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NIOAutohome NewEnergyVon 3 Min. Lesezeit

NIO-Preiserhöhung: Bis zu 1.280 € für ES6 und ET5

NIO erhöht Preise für ES6 und ET5 um 5.000–10.000 Yuan (ca. 640–1.280 €). Grund: massive Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Speicherchips. Verbrenner dagegen mit Rekordrabatten.

NIO-Preiserhöhung: Bis zu 1.280 € für ES6 und ET5

Der chinesische Automarkt erlebt im April eine dramatische Preiswende: Während Elektroautohersteller wie NIO die Preise anheben, bieten Verbrenner-Hersteller historische Rabatte. NIO (蔚来) hat die Preise für seine Modelle ES6 und ET5 um 5.000 bis 10.000 Yuan (ca. 640–1.280 €) erhöht. Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Auch andere Hersteller zogen nach: Der Xiaomi SU7 verteuerte sich um 4.000 Yuan (ca. 512 €). Insgesamt erhöhten über 15 EV-Marken im April und Mai ihre Preise. Im Kontrast dazu senken Verbrenner-Hersteller die Preise drastisch: Der BMW 3er ist für unter 30.000 € zu haben, der Audi A6L (High-End) fällt unter 50.000 € und der VW Sagitar (Jetta) wird für umgerechnet etwa 10.200 € angeboten.

Warum steigen die EV-Preise?

Der Grund liegt in explodierenden Kosten in der Lieferkette. Laut Branchendaten lag die Gewinnmarge der Autoindustrie im ersten Quartal 2025 bei nur 3,2 Prozent – bei einem 20.000-Euro-Auto bleiben dem Hersteller gerade einmal 640 € übrig. Gleichzeitig verteuern sich Speicherchips um 200 bis 3.000 Yuan (ca. 25–384 €) pro Fahrzeug, je nach Konfiguration. Der Rohstoff Lithiumcarbonat schlägt mit rund 3.000 Yuan (ca. 384 €) zu Buche, Kupfer und Aluminium mit weiteren 2.000 Yuan (ca. 256 €). Summa summarum steigen die Kosten pro Elektroauto um etwa 6.000 Yuan (ca. 768 €) – was nahezu die komplette Marge auffrisst.

Die Analysten erwarten keine baldige Entspannung: Speicherpreise dürften frühestens ab Mitte 2026 fallen, Lithiumcarbonat bleibt laut UBS bis 2028 hoch (20.000 Yuan/Tonne) und Kupfer wird weiter steigen. Auch Aluminium könnte bis 2026 auf 4.000 USD pro Tonne klettern. Ein Preisrückgang bei EVs ist daher bis mindestens 2028 unwahrscheinlich.

Sollte man jetzt kaufen?

Die Situation ist gespalten: Verbrenner-Fans erleben derzeit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis seit Jahren. Die Absatzkrise zwingt Hersteller zu Rabatten, die teilweise 50 Prozent unter Listenpreis liegen. Wer einen Benziner oder Diesel sucht, sollte schnell zugreifen, denn die Rabattfenster könnten sich schließen, sobald die Ölpreise nach dem Ende der Konflikte im Nahen Osten wieder fallen und die Nachfrage stabilisiert.

EV-Interessenten müssen dagegen mit stabilen oder sogar leicht steigenden Preisen rechnen. Wichtiger als der Preis ist jedoch die Wahl des Herstellers: Der Konsolidierungsdruck nimmt zu – viele chinesische Startups könnten in den nächsten Jahren vom Markt verschwinden. NIO mit seiner etablierten Präsenz in China und Europa gilt als vergleichsweise stabil.


In Deutschland

NIO ist bereits auf dem deutschen Markt vertreten. Aktuelle Modelle in Deutschland: ET5, ET7, EL6, EL7, EL8.

NIO ist seit 2021 in Europa aktiv und betreibt NIO Houses in München und anderen deutschen Städten.

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