Leapmotor D99: Elektro-MPV ab 32.000 €
Leapmotor (零跑) hat am 25. Juni sein erstes MPV-Modell, den D99, in China offiziell auf den Markt gebracht. Das Fahrzeug ist als zweites Modell der D-Serie positioniert – als Flaggschiff-MPV. Der D99 ist in sechs Varianten erhältlich, wahlweise mit reinem Elektroantrieb (BEV) oder als Range-Extender (EREV). Die Preise starten bei ca. 32.000 € und reichen bis ca. 40.900 € (249.800 bis 319.800 Yuan).* Der D99 ist als Konkurrenz zum Toyota Alphard konzipiert und soll ihn in der Komfortausstattung übertreffen.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Elektrischer Alphard-Konkurrent
Laut Unternehmensgründer Zhu Jiangming soll der D99 ein elektrischer Alphard werden – mit allen Komfortmerkmalen des japanischen Vorbilds plus zusätzlicher Hightech-Ausstattung. Dazu gehören Zero-Gravity-Sitze, Massagefunktion, eine „Fishing-Mode"-Sitzkonfiguration mit gegenüberliegenden Sitzen im Fond sowie großzügiger Stauraum für bis zu zehn Koffer – selbst mit sechs bis sieben Passagieren. Serienmäßig verbaut Leapmotor Reifen von Michelin, Lenkung von Bosch Huayu und Sitze von Adient – alles Zulieferer der höchsten Qualitätsstufe. „Selbst die günstigste Version ist bei vielen Mitbewerbern eine Hochausstattung", so Zhu.
Zwei Antriebsoptionen
- BEV-Version: 115-kWh-Akku, 800-Volt-Architektur mit Schnellladefunktion (1000V-kompatibel), bis zu 700 km Reichweite (CLTC) – entspricht ca. 595 km (WLTP-Schätzwert). CLTC (chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP)
- EREV-Version: 80,3-kWh-Akku für den Alltagseinsatz, Verbrenner als Generator für längere Strecken
Zhu Jiangming gab an, dass rund 60 Prozent der Bestellungen auf den EREV entfallen, 40 Prozent auf den BEV. Der D99 sei gut 5,3 Meter lang, fahre sich aber nicht wie ein großes Auto, so der CEO nach einer Testfahrt von Hangzhou zu den Qiandao-Inseln.
Keine Preissteigerung geplant
Trotz gestiegener Rohstoffpreise (Lithiumcarbonat, Kupfer, Aluminium) will Leapmotor die Preise vorerst nicht anheben. „Wir verdauen die Mehrkosten durch Effizienzsteigerung und halten die Margen stabil", erklärte Zhu. Das zweite Quartal sei „beherrschbar, nicht schlecht". Erst bei einem weiteren Anstieg der Materialkosten könne man nachjustieren.
Im dritten Quartal kündigte Zhu einen großen Technologie-Event an. Zudem arbeite man an einer zweiten Marke, die im kommenden Jahr vorgestellt werde – mit „auffälligen, ganz anderen Produkten". Das Ziel, bis 2026 eine Million Fahrzeuge zu verkaufen, bleibe ambitioniert, aber möglich.
In Deutschland
Leapmotor ist in Niederlande, Frankreich, Belgien und weitere erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland. Leapmotor International (Joint Venture mit Stellantis) vertreibt seit Ende 2024 Fahrzeuge in Europa, darunter T03 und C10. Der D99 als Flaggschiff-MPV ist derzeit ausschließlich für den chinesischen Markt vorgesehen.

