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HuaweiCarNewsChinaVon 3 Min. Lesezeit

Maextro V800: Huawei-Luxus-MPV wiegt 3,2 Tonnen

Chinesische Neuwagen werden immer schwerer: 392 kg mehr in zwölf Jahren. Huaweis Maextro V800 bringt 3,2 Tonnen auf die Waage – ein Symbol des Trends. EU-Start nicht geplant.

Maextro V800: Huawei-Luxus-MPV wiegt 3,2 Tonnen

Chinesische Pkw werden zunehmend schwerer. Wie eine von CCTV veröffentlichte Analyse zeigt, stieg das durchschnittliche Leergewicht neuer Fahrzeuge von 1.312 kg im Jahr 2012 auf 1.704 kg im Jahr 2024 – ein Zuwachs von 392 kg innerhalb von zwölf Jahren. Besonders auffällig: Die Gewichtszunahme zwischen 2020 und 2024 übertraf die der vorangegangenen acht Jahre zusammen.

EV-Batterien als Hauptgrund für die Gewichtsexplosion

Experten führen die Entwicklung vor allem auf die schnelle Elektrifizierung des chinesischen Marktes zurück. Aktuelle Lithium-Eisenphosphat- (LFP) und ternäre Lithium-Batterien stoßen an ihre energetische Grenze. Um die Reichweite zu steigern, verbauen Hersteller immer größere Akkus – auf Kosten des Gewichts. Bei familienorientierten reinen Elektroautos (BEV) wiegt das Batteriepaket heute typischerweise zwischen 500 und 650 kg, Langstreckenvarianten kommen auf 700 bis 800 kg. Dazu kommen Elektromotoren, Leistungselektronik und verstärkte Schutzstrukturen, die das Gesamtgewicht zusätzlich erhöhen.

Auch die Nachfrage der Kunden spielt eine Rolle: Volle SUVs, Luxus-MPVs und sogenannte „9er-Baureihen" erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Hersteller reagieren mit noch größeren Abmessungen und üppiger Komfortausstattung.

Premium-EVs treiben den Trend

Ein Beispiel aus dem aktuellen Markt: Der Maextro V800, ein Luxus-MPV aus der Kooperation von Huawei (华为) und JAC, misst 5,5 Meter Länge und bringt rund 3,2 Tonnen auf die Waage – das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 3,8 Tonnen. Die Nachfrage nach solchen Schwergewichten ist vorhanden: Maextro lieferte im Dezember 2025 mit dem Schwestermodell S800 einen Rekord von 4.223 Fahrzeugen aus – ein Beleg, dass auch extrem schwere Fahrzeuge Käufer finden.

Technische Lösungen und regulatorischer Druck

Die Industrie arbeitet an Gegenmaßnahmen. CATL hat für April 2026 die dritte Generation des Qilin-Akkus sowie eine kondensierte Batterie mit einer Energiedichte von 350 Wh/kg angekündigt. Höhere Energiedichte ermöglicht es, gleiche Reichweiten mit leichteren Akkus zu erreichen – ein wichtiger Hebel gegen die Gewichtsspirale.

Allerdings bringt mehr Gewicht auch Nachteile: höherer Energieverbrauch, stärkerer Reifen- und Bremsverschleiß sowie negative Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Laut Branchenschätzungen, die CCTV zitiert, kann eine Gewichtsreduktion um 100 kg den Stromverbrauch pro 100 km um rund 7,5 Prozent senken.

  • Gewichtseinsparung von 100 kg → ca. 7,5 % weniger Stromverbrauch pro 100 km
  • Zusätzliche Probleme: höherer Materialbedarf bei Batterien, höhere Produktionsemissionen, verstärkter Straßenverschleiß

Die chinesischen Regulierungsbehörden reagieren mit strengeren Effizienzstandards. Die nationale Norm „Limits of Energy Consumption for Electric Vehicles Part 1: Passenger Cars" soll am 1. Januar 2026 in Kraft treten und verschärfte Verbrauchsgrenzen einführen. Zudem ist geplant, dass batterieelektrische Fahrzeuge über 2.710 kg Leergewicht ab 2026 einen CLTC-Stromverbrauch von unter 19,1 kWh pro 100 km erreichen müssen, um in den Genuss reduzierter Kaufsteuern zu kommen.

Die Hersteller investieren daher verstärkt in leichte Materialien, halbfeste Batterien und chemisch dichtere Akkus. In der nächsten Phase der chinesischen EV-Entwicklung könnte die Gewichtsreduktion ähnlich wichtig werden wie die Reichweitensteigerung.


In Deutschland nicht erhältlich. Der chinesische Markt zeigt einen generellen Trend zu immer schwereren Fahrzeugen – angetrieben durch Elektrifizierung und steigende Kundenwünsche nach Größe und Komfort.


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