Chery iCaur V27 Long Range: 1.230 km ab 30. September
Chery (奇瑞) bringt am 30. September 2026 in China die Long-Range-Version des iCaur V27 (in China: iCar V27) an den Start. Der kantige Mittelklasse-SUV ist ein Range-Extender-Elektrofahrzeug (EREV — Elektromotor mit Verbrenner als Generator) und erhält ein auf mehr elektrische Reichweite ausgelegtes Update, dazu Verbesserungen bei Komfort und Assistenztechnik, wie das chinesische Portal IT Home berichtet. Preise für die neue Variante sind noch nicht bestätigt. Die drei bisherigen Versionen kosten zwischen ca. 21.700 € (ca. 169.800 Yuan) und ca. 25.200 € (ca. 196.800 Yuan).
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Drei Versionen, ein Akku
Die aktuelle Modellreihe umfasst drei Ausstattungen: den heckgetriebenen Falcon 500 für ca. 21.700 € (ca. 169.800 Yuan), den allradgetriebenen Falcon 500 für ca. 23.400 € (ca. 182.800 Yuan) und das Topmodell Falcon 700 für ca. 25.200 € (ca. 196.800 Yuan). Alle drei nutzen denselben 34,3-kWh-Akku vom Typ LFP (Lithium-Eisenphosphat). Der V27 ist mit 4.909 mm Länge (5.055 mm mit Außenreserverad) und 2.910 mm Radstand ähnlich groß wie ein Mercedes GLE – allerdings deutlich kantiger gezeichnet.
Karosserie und Offroad-Daten
Der iCaur V27 setzt auf eine selbsttragende Karosserie (Unibody) statt eines Leiterrahmens. Die wichtigsten Werte:
- Länge: 4.909 mm, mit Außenreserverad 5.055 mm
- Breite: 1.976 mm, Höhe: bis 1.894 mm
- Radstand: 2.910 mm
- Böschungswinkel: 24 Grad vorn, 23 Grad hinten
- Wattiefe: 600 mm
- Torsionssteifigkeit: 32.186 Nm/Grad
Antrieb, Akku und Reichweite
Als EREV kombiniert der V27 einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit 105 kW (143 PS) als Generator mit Elektromotoren. Die elektrische Reichweite liegt bei 210 km (CLTC) — entspricht ca. 180 km (WLTP-Schätzwert) beim Heckantrieb und 200 km (CLTC) — entspricht ca. 170 km (WLTP-Schätzwert) beim Allrad. Die kombinierte Reichweite gibt Chery mit bis zu 1.230 km (CLTC) an — entspricht ca. 1.050 km (WLTP-Schätzwert).
- Heckantrieb (RWD): ein Elektromotor mit 185 kW (251 PS)
- Allrad (AWD): zwei Elektromotoren mit zusammen 335 kW (456 PS)
- Akku: 34,3 kWh LFP in allen drei Versionen
- CLTC (chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP)
Cockpit und Fahrassistenz
Im Innenraum arbeitet ein freistehender Touchscreen auf Basis des Qualcomm Snapdragon 8295P mit 30 TOPS Rechenleistung für KI-Anwendungen. Integriert sind ein Sprachassistent auf DeepSeek-Basis, Apple CarPlay, Huawei HiCar und CarLink. Bei der Fahrassistenz (ADAS) unterscheiden sich die Versionen deutlich: Der Falcon 500 nutzt Millimeterwellen-Radar und Kameras, der Falcon 700 ergänzt ein Dach-Lidar sowie einen Horizon-Robotics-Journey-6P-Chip mit 560 TOPS für Stadt- und Autobahn-Navigation.
Absatzflaute im Heimatmarkt
Der Long-Range-Start kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt: Die monatlichen Auslieferungen des V27 sinken seit vier Monaten in Folge. Nach einem Höchstwert von 4.184 Einheiten im April fielen sie auf 3.456 (Mai), 2.219 (Juni), 1.764 (Juli) und 1.609 Einheiten im August. Auch die Marke insgesamt verlor an Schwung: Der entsprechende Markenwert in der Statistik fiel von 63,8 Prozent im April auf 39,3 Prozent im August.
Im Segment der kantigen SUVs trifft der V27 auf den Jetour Shanhai T2 (ca. 20.500 bis 26.900 €, ca. 159.900 bis 209.900 Yuan), der wie der V27 selbsttragend gebaut ist, sowie auf den BYD (比亚迪) Fang Cheng Bao (方程豹) Bao 5 (ca. 23.000 bis 30.700 €, ca. 179.800 bis 239.800 Yuan) mit klassischem Leiterrahmen. Der V27 lief im Januar als bislang größter kantiger SUV der Marke vom Band.
Export statt Europa-Start
Nach dem Update in China soll der Export unter der Marke iCaur ausgebaut werden – zunächst in den Nahen Osten, nach Zentralasien und nach Osteuropa. Ein konkreter Termin für west- oder mitteleuropäische Märkte wurde nicht genannt.
In Deutschland
Chery plant mit der Marke Omoda eine Expansion nach Europa. Der iCaur V27 ist bislang nicht für den deutschen Markt bestätigt; die Exportplanung nennt zunächst den Nahen Osten, Zentralasien und Osteuropa. Sollte der kantige EREV-SUV nach Deutschland kommen, würde er hierzulande gegen Modelle wie den Mercedes GLE, den BMW X5 oder den Land Rover Defender antreten – allerdings zu einem Bruchteil der Preise. Für deutsche Käufer bleibt der V27 damit vorerst ein China-Modell, das nur über Grauimporte erreichbar wäre.





