotor mit Verbrenner als Generator) und als reines E‑Auto (BEV) an:

  • EREV: 1,5‑Liter‑Turbobenziner + zwei Elektromotoren, 63,3‑kWh‑Akku, rein elektrische Reichweite: 430 km (CLTC) – entspricht ca. 370 km (WLTP‑Schätzwert)*, kombinierte Reichweite 1.585 km
  • BEV: Zwei Elektromotoren mit 430 kW (585 PS) und 750 Nm, 0‑100 km/h in 4,5 s, 110‑kWh‑Akku, Reichweite: 750 km (CLTC) – entspricht ca. 640 km (WLTP‑Schätzwert)*

CLTC (chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP)

Fahrwerk und Sicherheit

Serienmäßig verfügt der GX über eine Hinterradlenkung, die den Wendekreis um 0,6 Meter reduziert – für ein über fünf Meter langes SUV ein beachtlicher Wert. Dazu kommen hydraulische Bremsen, eine Doppelquerlenker‑Vorderachse und eine H‑Hinterachse. Die Karosserie nutzt einen 16.000‑Tonnen‑Frontdruckguss mit „Schiffspanzer“‑Struktur, die Torsionssteifigkeit liegt bei 56.000 Nm/Grad. Elf Airbags sind Serie. Ein „Ganzjahres‑Sicherheits‑Kontrollsystem“ überwacht permanent die Umgebung, erkennt Reifenplatzer und bewältigt bis zu 700 mm Wasserhöhe. Der Fahrer‑Notfall‑Assistent leitet bei plötzlichem Ausfall automatisch eine „Warnen‑Bremsen‑Anhalten‑Rufen“‑Kette ein.

Marktposition und Konkurrenz

Der GX tritt in einem hart umkämpften Segment an: Li L9, AITO M9, NIO ES8 und Voyah V9X sind die Hauptkonkurrenten. Mit einem Preis von 25.000 bis 35.000 € (chinesischer Markt) besetzt XPeng eine Nische unterhalb der 40.000‑€‑Klasse. Besonders interessant: Der GX ist nur rund 3.000 € teurer als der firmeneigene G9, bietet aber deutlich mehr Platz und Serienausstattung – ein Zeichen für den intensiven Wettbewerb in China.


Ein Marktstart in Europa ist bisher nicht angekündigt. XPeng verkauft in Deutschland bereits die Modelle G9 und P7, ein Export des GX könnte frühestens 2026 folgen – eine offizielle Bestätigung liegt nicht vor.

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