BYD-Geländewagen trotzen 800-mm-Wattiefe bei Flut-Einsatz in China
Freiwillige BYD-Fahrer haben mit Fahrzeugen der Marken Denza und Fang Cheng Bao abgelegene Dörfer in der südchinesischen Region Guangxi mit Hilfsgütern versorgt – trotz der schwersten Überschwemmungen nach dem historischen Taifun Mesaak. Die spontane Aktion lokaler Besitzer-Netzwerke setzte sich über offizielle Werkswarnungen des BYD-Managements hinweg. Die Fahrzeuge navigierten durch überflutete Landstraßen, an denen konventionelle Verbrenner regelmäßig aufgeben.
Technikdetails
- Wattiefe: Der Leiterrahmen von Fang Cheng Bao (BYDs Geländewagenmarke) ermöglicht eine zertifizierte Wattiefe von 800 mm.
- Abdichtung: Spezielle Unterboden-Dichtungen schützen die elektrischen Komponenten.
- Batterieschutz: Die hauseigene Blade-Batterie (LFP-Akkupack mit Zell-zu-Paket-Design) erreicht die Schutzklassen IP67 und IP68 – das bedeutet: Untertauchen bis zu einem Meter für 24 Stunden ohne thermisches Durchgehen oder Stromschlag.
Warnung des Managements – und ziviler Ungehorsam
BYD-Senior-Vizepräsident He Zhiqi hatte auf sozialen Medien eine klare Anweisung veröffentlicht: Neueenergiefahrzeuge seien keine Amphibienfahrzeuge. Trotz der Zertifizierung bleibe das Fahren durch tiefes Wasser ein Betriebsrisiko. Die freiwilligen Konvois setzten sich über diese Vorgabe hinweg und nutzten die durchgehende Kraftübertragung der Batteriepacks, um durch Schlamm und Trümmer zu manövrieren. Die Aktion zeigt die Kluft zwischen konservativen Werksrichtlinien und realer Hardwarenutzung bei Naturkatastrophen.
Flaggschiff-Modelle im Einsatz
Die Hilfsflotte bestand aus hochwertigen BYD-Modellen. Darunter der Denza N9, ein luxuriöser Plug-in-Hybrid (EREV-Konzept: Elektromotor mit Verbrenner als Generator), der schwere Schlammlöcher mit seinem Multi-Motor-Allradantrieb durchquerte. Außerdem der Fang Cheng Bao Bao 8, ein hartgeländegängiger SUV mit aktiver Federung, die die Bodenfreiheit dynamisch an Hindernisse anpasst. Beobachter dokumentierten, wie die Fahrzeuge mit ihrem verbesserten Fahrwerkschassis und Lastverteilung selbst in tiefem Wasser stabil blieben.
Finanzielle Hilfe der Industrie
Parallel zu den Hilfskonvois stellte die BYD Charity Foundation 10 Millionen Yuan (ca. 1,28 Millionen Euro)* zur Verfügung – für Notfallteams und die Reparatur öffentlicher Infrastruktur. Auch Wettbewerber mobilisierten Mittel: Xiaomi (10 Mio. Yuan / ca. 1,28 Mio. €) und Chery Auto Group (10 Mio. Yuan gesplittet in Geld- und Sachspenden). Die gesamte Branche zeigt sich solidarisch mit den betroffenen Regionen.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Keine Angabe zu Europa-Verfügbarkeit. Die beschriebenen Modelle sind nicht in Deutschland erhältlich.







