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ChanganChooseAutoVon 2 Min. Lesezeit

Changan-Unfall: Fahrer ließ Lenkrad los – drei Tote

Ein Bericht aus China zeigt: Der Fahrer eines Changan Qiyuan A07 aktivierte die Assistenz, nahm dann die Hände vom Steuer. Der Auffahrunfall auf der Autobahn endete tödlich.

Changan-Unfall: Fahrer ließ Lenkrad los – drei Tote

Changan-Unfall: Fahrer ließ Lenkrad los – drei Tote

Ein Bericht der Behörden in der chinesischen Provinz Jiangxi hat neue Details zu einem schweren Unfall im Oktober 2025 veröffentlicht. Ein Changan (长安) Qiyuan A07, ein reines Elektroauto, fuhr auf der Autobahn G35 von hinten auf einen liegengebliebenen Sattelzug auf. Die drei Insassen des Changan starben.

Unfallhergang und Ursache

Der Sattelzug war auf dem linken Fahrstreifen liegengeblieben, weil der Fahrer versehentlich den Haupttank leer gefahren hatte. Er stellte nur 45 Meter hinter dem Lkw ein Warndreieck auf – weit weniger als die vorgeschriebenen 150 Meter. Dennoch traf den Fahrer des Changan eine Mitschuld: Er hatte abgelenkt gefahren.

Die Auswertung des Unfallschreibers (EDR) ergab: Der Fahrer aktivierte um 3:59 Uhr die IACC-Funktion (Intelligent Adaptive Cruise Control), eine Stufe-2-Fahrassistenz. Nur 26 Sekunden später, von 4:00:00 bis 4:00:13 Uhr, hielt er die Hände nicht mehr am Lenkrad. Er nahm die Hände vom Lenkrad, von 4:00:00 bis 4:00:13 Uhr war kein Lenkeingriff registriert. Der Zusammenstoß erfolgte zwischen 4:00:09 und 4:00:14 Uhr. In dieser Zeit betätigte der Fahrer weder Gas noch Bremse. Der Bericht stellt klar: „Das Loslassen des Lenkrads ist ein wesentlicher Faktor." Alle aktuell für Privatkunden erhältlichen Fahrzeuge verfügen lediglich über Assistenzsysteme der Stufe 2 (nach chinesischer Norm). Der Fahrer muss jederzeit die Hände am Lenkrad haben und die Verkehrssituation überwachen. Er bleibt alleiniger Verantwortlicher für die Fahrsicherheit.

Kein Autohersteller garantiert, dass Assistenzsysteme Unfälle vermeiden. Der verunglückte Changan-Fahrer starb und kann nicht mehr belangt werden. Der Lkw-Fahrer wurde festgenommen. Der Fall zeigt: Auch moderne Fahrassistenz fordert ungeteilte Aufmerksamkeit – andernfalls drohen schwerste Konsequenzen.


Changan (长安) plant eine Expansion nach Europa, konkrete Deutschland-Pläne wurden bekannt gegeben, aber ein Marktstart steht noch aus. Der Qiyuan A07 ist bislang nur in China erhältlich. Die Lehren aus diesem Unfall gelten jedoch für jedes Fahrzeug mit Stufe-2-Assistenz.

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