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ChanganSinaVon 2 Min. Lesezeit

Changan Tianshu Pilot: 3 ADAS-Versionen mit Lidar ab H2 2025

Changan stellt auf der Chongqing Auto Show das Fahrassistenzsystem Tianshu Pilot in drei Versionen vor. Ab H2 2025 wird es in allen Modellen der Marken Changan, AVATR und Deepal serienmäßig integriert.

Changan Tianshu Pilot: 3 ADAS-Versionen mit Lidar ab H2 2025

Changan Tianshu Pilot: 3 ADAS-Versionen mit Lidar ab H2 2025

Changan (长安汽车) hat auf der 28. Chongqing International Automobile Exhibition (重庆车展) sein selbstentwickeltes Fahrassistenzsystem Tianshu Pilot (天枢领航) vorgestellt. Das System wird in den Versionen Pro, Max und Ultra angeboten – je nach Ausstattungslinie mit unterschiedlichem Hardware- und Funktionsumfang. Ab der zweiten Jahreshälfte 2025 soll es in sämtlichen Modellen der Marken Changan, AVATR (阿维塔) und Deepal (深蓝) serienmäßig zum Einsatz kommen. Firmenchef Zhu Huarong betonte: „Wir wollen intelligente Assistenzsysteme besser, praktischer und erschwinglicher machen – mit harter Technologie für jede Fahrt und sichere Heimkehr."

Drei Ausbaustufen im Detail

Das Tianshu Pilot verlässt die rein physikalische Sicherheit und setzt auf drei Ebenen: physiologische, psychologische und emotionale Sicherheit. Die drei Versionen unterscheiden sich in Sensorik und KI-Fähigkeiten:

  • Pro-Version: Serienmäßig mit einem Lidar ausgestattet. Erkennt Hindernisse in schwachem Licht (Nacht, Tunnel) zwei Sekunden früher als das menschliche Auge. In Kombination mit der zentralen Ringnetzwerk-Architektur SDA (中央环网架构) reagiert das System laut Changan 150 Millisekunden schneller als herkömmliche Systeme.
  • Max-Version: Basiert auf über 20 Millionen hochwertigen Fahrstunden-Datenschnitten. Bietet verbesserte Wahrnehmung und vorausschauende Prädiktion, die selbst komplexe Pendlerstrecken souverän meistert.
  • Ultra-Version: Nutzt ein VLM-Bildsprachmodell (VLM视觉语言大模型), das die Umgebungserkennung erweitert und ein interaktives Assistenzsystem ermöglicht. Künftig ist zudem eine aktive Schutzfunktion bei Fahrerausfall geplant.

Changan stellt klar: „Fahrassistenz ist kein autonomes Fahren. Der Fahrer bleibt für Überwachung und Übernahme verantwortlich."

17 Jahre Entwicklung und globale Strategie

Das System ist Teil der „1445"-Globalstrategie (1445全球战略) von Changan, die auf vier Kerntransformationen setzt – darunter den Wandel zur Intelligentisierung. Seit 2009 baut Changan eine eigene KI-Entwicklungsabteilung auf und betreibt mit dem Tianshu Intelligent Test Center ein nationales Schlüssellabor für Fahrzeugsicherheit. In den vergangenen fünf Jahren absolvierten über 2.000 Ingenieure mehr als 5 Millionen Straßenkilometer in der komplexen Topografie Chongqings, um Daten für 185 Fahrszenarien zu sammeln.

Changan will das System schrittweise auch außerhalb Chinas anbieten, konkrete Termine für Europa wurden jedoch noch nicht genannt. Das Unternehmen peilt bis 2030 einen Platz unter den zehn größten Autoherstellern der Welt an.


Das System ist aktuell nur für den chinesischen Markt bestätigt. Eine Einführung in Europa ist langfristig denkbar, aber nicht terminiert. Deutsche Kunden müssen daher vorerst auf die Modelle von Changan, AVATR und Deepal in China warten.

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