Leapmotor C-Serie: Deutlich aufgewertet, Preise stabil
Leapmotor (零跑) hat die komplett überarbeitete C-Serie in China vorgestellt. Die Baureihe C10, C11 und C16 kommt in insgesamt 17 Versionen mit rein elektrischem Antrieb (BEV) oder Range-Extender (EREV) auf den Markt – zu Preisen auf Vorjahresniveau. „Unser Anspruch ist: Jährlich mehr Ausstattung zum gleichen Preis", erklärte Leapmotor-Gründer und CEO Zhu Jiangming.
Die neue C-Serie: Mehr Ausstattung zum gleichen Preis
Das zentrale Upgrade ist das serienmäßige AR-HUD (Augmented-Reality-Head-up-Display) auf Basis einer selbst entwickelten DLP-Technologie. Es projiziert Navigationshinweise, Geschwindigkeit, Ampeln, Anrufe und Abbiegehinweise direkt auf die Windschutzscheibe. Leapmotor gibt an, dass 60 Prozent der Kunden das AR-HUD dauerhaft nutzen. Künftig soll es auch in der B-Serie erhältlich sein.
Im Innenraum wurde der Bildschirm auf 17,3 Zoll vergrößert. Beide Vordersitze sind serienmäßig als Nullschweresitze (bequeme Liegeposition) ausgeführt. Der C16 bietet zudem eine verbesserte dritte Sitzreihe für Familien.
Fahrwerkstechnisch wurden die C10 und C16 mit einer neuen Fünf-Lenker-Hinterachse aufgerüstet, alle Modelle erhalten eine adaptive FSD-Dämpfung (Frequency Selective Damping). Die Abstimmung erfolgte in einer gemeinsamen chinesisch-europäischen Kalibrierung. „Das Fahrwerk ist mindestens so gut wie das eines 25.000- bis 32.000-Euro-SUVs", so Leapmotor-Entwicklungschef Cao Li.
Differenzierte Positionierung für jede Lebensphase
Trotz der ähnlichen Preisregionen sieht Leapmotor keine Kannibalisierung zwischen den drei Modellen. C10 zielt auf technikaffine junge Familien, C11 (das erfolgreichste Modell der Baureihe mit klassisch-elegantem Design) auf Berufstätige, C16 auf Mehrkindfamilien mit sechs Sitzen.
Laut Vertriebsvorstand Xu Jun repräsentieren die Modelle unterschiedliche Lebensabschnitte: „C10 für den Start ins Berufsleben, C11 für die etablierte Mitte, C16 für die große Familie."
Leapmotor-Chef: Anteil der reinen E-Autos wird steigen
Zhu Jiangming prognostiziert einen weiter steigenden Anteil reiner E-Autos (BEV) am chinesischen Markt. Range-Extender (EREV) und Plug-in-Hybride (PHEV) sieht er dennoch als wichtige Übergangstechnologie – besonders bei großen SUVs und in kalten Regionen. Für den Weltmarkt will Leapmotor daher weiterhin Verbrenner-Hybride anbieten.
Auf die Frage nach einem eigenen KI-Chip fürs autonome Fahren antwortete Zhu: „Es gibt bereits 14 KI-Chips auf dem Markt. Solange wir nicht Toyota-Größe erreicht haben, konzentrieren wir uns aufs Kerngeschäft und innovative Fahrzeuge." Leapmotor setzt auf eine modulare Plattformarchitektur (A bis D), die Entwicklungskosten durch Wiederverwendung senkt.
Internationale Expansion mit Stellantis
Leapmotor konnte den Export der Modelle C10 und B10 auf monatlich über 8.000 Einheiten steigern. Das Flaggschiff D19 (250.000 Yuan / ca. 32.000 €*) wird fast ausschließlich in der höchsten Ausstattung bestellt. Über das Joint Venture Leapmotor International mit Stellantis vertreibt die Marke bereits in Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien – in Deutschland liegt Leapmotor im Neuwagenmarkt der E-Autos auf Platz eins der chinesischen Marken.
„Wir wollen nicht nur exportieren, sondern vor Ort Wurzeln schlagen", so Xu Jun. Alle vier Plattformen (A bis D) sollen weltweit vermarktet werden. Auf der Hongkong Motor Show 2026 wird Leapmotor zudem ein neues Modell präsentieren.
*Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
In Deutschland
Leapmotor ist in Niederlande, Frankreich, Belgien und weiteren Ländern erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland.
Leapmotor International (Joint Venture mit Stellantis) vertreibt seit Ende 2024 Fahrzeuge in Europa, darunter T03 und C10.

