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Luxeed holt Ferrari-Designer: Chinas Werben um internationale Stardesigner

Luxeed (智界) verpflichtet einen ehemaligen Ferrari-Chefdesigner. Auch Li Auto, NIO, Xiaomi und andere chinesische Marken setzen auf Star-Designer von Porsche, BMW oder Bentley – mit spektakulären, teils kontroversen Resultaten.

Luxeed holt Ferrari-Designer: Chinas Werben um internationale Stardesigner

Luxeed holt Ferrari-Designer: Chinas Werben um internationale Stardesigner

Luxeed (智界), die Elektroautomarke aus dem HIMA-Verbund (Harmony Intelligent Mobility Alliance), hat einen ehemaligen Chefdesigner von Ferrari an Bord geholt. Das gab Luxeed-Vizepräsident Zhao Jiangchang bekannt. Damit reiht sich Luxeed in die lange Liste chinesischer Hersteller ein, die gezielt internationale Top-Designer von Traditionsmarken abwerben. Der Schritt weckt hohe Erwartungen an die Optik der neuen Luxeed-Modelle – spekuliert wird über einen elektrischen „Ferrari Purosangue für China“.

Von Porsche bis Bentley: Die besten Köpfe für chinesische Designs

Die Liste der namhaften „Import-Designer“ bei chinesischen Marken liest sich wie das Who’s who der europäischen Automobilbranche:

  • Ben Baum (ehemals Porsche 911-Designer) entwarf den umstrittenen Li Auto MEGA – ein Van mit extrem fließender Form, der für Diskussionen sorgt.
  • Kris Tomasson (ehemals BMW i-Serie) prägte die Designsprache von NIO und schuf den „Firefly“ (NIOs Kleinwagen), der anfangs belächelt wurde, inzwischen aber Kultstatus erreicht.
  • Li Tianyuan (von BMW zu Xiaomi gewechselt) zeichnet für den SU7 verantwortlich, der wegen stilistischer Ähnlichkeiten zu Porsche Taycan in die Kritik geriet – trotzdem ein Verkaufserfolg.
  • Rafik Ferrag (Citroën, Honda) gestaltete den XPeng P7, Nader Faghihzadeh (18 Jahre BMW) prägt das Design von AVATR, Stefan Sielaff (ehemals Bentley) verleiht dem Zeekr 9X luxuriöse Züge.

Diese internationalen Designer bringen globale Perspektiven mit und vermischen sie mit chinesischen Designwünschen. Das Ergebnis: mal beeindruckend, mal gewöhnungsbedürftig, aber fast immer aufmerksamkeitsstark.

Chinesische Talente im Schatten der Stars

Die neuen Generationen chinesischer Designer bleiben oft im Hintergrund, obwohl sie ebenso bedeutende Arbeit leisten. Na Jia etwa, Designer bei Li Auto, verantwortete den erfolgreichen Li ONE und die gesamte L-Serie. Er lernte bei PSA und Nissan in China, ohne je einen glamourösen Lebenslauf eines „Superstar-Designers“ gehabt zu haben. Seine Entwürfe werden vielfach kopiert – ein klares Qualitätssiegel. Die Botschaft: Internationale Größen sind wichtig, aber die einheimischen Design-Talente wachsen zunehmend in ihre Rolle hinein.


In Deutschland

Einige der genannten chinesischen Marken sind bereits in Deutschland erhältlich (NIO und XPeng mit eigenen Vertriebsnetzen, Zeekr über Geely-Kanäle, BYD flächendeckend). Andere wie Luxeed, Li Auto und AVATR planen den Markteintritt, konkrete Daten liegen jedoch nicht vor. Der Artikel behandelt die globale Designstrategie dieser Hersteller – kein direkter Bezug zu aktuell in Deutschland erhältlichen Modellen.

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