Li Auto eröffnet Europa-Zentrale in Braunschweig mit VW-Pilotprojekt
Li Auto (理想汽车) hat am 27. Mai 2026 offiziell seine europäische Zentrale in Braunschweig (Niedersachsen) eröffnet. Der chinesische E-Auto-Hersteller feierte dies gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Der Wirtschaftsdezernent der Stadt Braunschweig, Gerold Leppa, sowie die chinesische Generalkonsulin in Hamburg, Wang Hao, waren vor Ort. Ebenfalls anwesend: Volkswagen, Sinotruk, Hongqi Deutschland, NVIDIA und die TU Braunschweig.
Zwei konkrete Kooperationsprojekte
Li Auto gab zwei wesentliche Fortschritte bekannt: Zum einen startet das Unternehmen mit Volkswagen einen Proof-of-Concept (POC) für die nächste Generation des autonomen Fahrens. Pilotfahrzeug ist der vollelektrische VW ID. Buzz. Es ist der erste chinesische ADAS-Ansatz, der in Europa auf öffentlichen Straßen getestet wird. Zum anderen arbeitet Li Auto mit Sinotruk, einem der größten chinesischen Lkw-Hersteller, an einem Projekt für intelligente Assistenzsysteme im Nutzfahrzeugbereich. Eine lokale Fertigung in Europa wird geprüft.
Eigenes KI-Modell für Europa
Li Auto stellte zudem sein „natives multimodales Basismodell“ (ein KI-Modell, das verschiedene Sensordaten und Szenarien verarbeitet) erstmals für den europäischen Markt vor. Es soll dank hoher Generalisierungsfähigkeit auf verschiedene Fahrzeugtypen – von Pkw über Lkw bis hin zu autonomen Lieferrobotern – übertragbar sein. Die Tests auf Europas Straßen beginnen in Kürze. Das Unternehmen baut außerdem eine lokale Dateninfrastruktur auf und stellt Personal für Vertrieb und Entwicklung in Braunschweig ein. Die Zusammenarbeit mit der TU Braunschweig soll die Forschung an den Pilotprojekten vertiefen.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
In Deutschland nicht erhältlich
Li Auto hat bislang keine offiziellen Pläne für eine Expansion nach Europa bekannt gegeben. Das Unternehmen konzentriert sich auf den chinesischen Markt.


