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LeapmotorSinaVon 3 Min. Lesezeit

Leapmotor C-Serie: Technik satt, Preise stabil – ab 17.800 €

Leapmotor bringt die überarbeitete C-Serie (C10, C11, C16) in 17 Versionen. Trotz ARHUD, neuer Hinterachse und mehr Komfort bleiben die Preise auf Vorgängerniveau – Start ab ca. 17.800 € in China.

Leapmotor C-Serie: Technik satt, Preise stabil – ab 17.800 €

Leapmotor (零跑) hat am 16. Juni 2025 in China die komplett erneuerte C-Serie offiziell auf den Markt gebracht. Die Baureihe umfasst die Modelle C10, C11 und C16 – insgesamt 17 Versionen mit reinem Elektroantrieb (BEV) sowie Range-Extender-Antrieb (EREV). Die Preise bleiben auf dem Niveau der Vorgängergeneration: Der C10 startet bei ca. 17.800 € (ca. 139.000 Yuan), der C11 bei ca. 19.000 € (ca. 149.000 Yuan) und der C16 bei ca. 19.900 € (ca. 156.000 Yuan).* *Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Technik-Upgrade ohne Aufpreis

Das zentrale Versprechen: mehr Ausstattung zum gleichen Preis. Senior-Vizepräsident Cao Li erklärte, das Entwicklungsteam sei verpflichtet, jährlich einen spürbaren Mehrwert im Gegenwert von mehreren tausend Euro zu liefern – ohne den Verkaufspreis zu erhöhen. Möglich macht dies die hauseigene Plattformstrategie: Kernkomponenten werden über die vier Architekturen A bis D hinweg wiederverwendet, was die Entwicklungskosten senkt. Zudem haben die rund 800.000 verkauften Einheiten der C-Serie die Stückkosten durch Skaleneffekte weiter gedrückt.

Serienmäßig an Bord ist nun ein selbst entwickelter ARHUD auf DLP-Basis, der Navigation, Geschwindigkeit, Ampeln, Anrufe und Abbiegehinweise direkt auf die Windschutzscheibe projiziert. CEO Zhu Jiangming gab zu, zunächst skeptisch gewesen zu sein – nach einer Testfahrt im C11 sei er vollständig überzeugt. Eine interne Umfrage ergab, dass 60 % der C11-Kunden das ARHUD dauerhaft nutzen. Künftig soll es auch in der gehobenen B-Serie verfügbar sein. Die Bildschirmgröße im Cockpit wuchs auf 17,3 Zoll, angelehnt an die größere D-Serie.

Modellstrategie gegen Kannibalisierung

Allen Modellen gemein sind die vorderen „Zero-Gravity“-Sitze. Der C16 bietet zudem eine optimierte dritte Sitzreihe bei kompaktem Radstand – eine Kombination aus Platz und Agilität. Fahrwerkstechnisch erhielten C10 und C16 eine neue Fünf-Lenker-Hinterachse, alle Varianten sind mit FSD-Dämpfern (variabler Dämpfung) ausgestattet, abgestimmt in einem gemeinsamen chinesisch-europäischen Prozess. Das Resultat sei laut Cao Li „besser als jedes 20.000- bis 30.000-Euro-SUV im Segment“. Der C11 BEV wurde zusätzlich mit einer Wärmepumpe und Bosch-EPS-Lenkung aufgerüstet.

Zur Vermeidung von Kannibalisierung innerhalb der Familie erklärte Cao, die drei Modelle zielten auf unterschiedliche Lebensphasen: Der C10 spricht technikaffine junge Familien an, der C11 etablierte Kunden mit klassischem Design, der C16 große Familien mit sechs Sitzen. Vertriebsvorstand Xu Jun ergänzte: „C10-Fahrer stehen am Anfang der Karriere, C11-Fahrer sind erfolgreich, C16-Fahrer haben es zu etwas gebracht.“ Die tatsächliche Kundenüberlappung sei minimal.

Europa-Export und Deutschland-Start

CEO Zhu Jiangming rechnet mit einem weiter steigenden Anteil reiner Elektroautos am chinesischen Markt. Range-Extender und Plug-in-Hybride (PHEV) behält Leapmotor für große SUV, kalte Regionen und den Weltmarkt im Portfolio – vorerst.

Zum Export: Im Mai 2025 wurden von den Modellen C10 und B10 jeweils über 8.000 Einheiten exportiert. Im deutschen NEV-Segment – gemessen an den Verkäufen über Vertriebspartner, nicht über einen eigenen Markenauftritt – belegt Leapmotor laut eigenen Angaben Platz eins. In Italien, Frankreich und Großbritannien sei man ebenfalls etabliert. Ein eigener, offizieller Markteintritt in Deutschland steht jedoch noch aus. Xu Jun betonte: „Wir wollen nicht nur exportieren, sondern vor Ort Wurzeln schlagen.“ Die komplette A- bis D-Palette soll weltweit vertrieben werden; Premiere auf der Hongkong Motorshow 2026 ist geplant.


Leapmotor ist in Deutschland noch nicht offiziell mit eigener Marke erhältlich – die genannten Verkaufszahlen im deutschen NEV-Segment beziehen sich auf Exporte über Vertriebspartner. Ein Markteintritt mit eigenem Händlernetz steht weiterhin aus.

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