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BYDChooseAutoVon 3 Min. Lesezeit

BYD übernimmt 1 Jahr Haftung für City-Pilot – kostenlos

BYD haftet ab sofort ein Jahr lang für Unfälle mit dem City-Navigations-Pilot (God's Eye). Zudem präsentiert der Hersteller den ersten chinesischen 4-nm-Fahrassistenzchip – ein Schritt zur Demokratisierung autonomer Technik.

BYD übernimmt 1 Jahr Haftung für City-Pilot – kostenlos

BYD übernimmt 1 Jahr Haftung für City-Pilot – kostenlos

BYD (比亚迪) setzt ein starkes Zeichen für die Akzeptanz von Fahrassistenzsystemen: Auf einer Strategieveranstaltung am 28. Mai kündigte der chinesische Hersteller an, für ein Jahr die Haftung für Unfälle mit dem City-Navigations-Pilot zu übernehmen. Das Programm „God‘s Eye“ (天神之眼) wird damit zum weltweit ersten System, das sowohl beim automatischen Einparken als auch beim urbanen Navigieren finanziell absichert – und das kostenfrei.

Die Garantie gilt für Neuwagenkäufer sowie für Bestandskunden, die auf God‘s Eye 5.0 updaten. Wer den City-Pilot regelkonform nutzt und in einen Unfall verwickelt wird, erhält die direkten wirtschaftlichen Schäden – inklusive Reparatur, Fremdschäden und Personenschäden – von BYD erstattet. Anders als übliche Versicherungsangebote ist der Schutz beitragsfrei, kennt keine Obergrenze und belastet nicht die Prämie der Kfz-Haftpflicht. BYD verspricht: „Das gibt den Nutzern das Vertrauen, die Technik im Alltag einzusetzen." Die Option auf God‘s Eye B mit Lidar ist für alle Modelle zum Aufpreis von ca. 1.500 € (ca. 12.000 Yuan) erhältlich.* Seit Einführung der Haftung für das automatisierte Einparken im Juli 2025 stieg die Nutzung des Park-Assistenten von 21 auf 93 Prozent – bei nahezu null Unfällen.

Technologie-Offensive: Chip und neue Architektur

Parallel zur Haftungszusage präsentierte BYD den „Xuanji A3" (璇玑A3), den ersten in China entwickelten 4-nm-Chip für Fahrassistenz. Drei dieser Chips liefern zusammen über 2.100 TOPS Rechenleistung bei 20 Prozent geringerem Energieverbrauch als vergleichbare Lösungen. Der Chip ist für SAE-Level 3 und 4 ausgelegt und wird bereits in Serie produziert. Laut BYD ermöglicht die Kombination aus eigener Hardware und hauseigenen Algorithmen eine um 100 Prozent höhere Recheneffizienz – das System reagiere schneller und beherrsche komplexe Verkehrssituationen sicherer.

Die God‘s Eye-Plattform erfährt ein umfassendes Update:

  • Architektur: Neue Zentralrechner-Einheit mit Cockpit, Fahrdynamik und Energie in einem
  • Sensorik: Erstmals ein Satelliten-Sensor-Konzept
  • Algorithmen: Physik-basiertes KI-Großmodell
  • Datenbasis: Täglich über 200 Millionen Kilometer Fahrerlebnis aus mehr als 3,15 Millionen Fahrzeugen

Außerdem stellte BYD eine neue KI-Instanz namens „Dididaxia“ vor, die in das DiLink-System integriert ist und als persönlicher Assistent fungiert – mit Sprachsteuerung, Lernfähigkeit und einem individuellen digitalen Avatar.

Neue Ziele und eine KI-Assistent

BYD-Chef Wang Chuanfu formulierte drei ambitionierte Ziele für die zweite Hälfte der Elektrifizierung: null Verkehrstote, einen „Super-Fahrer“ als Assistenz und eine KI als persönlichen Assistenten. Dafür investiert BYD über 100 Milliarden Yuan (ca. 12,8 Mrd. €)** in Forschung und Entwicklung. Das Geld fließt vor allem in die Sicherheits- und Automatisierungstechnik. Für die kommende Stufe des autonomen Fahrens (L3/L4) plant BYD einen „God‘s Eye“ mit zehnfacher Redundanz, einem tausendzeiligen Lidar, Blitzlicht-Kameras und zwei Ferninfrarot-Kameras – ein System, das nach eigener Aussage Sicherheitsmaßstäbe neu setzen soll.


*Hinweise:
* Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
** Die Investitionssumme von 100 Milliarden Yuan (ca. 12,8 Mrd. €) wurde von BYD für den chinesischen Markt genannt – eine Umrechnung in Euro dient der Orientierung.


BYD ist in Deutschland mit mehreren Modellen erhältlich (z. B. Atto 3, Dolphin, Seal). Die hier beschriebenen Assistenzfunktionen und der Chip sind zunächst für den chinesischen Markt angekündigt. Ein Europa-Start des City-Navigations-Pilot mit Haftung ist bisher nicht terminiert.

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