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BYDCarNewsChinaVon 3 Min. Lesezeit

BYD patentierte Unterboden-Kamera: Erkennt Lebewesen unter parkenden Autos

BYD (比亚迪) hat ein Patent für ein Unterboden-Überwachungssystem angemeldet. Es vergleicht ein Referenzbild beim Abstellen mit Live-Aufnahmen, um Kinder oder Tiere unter dem Fahrzeug zu erkennen – ein Sicherheitsplus für den Stadtverkehr.

BYD patentierte Unterboden-Kamera: Erkennt Lebewesen unter parkenden Autos

BYD patentierte Unterboden-Kamera: Erkennt Lebewesen unter parkenden Autos

BYD (比亚迪) hat ein neues Patent für ein Unterboden-Überwachungssystem veröffentlicht, das Lebewesen unter parkenden Fahrzeugen erkennen soll. Das am 12. Juni 2026 vom chinesischen Patentamt veröffentlichte Dokument (CN122200729A) beschreibt ein Verfahren, das ein Referenzbild des Fahrzeugunterbodens beim Abstellen speichert und mit späteren Aufnahmen vergleicht.

Bildvergleich als Kernmethode

Das System macht beim Ausschalten des Fahrzeugs ein Foto des Unterbodens und legt es als Basisbild ab. Bei jedem erneuten Einschalten oder in regelmäßigen Abständen wird ein aktuelles Bild aufgenommen und mit dem Referenzbild verglichen. Statt die gesamte Unterbodenfläche zu analysieren, identifiziert das System nur jene Bereiche, die sich verändert haben – etwa durch ein Tier oder eine Person. So wird Rechenleistung gespart, da statische Teile wie Aufhängung, Batteriegehäuse oder Verkleidungen ignoriert werden.

Diese veränderten Regionen werden dann auf Merkmale eines Lebewesens untersucht. Die zweistufige Architektur (Erkennung von Veränderung, dann Klassifizierung) soll Fehlalarme durch Schatten, Schmutz oder wechselnde Lichtverhältnisse minimieren.

Herausforderungen unter dem Fahrzeug

Der Bereich unter einem Fahrzeug stellt eine besondere Herausforderung dar: ungleichmäßige Ausleuchtung, Staub, Laub, Pfützen und unterschiedliche Bodenbeläge erschweren die Detektion. Herkömmliche Bewegungsmelder unterscheiden oft schlecht zwischen harmlosen Umwelteinflüssen und echter Bewegung. BYDs Ansatz schafft eine fahrzeugindividuelle Referenzkarte, die diese Störfaktoren ausblendet.

Teil einer umfassenden Sensorstrategie

Das Patent reiht sich in eine Serie von BYD-Entwicklungen rund um Fahrzeugüberwachung ein. Erst kürzlich meldete das Unternehmen ein System an, das mit Hilfe von Radar zurückgelassene Insassen im Innenraum erkennt. Zusammen decken beide Patente die beiden Seiten des Fahrzeugs ab: Innenraum und Unterboden.

BYD verfolgt damit offenbar eine breiter angelegte Sensorstrategie, die Computer Vision, Radar und intelligente Überwachung kombiniert. Im Mai veröffentlichte BYD zudem ein Patent für eine Sulfid-Festkörperbatterie, im Juni eröffnete das Unternehmen in Deutschland eine erste 1.500-kW-Schnellladestation – Teil eines geplanten europaweiten Netzes mit 3.000 Standorten.

Ob und wann die Unterboden-Überwachung in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommt, ist noch nicht bekannt. Die Patentanmeldung allein bedeutet noch keine Markteinführung. BYD selbst hat keinen Zeitplan oder ein konkretes Modell genannt.

Die Technologie könnte jedoch künftig in viele Modelle einfließen – und damit die Sicherheit vor allem in dicht bebauten Gebieten erhöhen, wo Kinder oder Tiere beim Rangieren leicht übersehen werden.


In Deutschland

BYD ist bereits auf dem deutschen Markt vertreten. Aktuelle Modelle in Deutschland: Atto 2, Atto 3, Dolphin, Seal, Sealion 7, Han.

BYD ist seit 2022 auf dem deutschen Markt aktiv und baut sein Händlernetz kontinuierlich aus. Das Patent ist ein globaler Technologiebaustein, der auch in für Europa bestimmten Fahrzeugen zum Einsatz kommen könnte.


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