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LeapmotorSinaVon 3 Min. Lesezeit

Leapmotor C-Serie: Mehr Ausstattung zum gleichen Preis

Leapmotor bringt die überarbeitete C-Serie (C10/C11/C16) in China an den Start – mehr Technik ohne Aufpreis. Die Modelle erhalten ARHUD, FSD-Dämpfer und null-Gravitations-Sitze. Europa-Expansion läuft über Stellantis.

Leapmotor C-Serie: Mehr Ausstattung zum gleichen Preis

Leapmotor (零跑) hat am 16. Juni 2025 eine umfassende Modellpflege seiner C-Serie vorgestellt. Die Baureihe C10, C11 und C16 kommt in insgesamt 17 Versionen – jeweils als reines Elektroauto (BEV) oder mit Range Extender (EREV). Die Preise bleiben auf dem Niveau der Vorgänger, obwohl die Ausstattung deutlich aufgewertet wurde.

Serienausstattung aufgewertet

Alle drei Modelle erhalten serienmäßig ein von Leapmotor selbst entwickeltes AR-HUD auf DLP-Basis. Es projiziert Navigation, Geschwindigkeit, Ampelphasen und Anrufinformationen direkt auf die Windschutzscheibe. Das Zentraldisplay wächst auf 17,3 Zoll. Leapmotor-Gründer Zhu Jiangming zeigte sich nach eigenen Tests überzeugt: „60 Prozent der C11-Fahrer nutzen das AR-HUD dauerhaft.“ Künftig soll diese Technik auch in der B-Serie Einzug halten.

Vorn gibt es nun doppelte Null-Gravitations-Sitze (Liegesitze mit verstellbarer Beinauflage). Im C16 wurde die dritte Reihe trotz kompakter Außenmaße weiter verbessert. Fahrwerkstechnisch legt Leapmotor nach: C10 und C16 erhalten eine Fünflenker-Hinterachse, alle C-Modelle serienmäßig variable Dämpfer (FSD) und eine gemeinsam mit europäischen Ingenieuren abgestimmte Fahrwerksabstimmung. „Die C-Serie ist einem 20.000- bis 30.000-Euro-SUV mindestens ebenbürtig“, so Leapmotor-Manager Cao Li.

Drei Modelle, drei Zielgruppen

Trotz ähnlicher Preisregionen will Leapmotor Kannibalisierung vermeiden. Der C10 spricht technologieaffine junge Familien an, der C11 bleibt mit klassischem Linien der Volumenfavorit, der C16 zielt mit sechs Plätzen und Doppel-Liegesitzen auf kinderreiche Haushalte. Die interne Überschneidung sei minimal, so das Unternehmen.

BEV-Anteil wird steigen

Zhu Jiangming prognostiziert einen weiter zunehmenden Anteil reiner Elektroautos in China. EREV und Plug-in-Hybride (PHEV) hätten jedoch vor allem bei großen SUVs, in kalten Regionen und global noch länger Bestand. Leapmotor will daher weltweit auch weiterhin Verbrenner-Hybrid-Optionen anbieten.

Der Hersteller setzt auf eine modulare Plattformstrategie (A, B, C, D), die einmal validierte Kernkomponenten über viele Modelle streckt. So sollen Entwicklungszeiten sinken und die Qualität steigen. Auf die Frage, warum Leapmotor keinen eigenen KI-Chip fürs autonome Fahren entwickelt, antwortete Zhu: „Es gibt bereits 14 globale KI-Chips – wir konzentrieren uns lieber auf innovative Fahrzeuge und Komponenten, die direkt Mehrwert schaffen.“ Das gilt auch für die hauseigene Entwicklung der Sitze und des AR-HUD.

Internationale Expansion beschleunigt

Mit dem Stellantis-Joint Venture „Leapmotor International“ läuft der Export seit Ende 2024. Im Mai 2025 verkaufte Leapmotor laut eigenen Angaben über 8.000 Einheiten der Modelle C10 und B10 allein im Ausland. In Deutschland rangiert Leapmotor inzwischen auf Platz 1 im Segment der New-Energy-Fahrzeuge, auch in Italien, Frankreich und Großbritannien sei man etabliert. Der D19 (ca. 32.000 € / ca. 250.000 Yuan*) wird fast ausschließlich in der höchsten Ausstattung bestellt.

Leapmotor kündigt an, künftig nicht nur zu exportieren, sondern „vor Ort zu verwurzeln“ – inklusive lokaler Managementprozesse. Die gesamte Modellpalette (A bis D) soll weltweit angeboten werden. Eine Premiere auf der Hongkong Motor Show 2026 ist geplant.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.


In Deutschland

Leapmotor ist in Niederlande, Frankreich, Belgien und weitere erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland.

Leapmotor International (Joint Venture mit Stellantis) vertreibt seit Ende 2024 Fahrzeuge in Europa, darunter T03 und C10.

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