XPeng GX: 34.500-Euro-SUV mit 637 km WLTP
XPeng (小鹏) hat den GX, ein vollelektrisches Full-Size-SUV, in China offiziell auf den Markt gebracht. Der Hersteller senkte den Preis kurz vor der Enthüllung radikal: Statt der angekündigten 51.200 € (399.800 Yuan) im Vorverkauf liegt der Einstiegspreis nun bei ca. 34.500 € (269.800 Yuan) – ein deutliches Signal im chinesischen Preiskampf. Das obere Ende der Preisliste liegt bei ca. 46.000 € (359.800 Yuan). Innerhalb von 12 Stunden sammelte XPeng 24.863 Bestellungen.
Technik: Reichweite, Antrieb und Fahrwerk
Der GX wird als reines Elektroauto mit zwei Batterieoptionen angeboten: 63,3 kWh (430 km CLTC – entspricht ca. 366 km WLTP-Schätzwert) oder 110 kWh (750 km CLTC – entspricht ca. 637 km WLTP-Schätzwert). Der größere Akku versorgt einen Dual-Motor-Allradantrieb mit 430 kW Systemleistung, der den SUV in 4,5 Sekunden auf 100 km/h katapultiert. Die Karosserie ist 5.265 mm lang, 1.999 mm breit und 1.800 mm hoch, der Radstand beträgt 3.115 mm – damit liegt der GX auf dem Niveau eines BMW X7 oder Mercedes GLS. Serienmäßig sind Luftfederung mit Zwei-Kammer-Dämpfern, hydraulische Bremsen und eine Hinterachslenkung (Wendekreis unter 11,8 Metern). Die Ultra-Version erhält zudem eine „Line-Steer-by-Wire"-Lenkung im Flaggschiff-Paket.
Intelligenz: Autonomes Fahren und Cockpit
Der GX setzt auf XPengs hauseigene „Turing"-KI-Chips. Je nach Ausstattung sind ein, zwei oder drei Chips verbaut – die Flaggschiff-Version „Ultra" erreicht eine Rechenleistung von 3.000 TOPS. Damit werden die zweite Generation des visuellen Sprachmodells (VLA) und ein visuelles Sprachmodell (VLM) betrieben. Im Cockpit thront ein 17,3-Zoll-Zentraldisplay, ein 88-Zoll-AR-Head-up-Display und – in der Ultra-Version – ein 21,4-Zoll-Monitor für die Fondpassagiere. XPeng verspricht, dass der GX als erstes Serienmodell des Herstellers Robotaxi-Funktionen (autonomes Fahren ohne Fahrer) erhalten wird – ein Feldtest ist für die zweite Jahreshälfte in China geplant.
Sicherheit: Rundum-Schutz mit Notfall-System
Ein zentrales Verkaufsargument ist das „All-Weather-Sicherheitssystem": AES (Automatic Emergency Steering) mit Schnee- und Regenunterstützung, eine 700-mm-Wattiefe, 12 Kameras und ein Fahrer-Notfall-Assistent, der bei plötzlichem gesundheitlichem Ausfall des Fahrers automatisch warnt, anhält, parkt und einen Notruf absetzt. Die Steifigkeit der Karosserie gibt XPeng mit einer Torsionssteifigkeit von 56.000 Nm/Grad an – ein Spitzenwert in dieser Klasse. 11 Airbags sind serienmäßig.
Marktumfeld: Kampf im Full-Size-SUV-Segment
Der GX tritt gegen eine Phalanx chinesischer Konkurrenten an: Li Auto L9, AITO M9, NIO ES8, Voyah V9X und den bald erwarteten XPeng YU9. Auch traditionelle Hersteller wie der Geely-Konzern drängen mit Modellen in dieses Segment. Der GX positioniert sich preislich zwischen 34.500 € und 46.000 € und unterbietet damit den Li Auto L9 (ca. 46.000 €) deutlich. XPengs Co-Gründer He Xiaopeng erklärte, der GX solle „die Benchmark für Full-Size-SUVs der 9er-Klasse" werden – eine klare Spitze gegen den L9, der als „9er-Klasse" vermarktet wird.
In Europa
Dieses Fahrzeug bzw. Modell ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.

