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Li Auto: 400 km EREV-Reichweite im Test – Nur Tesla FSD ist Weltklasse

Li Auto (理想) stellt klar: EREV und BEV bedienen unterschiedliche Bedürfnisse. Gleichzeitig räumt der Hersteller ein, dass nur Tesla FSD global zur Spitze zählt. Auch das MIIT verschärft L3/L4-Sicherheitsstandards.

Li Auto: 400 km EREV-Reichweite im Test – Nur Tesla FSD ist Weltklasse

Li Auto: 400 km EREV-Reichweite im Test – Nur Tesla FSD ist Weltklasse

Li Auto (理想): EREV-Strategie verteidigt und 400-km-Testwert
Li Auto-Gründer, Chairman und CEO Li Xiang hat im Rahmen eines Live-Streams die technische Ausrichtung seines Unternehmens klar verteidigt. Angesichts jüngster Diskussionen, wonach der Anteil von Fahrzeugen mit Range-Extender (EREV) sinke und die Technologie kritisiert werde, erklärte er: „Reine Elektroautos und EREV decken unterschiedliche Kundenbedürfnisse ab. Man sollte keine ‚Energie-Hierarchie‘ aufbauen, sondern respektieren, dass viele Fahrer beim Langstrecken- oder Geländeeinsatz keine Sorge vor leerem Akku haben wollen.“ Er wies darauf hin, dass bis heute über 40 % der Neuwagenkäufer in China zum Verbrenner greifen – selbst im Premium-Segment der großen SUV wie BMW X5 oder Mercedes GLE seien noch viele Benziner unterwegs.

Begleitend zum Livestream führte Li Auto eine Reichweitentestfahrt auf der Stadtautobahn Peking (5. Ring) mit einem neuen Li L8 durch. Bei voller Beladung (4 Personen + 50 kg Gerät) und morgendlichem Berufsverkehr legte das Fahrzeug 309 km zurück – bei einem Batterierest von 29 %. Daraus leiten die Ingenieure eine rein elektrische Reichweite von über 400 km auf städtischen Schnellstraßen ab. Li Xiang kommentierte: „Mit der dritten Generation des 5C-Range-Extender-Systems können EREV-Fahrzeuge im Alltag rein elektrisch fahren, auch auf der Autobahn – und nur im Gelände kommt der Verbrenner hinzu.“

Intelligentes Fahren: „Kein chinesisches System außer Tesla FSD in der Weltspitze“
Auf der Livis Day – Software & Embodied AI Konferenz erklärte Zhan Kun, Leiter des Foundation Models bei Li Auto, dass es in China derzeit kein Fahrassistenzsystem (ADAS) gebe, das mit Teslas Full Self-Driving (FSD) auf einer Stufe stehe. Er berief sich auf Rückmeldungen mehrerer aus dem Silicon Valley zurückgekehrter Branchenkollegen. Zur Verifikation reiste Zhan Kun im Mai extra nach Silicon Valley, um die im April 2026 ausgerollte FSD V14.3 zwei Wochen lang intensiv zu testen. Sein Fazit: „Der Rückstand ist real und der Druck spürbar – aber nur wer den Druck spürt, schaut dem stärksten Konkurrenten auf diesem Planeten wirklich ins Auge, statt sich im heimischen Preiskampf zu betäuben.“

Li Auto hat eine Roadmap für die zweite Jahreshälfte 2026 veröffentlicht: Das hauseigene Vision-Language-Action-Modell Mach VLA soll im dritten Quartal als Update an alle Fahrzeuge mit AD Max Hardware ausgerollt werden. Im vierten Quartal soll die All-Scene-Fahrassistenz dann vollständig mit Tesla FSD V14 gleichziehen.

MIIT: L3/L4-Sicherheitsstandards werden verpflichtend
Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) hat den Entwurf einer verbindlichen nationalen Norm für Sicherheitsanforderungen an automatisierte Fahrsysteme zur öffentlichen Konsultation gestellt (bis 24. Juni 2026). Die Norm gilt für Fahrzeuge der Klassen M und N mit Level-3- und/oder Level-4-Automatisierung (ausgenommen autonome Parksysteme) und ersetzt die bisherige Empfehlungsnorm GB/T 44721-2024. Einführungstermin: 1. Juli 2027. Damit wird die Sicherheitsregulierung für autonomes Fahren in China erstmals rechtlich bindend – ein Meilenstein für die Kommerzialisierung von L3-Systemen.

Bis Mai 2026 hat China bereits über 57.000 km Teststrecken für vernetzte und automatisierte Fahrzeuge freigegeben sowie 237 nationale und internationale Standards veröffentlicht.

BYD (比亚迪): 100.000 E-Fahrzeuge in Großbritannien ausgeliefert
BYD hat seinen 100.000ten New Energy Vehicle (NEV) in Großbritannien übergeben und ist damit zur schnellsten Marke geworden, die im britischen Automarkt einen Marktanteil von 5 % erreicht hat. He Youqi, Executive VP bei BYD, gab zudem bekannt, dass bis Jahresende 300 Schnellladeparks im Land errichtet werden sollen. In den ersten vier Monaten 2026 stiegen BYDs NEV-Verkäufe in UK um 124 % auf 26.396 Einheiten – der Marktanteil liegt nun bei über 7 %, womit BYD BMW, Tesla und Volkswagen im reinen E-Auto-Markt überholt hat.

Stellantis, Wayve und Uber: Partnerschaft für L4-Robotaxis
Stellantis, Wayve und Uber haben eine globale Kooperation zur Entwicklung und Bereitstellung von L4-Robotaxis vereinbart. Stellantis steuert Fahrzeuge und Sensorik bei, Wayve liefert die End-to-End-KI-Software, und Uber bringt sein weltweites Mobilitätsnetzwerk ein. Die ersten Einsatzgebiete sollen Europa und Nordamerika sein.


In Deutschland nicht erhältlich

Li Auto hat bislang keine offiziellen Pläne für eine Expansion nach Europa bekannt gegeben. Das Unternehmen konzentriert sich auf den chinesischen Markt.

BYD (比亚迪) ist in Deutschland bereits erhältlich.

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