China EV News
Zurück
LeapmotorSinaVon 3 Min. Lesezeit

Leapmotor C-Serie: 17 Versionen mit ARHUD – Preise stabil

Leapmotor bringt C10, C11 und C16 in 17 Versionen neu auf den Markt. Serienmäßig: ARHUD, FSD-Dämpfer, verbesserte Hinterachse. Preise bleiben auf Vorgängerniveau. Auch für Europa relevant.

Leapmotor C-Serie: 17 Versionen mit ARHUD – Preise stabil

Der chinesische Hersteller Leapmotor (零跑) hat am 16. Juni die neue C-Serie (C10, C11, C16) in China offiziell auf den Markt gebracht. Insgesamt 17 Versionen stehen zur Wahl, jeweils als reines Elektroauto (BEV) oder Range-Extender (EREV). Die Preise in China bleiben auf dem Niveau der bisherigen C-Serie – sie liegen in etwa zwischen 130.000 und 210.000 Yuan (ca. 16.600 bis 26.900 €)*. Damit gilt: mehr Ausstattung zum gleichen Preis.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Serienmäßige Ausstattung: ARHUD und FSD-Dämpfer

Leapmotor stattet die gesamte C-Serie serienmäßig mit einem selbst entwickelten ARHUD (Augmented Reality Head-up-Display) auf DLP-Basis aus. Es projiziert Navigation, Geschwindigkeit, Ampeln und Telefonhinweise auf die Windschutzscheibe. CEO Zhu Jiangming gab an, nach eigenen Testfahrten vom System überzeugt zu sein: Interne Umfragen zeigten, dass 60 % der C11-Fahrer das ARHUD dauerhaft nutzen. Das Cockpitdisplay wuchs auf 17,3 Zoll – auf dem Niveau der kommenden D-Serie.

Technische Neuerungen im Fahrwerk: C10 und C16 erhalten eine neue Fünflenker-Hinterachse, alle Modelle eine FSD-Variabledämpfung (Frequency Selective Damping). Die Abstimmung erfolgte in Kooperation zwischen chinesischen und europäischen Ingenieuren. Senior VP Cao Li zufolge sei die Fahrwerksqualität „mindestens gleichwertig mit Fahrwerken von 30.000-Euro-SUVs". Vorn gibt es serienmäßig Doppellenker-Aufhängung. Der C11 BEV profitiert zudem von einer Wärmepumpe und einem Bosch-EPS-System.

Klare Differenzierung der drei Modelle

Trotz ähnlicher Preisbänder betont Leapmotor, dass C10, C11 und C16 unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. C10 richtet sich an junge, technikaffine Familien, C11 gilt als zeitloser Klassiker mit dem tiefsten Fanstamm, C16 zielt auf Mehrpersonenhaushalte mit sechs Sitzen, doppelten Zero-Gravity-Sitzen und versprochener großer Reichweite (CLTC – chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP; WLTP-Werte folgen). Senior VP Xu Jun vergleicht die Modelle mit Lebensphasen: „C10 für den Berufsstart, C11 für den Aufstieg, C16 für den Erfolg."

Ausblick: Reine Elektroautos gewinnen an Bedeutung

CEO Zhu Jiangming prognostiziert einen steigenden Anteil reiner Elektrofahrzeuge, auch wenn Range-Extender und Plug-in-Hybride besonders bei großen SUV und in kalten Regionen weiter gefragt blieben. Leapmotor setzt auf die Eigenentwicklung zentraler Komponenten („Full-Domain Self-Research") und will die Kosten über Plattformstrategien (A/B/C/D) weiter senken.

Exportzahlen: Laut Unternehmensangaben lieferte Leapmotor im April und Mai 2025 weltweit über 70.000 bzw. 80.000 Fahrzeuge aus. Die Modelle C10 und B10 erzielten im Mai jeweils über 8.000 Exporteinheiten. In Deutschland sei Leapmotor nach eigenen Angaben die meistverkaufte importierte Elektro-Neuwagenmarke – in Italien, Frankreich und Großbritannien habe man sich ebenfalls etabliert. Dank der Kooperation mit Stellantis will Leapmotor künftig nicht nur exportieren, sondern auch lokal produzieren. Alle Baureihen (A bis D) sollen weltweit eingeführt werden; eine Premiere ist für die Hong Kong Motor Show 2026 geplant.


Leapmotor ist in Deutschland bereits mit den Modellen C10 und T03 erhältlich. Die neue C-Serie dürfte zeitnah auch hierzulande angeboten werden – ein konkreter Marktstart steht jedoch noch nicht fest.

LeapmotorReichweiteZollElektroautoHybrid