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XPengSinaVon 3 Min. Lesezeit

XPeng G9L: Fünfsitzer-Flaggschiff ab 29.700 €

Der XPeng G9L startet in China ab ca. 29.700 € als 702 km starker Fünfsitzer. Die Europa-Premiere folgt am 12. Oktober auf dem Pariser Automobilsalon.

XPeng G9L: Fünfsitzer-Flaggschiff ab 29.700 €

XPeng (小鹏) hat am 17. September sein neues Flaggschiff-SUV G9L in China auf den Markt gebracht. Der große Fünfsitzer startet zum Aktionspreis ab ca. 29.700 € (ca. 231.800 Yuan), die drei wichtigsten Varianten liegen zwischen ca. 32.000 und ca. 38.400 € (ca. 250.000 bis 300.000 Yuan). Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Auf der Pressekonferenz nach der Premiere erklärten XPeng-Chef He Xiaopeng und Produktmanager Wu Anfei, warum der G9L kein bloßer Ableger ist: Bis zu 100 Ausstattungsdetails der 500.000-Yuan-Klasse fließen in das Modell — „Konfiguration der 9er-Reihe zum Preis der 6er-Reihe", so die Botschaft.

Ein Fünfsitzer, aber kein gekürzter Sechssitzer

Laut Wu Anfei wurde der G9L von Anfang an als eigenständiger Fünfsitzer mit „goldenem Karosserieverhältnis" von 0,605 entwickelt — nicht durch simples Entfernen einer Sitzreihe aus dem Schwestermodell GX. Das senkt zwar die Kosten nicht, soll aber Fahrdynamik und Raumausnutzung gleichermaßen sichern. Der Sechssitzer GX und der G9L wurden bereits vor über drei Jahren parallel konzipiert.

Technisch ist der G9L von Beginn an als Weltmodell ausgelegt: sowohl mit Links- als auch Rechtslenkung, mit Heck- oder Allradantrieb und wahlweise als rein elektrisches BEV oder als EREV (Range-Extender-Elektrofahrzeug — Elektromotor mit Verbrenner als Generator). Letzteres zielt auf Märkte mit schwacher Ladeinfrastruktur.

Technische Daten (chinesische Version)

  • Preis: ab ca. 29.700 € (ca. 231.800 Yuan), Aktionspreis zum Marktstart
  • Topvariante „702 Max": 702 km (CLTC, chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP) — entspricht ca. 600 km (WLTP-Schätzwert)
  • Antrieb: Heckantrieb oder Allrad, BEV oder EREV
  • Assistenz: zweite Generation VLA (Fahrassistenzsystem), Europa-Tests laufen bereits
  • Entwicklung: über 3 Jahre, 26 Länder, 6,74 Millionen Testkilometer
  • Karosserie: 0,605 „Goldener Schnitt", LHD und RHD

Drei Jahre Entwicklung, 26 Länder

XPeng betont den langen Validierungszyklus: Extreem-Hitze- und Kälteerprobungen, Tests in 26 Ländern und über 6,74 Millionen Kilometer. He Xiaopeng begründet die Dauer damit, dass ein Weltmodell globale Standards erfüllen müsse — das koste mehr Zeit und Geld, zahle sich aber in Steifigkeit, Haltbarkeit und Qualität aus.

Die weltweite Markteinführung folgt am 12. Oktober auf dem Pariser Automobilsalon, unmittelbar danach beginnt die Auslieferung. In China will XPeng nach eigenen Angaben in seinem Segment zu den drei Besten gehören; global peilt das Unternehmen in der großen SUV-Klasse ebenfalls die Top drei an.

Kooperation mit Volkswagen

He Xiaopeng bestätigte die laufende Zusammenarbeit mit Volkswagen und sprach von gegenseitigem Lernen: „Von den deutschen Herstellern können wir viel mitnehmen." Man sei in weiteren Gesprächen — auch zu Technik und Chips — und werde zu gegebener Zeit Details nennen. Ab dem kommenden Jahr will XPeng über seine offene Plattform verstärkt branchenübergreifend kooperieren, etwa im Robotergeschäft.

Namensstreit und Positionierung

Der Name sorgte intern für Diskussionen: Zwar liegt der G9L über dem G9, die Bezeichnung „L" setzte sich aber gegen Alternativen durch; in einigen Ländern wie Australien sind bereits Namensrechte vergeben. Als Zielgruppe nennt Wu Anfei städtische Familien sowie Umsteiger aus der Premiumklasse. Als schärfste Waffen gelten der großzügige Raum und die Assistenzsysteme.


In Deutschland

XPeng ist in Norwegen, Schweden, Dänemark, Niederlande erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland.

XPeng ist in mehreren nordeuropäischen Ländern vertreten, der Markteintritt in Deutschland ist angekündigt.

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