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KiaAutohome NewEnergyVon 2 Min. Lesezeit

Kia Carnival High Roof: Chinesische E-MPVs ziehen vorbei

Kia bringt in Südkorea eine Hochdachversion des Carnival MPV mit Verbrenner/Hybrid. Im Vergleich zu chinesischen E-MPVs wie Zeekr 009 und Denza D9 wirkt das Modell technisch veraltet – und bleibt für Europa irrelevant.

Kia Carnival High Roof: Chinesische E-MPVs ziehen vorbei

Kia Carnival High Roof: Chinesische E-MPVs ziehen vorbei

Während chinesische Hersteller mit Elektro-MPVs wie dem Zeekr 009 (ca. 75.000 € in Europa) oder dem Denza D9 (noch nicht in Europa) den Markt aufmischen, launcht Kia in Südkorea eine Hochdachversion des Carnival. Der Aufbau erhöht die Dachlinie um 270 Millimeter und schafft mehr Kopffreiheit in der zweiten und dritten Reihe – ein klassisches Komfortargument, das chinesische E-MPVs mit flachen Batterieböden ebenfalls bieten. Doch der Antriebsstrang verrät die andere Liga: Der Carnival setzt auf einen 3,5-Liter-V6-Sauger mit 290 PS (213 kW) oder einen 1,6-Liter-Turbohybrid mit 248 PS (182 kW) – kein Plug-in, kein rein elektrischer Antrieb.

Warum der Carnival in Europa keine Chance hat

Der reine Währungsumrechnungspreis liegt bei ca. 35.900 € (ca. 52,1 Millionen Won) für den V6 als Noblesse und bis ca. 41.500 € (ca. 60,2 Millionen Won) für den Hybrid als Signature. Hinweis: Preise beziehen sich auf den südkoreanischen Markt und können in Europa abweichen. Diese Umrechnung ist jedoch nur ein grobes Indiz: Südkoreanische Steuern und fehlende Europa-Homologationskosten lassen keinen Rückschluss auf einen hiesigen Verkaufspreis zu. Zudem wäre der Carnival als Verbrenner in der EU durch CO₂-Flottengrenzwerte stark benachteiligt – während chinesische E-MPVs wie der Zeekr 009 mit 800-Volt-Architektur und WLTP-Reichweiten um 600 km deutlich zukunftssicherer dastehen.

Innenraum: Komfort auf hohem Niveau

Der Hochdach-Carnival wird zunächst als Neunsitzer ausgeliefert, eine Siebensitzer-Version folgt im zweiten Halbjahr. Kia gestaltet den Innenraum lounge-artig mit Velours-Dachhimmel, integrierter Beleuchtung und Lüftungsdüsen. Das entspricht dem Trend chinesischer Hersteller zu „Komfortausstattung“ – allerdings bieten Modelle wie der Denza D9 oder der Li Auto L9 zusätzlich variable Sitzkonfigurationen, Kühlboxen und große Displays, die in dieser Preisklasse kaum zu finden sind. Der Carnival setzt auf bewährte Materialien und Stahl-Dachaufbau statt moderner Leichtbau-Konzepte.

Fazit: Nischenmodell ohne Europa-Perspektive

Der Kia Carnival High Roof ist ein solides Produkt für den südkoreanischen Heimatmarkt. Im Vergleich zu chinesischen E-MPVs fehlen ihm Antriebseffizienz, moderne Fahrassistenzsysteme und eine klare Europa-Strategie. Während Zeekr, Denza und andere chinesische Marken den MPV-Markt mit emissionsfreien Modellen neu definieren, bleibt Kias Hochdach-Ableger ein Verbrenner-Relikt – interessant für Asien, irrelevant für europäische Käufer.


In Deutschland wird der Kia Carnival nicht offiziell angeboten. Die Hochdachversion ist ausschließlich für Südkorea vorgesehen. Chinesische E-MPVs wie der Zeekr 009 sind dagegen in Europa erhältlich (ab ca. 75.000 €), der Denza D9 steht vor dem Marktstart in der EU.

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