XPeng Robotaxi: Erster serienreifer Robo-Taxi rollt vom Band
XPeng (小鹏) hat einen Meilenstein erreicht: Am 18. Mai 2025 lief das erste vollständig selbst entwickelte und in Serie gefertigte Robotaxi im Werk in Guangzhou vom Band. Chinesische Hersteller nennen dies ein „Vorwärtsproduktionsfahrzeug" – das erste Mal, dass ein chinesischer Autohersteller ein solches Fahrzeug von Grund auf selbst entwickelt und in Serie produziert hat. Der Preis wurde noch nicht genannt, aber vergleichbare Robotaxi-Konzepte anderer Hersteller bewegen sich im Bereich von etwa 20.000 bis 30.000 €*.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Vom GX zum autonomen Taxi
Das Robotaxi basiert auf XPengs Flaggschiff-SUV GX. Im Innenraum sind vier selbst entwickelte Turing-AI-Chips verbaut, die eine effektive Rechenleistung von 3.000 TOPS liefern. Das System nutzt die zweite Generation des VLA-Großmodells und ermöglicht autonomes Fahren der Stufe 4 (SAE-Klassifikation). Das bedeutet: Das Fahrzeug kann ohne menschlichen Eingriff operieren – etwa als Ride-Hailing-Taxi auf festgelegten Routen.
Zeitplan und Marktstart
XPengs Robotaxi-Sparte hat bereits im Januar 2025 die Lizenz für öffentliche L4-Tests in Guangzhou erhalten und startete im März 2025 eine eigene Robotaxi-Abteilung. Der Vorserien-Robotaxi soll noch in der zweiten Jahreshälfte 2025 einen Pilotbetrieb aufnehmen – zunächst in Guangzhou. Eine Ausweitung auf andere chinesische Metropolen ist geplant.
Technische Basis: 800-Volt-Architektur
Wie viele XPeng-Modelle nutzt auch das Robotaxi die 800-Volt-Architektur (800V 平台), die ultraschnelles Laden mit bis zu 480 kW ermöglicht. Die genaue Batteriegröße und Reichweite wurden noch nicht veröffentlicht. Der elektrische Antriebsstrang wird durch die hauseigene intelligente Antriebssteuerung optimiert. Konkurrenten wie der Zeekr 001 (ab ca. 26.000 € in China) bieten vergleichbare Robotaxi-Lösungen – jedoch von Zulieferern, nicht im Eigenbau.
Bedeutung für den Markt
XPeng ist damit einer der ersten chinesischen Hersteller, der ein eigenes, serienreifes Robotaxi auf die Straße bringt. Bisher waren solche Fahrzeuge meist das Ergebnis von Kooperationen zwischen Autoherstellern und Tech-Firmen (z. B. Baidu Apollo). XPengs Schritt könnte den Wettbewerb im Bereich fahrerlose Flotten weiter anheizen.
In Deutschland
XPeng ist in Norwegen, Schweden, Dänemark, Niederlande erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland. Der Markteintritt in Deutschland ist angekündigt. Ein Robotaxi-Start in Europa ist vorerst nicht geplant – der Fokus liegt zunächst auf dem chinesischen Heimatmarkt.

