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BYDCarNewsChinaVon 2 Min. Lesezeit

BYD-Patent: Unterboden-Kamera erkennt Tiere und Kinder

BYD hat ein Patent für ein Kamerasystem angemeldet, das Lebewesen unter geparkten Fahrzeugen erkennt. Die zweistufige Bildvergleichs-Methode reduziert Fehlalarme – Patentveröffentlichung am 12. Juni 2025.

BYD-Patent: Unterboden-Kamera erkennt Tiere und Kinder

BYD-Patent: Unterboden-Kamera erkennt Tiere und Kinder

BYD (比亚迪) treibt die Fahrzeugsicherheit mit einem neuartigen Kamerasystem voran: Der chinesische Hersteller hat ein Patent für die Unterboden-Überwachung angemeldet, das Katzen, Hunde oder sogar Kleinkinder unter dem Auto ortet. Die Patentanmeldung CN122200729A wurde am 12. Juni 2025 vom chinesischen Patentamt (CNIPA) veröffentlicht, wie das chinesische Portal IThome berichtet.

Die Methode: Basisbild-Vergleich statt Daueranalyse

Kern des patentierten Systems ist ein Referenzbild des Fahrzeugunterbodens, das unmittelbar nach dem Abstellen des Autos aufgenommen und gespeichert wird. Bei späteren Prüfdurchgängen vergleicht die Software dieses Basisbild mit den aktuellen Kamerabildern. Statt den gesamten Unterboden permanent zu analysieren, identifiziert das System gezielt nur die Bildbereiche, die sich vom gespeicherten Referenzbild unterscheiden – etwa durch Bewegung oder neu auftauchende Objekte. Statische Komponenten wie Fahrwerksteile, Batteriegehäuse, Unterbodenverkleidungen und Karosseriestrukturen bleiben so von der Analyse ausgeschlossen. Die Rechenressourcen konzentrieren sich allein auf die veränderten Regionen. Aus diesen extrahiert die Software Merkmale, bewertet sie und entscheidet, ob es sich um ein Lebewesen handelt.

Diese zweistufige Architektur – zuerst Umgebungsveränderung erkennen, dann Musterklassifikation – verbessert die Erkennungsgenauigkeit und reduziert Fehlalarme, die durch Schatten, wechselndes Licht, Schmutz, Laub oder unebenen Boden ausgelöst werden könnten. Herkömmliche Bewegungsmelder haben in dieser schwierigen Umgebung oft Probleme.

Teil einer umfassenden Überwachungsstrategie

Das Patent ist kein Einzelfall. BYD hat kürzlich eine weitere Erfindung offengelegt, die mithilfe von Radar-Pulsantworten und Frequenzanalyse vergessene Insassen im Fahrzeuginnenraum erkennt. Zusammen decken die beiden Systeme beide Seiten des Autos ab: Innenraum-Überwachung für zurückgelassene Personen und Unterboden-Überwachung für Lebewesen darunter. Dies deutet darauf hin, dass BYD an einem übergreifenden Sensor-Ökosystem arbeitet, das Computer Vision, Radarverarbeitung und intelligente Überwachung kombiniert.

Parallel dazu zeigt BYD auch in anderen Technologiefeldern Dynamik: Im Mai veröffentlichte der Hersteller ein Patent für eine Sulfid-Festkörperbatterie, und im Juni wurde die erste deutsche 1.500-kW-Blitzladestation im Rahmen eines geplanten 3.000-Standorte-Netzes in Europa in Betrieb genommen.

Was das für deutsche Autofahrer bedeutet

Die Veröffentlichung eines Patents bedeutet jedoch nicht zwangsläufig die Serienproduktion. Konkrete Fahrzeuganwendungen, ein Marktstart oder ein Kommerzialisierungsplan wurden in der Patentschrift nicht genannt. Dennoch zeigt die Entwicklung, wie chinesische Hersteller Sicherheitsfunktionen weiterdenken – ein Bereich, in dem sich BYD zunehmend als Innovationsführer positioniert.


Das Patent wurde in China angemeldet. Ein Einsatz in europäischen BYD-Modellen ist nicht bestätigt. BYD baut jedoch sein europäisches Netzwerk aus (z. B. Schnellladestationen) und wird voraussichtlich künftig auch solche Sicherheitsfeatures in Europa anbieten.


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