Kia Carnival High Roof: Chinesische E-MPVs ziehen vorbei
Während chinesische Hersteller mit Elektro-MPVs wie dem Zeekr 009 (ca. 75.000 € in Europa) oder dem Denza D9 (noch nicht in Europa) den Markt aufmischen, launcht Kia in Südkorea eine Hochdachversion des Carnival. Der Aufbau erhöht die Dachlinie um 270 Millimeter und schafft mehr Kopffreiheit in der zweiten und dritten Reihe – ein klassisches Komfortargument, das chinesische E-MPVs mit flachen Batterieböden ebenfalls bieten. Doch der Antriebsstrang verrät die andere Liga: Der Carnival setzt auf einen 3,5-Liter-V6-Sauger mit 290 PS (213 kW) oder einen 1,6-Liter-Turbohybrid mit 248 PS (182 kW) – kein Plug-in, kein rein elektrischer Antrieb.
Warum der Carnival in Europa keine Chance hat
Der reine Währungsumrechnungspreis liegt bei ca. 35.900 € (ca. 52,1 Millionen Won) für den V6 als Noblesse und bis ca. 41.500 € (ca. 60,2 Millionen Won) für den Hybrid als Signature. Hinweis: Preise beziehen sich auf den südkoreanischen Markt und können in Europa abweichen. Diese Umrechnung ist jedoch nur ein grobes Indiz: Südkoreanische Steuern und fehlende Europa-Homologationskosten lassen keinen Rückschluss auf einen hiesigen Verkaufspreis zu. Zudem wäre der Carnival als Verbrenner in der EU durch CO₂-Flottengrenzwerte stark benachteiligt – während chinesische E-MPVs wie der Zeekr 009 mit 800-Volt-Architektur und WLTP-Reichweiten um 600 km deutlich zukunftssicherer dastehen.


