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Deepal-Chef: „KI macht Autos zu den wichtigsten Robotern“

Auf der Tongji-Universität spricht Deepal-Chef Deng Chenghao über die Zukunft: KI verwandelt Fahrzeuge in Roboter. Deepal (深蓝) peilt 2030 eine Million Verkäufe an, Hälfte außerhalb Chinas.

Deepal-Chef: „KI macht Autos zu den wichtigsten Robotern“

Deepal-Chef Deng Chenghao hat auf dem 2026 China Automotive Forum an der Tongji-Universität eine klare Vision für die Zukunft der Automobilindustrie gezeichnet. Der Vizepräsident von Changan Automobile und Vorstandsvorsitzende der Marke Deepal (深蓝) erklärte, dass Autos zu den wichtigsten verkörperten KI-Agenten („Embodied AI“) werden.

„Die Automobilindustrie erlebt einen Wandel, wie es ihn seit 100 Jahren nicht gegeben hat – getrieben durch Technologie, die Wettbewerbslandschaft und Geschäftsmodelle neu definiert“, so Deng. Er skizzierte drei Phasen der technologischen Transformation: Elektrifizierung des Antriebs, umfassende Intelligenz des Fahrzeugs und Dekarbonisierung der Energie. Nach dem Durchbruch der chinesischen New-Energy-Vehicles (NEV) im letzten Jahrzehnt sieht er die nächste Dekade im Zeichen der Künstlichen Intelligenz: „KI baut das Fahrassistenzsystem neu auf, gestaltet den Innenraum um und verändert die Beziehung zwischen Mensch und Auto sowie zwischen Fahrzeugen untereinander.“

Chinas NEV-Verkäufe übertrafen 2025 mit über 12,37 Millionen Einheiten die 50-Prozent-Marke – nun setzt Deepal auf Expansion. Die Marke, die als „mittleres bis oberes Premiumsegment“ für junge Kunden positioniert ist, setzt auf die Mission „Technologie für alle“: Sie will vollelektrifizierte Modelle und fortschrittliche Fahrassistenzsysteme (ADAS) erschwinglich machen. Bereits über 800.000 Fahrzeuge wurden weltweit ausgeliefert, das Portfolio umfasst Limousinen (L-Serie), SUVs (S-Serie) und Geländewagen (G-Serie). Besonders betonte Deng die Bedeutung von Wasserstoff-Brennstoffzellen im Pkw-Bereich – ein Projekt, das er seit seinen Studientagen an der Tongji-Universität verfolgt.

Globalisierung steht ganz oben auf der Agenda: Für 2026 peilt Deepal 400.000 Verkäufe an, davon 100.000 im Ausland. Bis 2030 sollen es eine Million sein, zur Hälfte außerhalb Chinas – mit besonderem Fokus auf anspruchsvolle Märkte wie Europa. Dafür wird Deepal künftig eng mit der Schwestermarke Avatr zusammenarbeiten. Die „1445“-Strategie soll eine gemeinsame Premium-EV-Gruppe mit einem Absatzziel von 1,5 Millionen Einheiten bis 2030 schmieden.


In Europa

Deepal-Fahrzeuge sind in Deutschland aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.

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