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CATARC-Prognose: Chinas Batterieexporte verdoppeln sich bis 2030

Auf dem Teda Auto Forum 2026 prognostiziert der chinesische Batterieverband eine Verdopplung der Exporte bis 2030. Derzeit liegt der Exportanteil bei 20 Prozent. Auch L3-Autonomie und Flugtaxis stehen auf der Agenda.

CATARC-Prognose: Chinas Batterieexporte verdoppeln sich bis 2030

CATARC-Prognose: Chinas Batterieexporte verdoppeln sich bis 2030

Das China Automotive Technology and Research Center (CATARC) hat auf der Pressekonferenz zum 22. Teda Auto Forum (泰达汽车论坛) in Peking eine kühne Prognose vorgestellt: Die chinesischen Exporte von Antriebs- und Speicherbatterien sollen sich bis 2030 verdoppeln. Bereits heute liegt der Exportanteil bei rund 20 Prozent. Das Forum selbst findet vom 17. bis 20. September 2026 in Tianjin statt.

Batterieexporte: 20 Prozent Marktanteil und Verdopplung bis 2030

Die China Industrial Innovation Alliance for Power Batteries (CIIAPB) gab beeindruckende Zahlen bekannt:

  • Kumulierte Verkäufe im 14. Fünfjahresplan (2021–2025): 4.088,5 GWh – ein Plus von 1.398,7 % gegenüber dem vorherigen Planzeitraum (13. Fünfjahresplan, 2016–2020). Hinweis: Die extrem hohe Steigerung erklärt sich aus der damals noch sehr kleinen Basis.
  • Jahr 2025: 1.702,3 GWh Gesamtverkäufe, davon 305,0 GWh Export – entspricht einem Anteil von rund 20 %.
  • Prognose bis 2030: Die chinesische Lithium-Ionen-Batterieproduktion und die Verkäufe werden sich gegenüber 2025 verdoppeln.

Damit bleibt China der mit Abstand dominierende Akteur auf dem globalen Zellenmarkt.

Schwerpunkte des Teda Forums: L3-Autonomie und Flugtaxis

Neben der Batterieprognose stehen auf dem Forum acht Fachforen zu Themen wie:

  • L3-Level autonomes Fahren (Stufe 3 nach SAE – das Fahrzeug übernimmt zeitweise die Kontrolle)
  • KI-getriebene Veränderungen im Fahrzeug-Ökosystem
  • Low-Altitude Economy (Flugtaxis und Drohnen) als neues Geschäftsfeld
  • Embodied Intelligence – Verknüpfung von Künstlicher Intelligenz mit physischen Systemen

Insgesamt sind 17 Hauptveranstaltungen geplant, darunter drei hochrangige Dialogforen mit Vertretern aus Politik, Industrie und Forschung. Ziel ist es, den Wandel zur intelligenten Elektrifizierung zu beschleunigen.

Tianjin als Sprungbrett nach Europa

Der Standort Tianjin Economic-Technological Development Area (TEDA) hat sich als Produktions- und Exportdrehkreuz etabliert. Drei große OEMs haben dort bereits „Öl-und-Strom“-Fertigungslinien realisiert. Die Region baut gezielt Infrastruktur für den Export nach Europa auf. CATARC und lokale Behörden arbeiten an gemeinsamen Technologiestandards, um chinesischen Herstellern den Zugang zu westlichen Märkten zu erleichtern.


Die Prognosen des Forums haben unmittelbare Relevanz für Europa: Chinesische Batterien von CATL, BYD und Gotion sind bereits in vielen E-Autos deutscher Hersteller verbaut. Eine Verdopplung der Exporte würde die Abhängigkeit von asiatischen Zellen weiter erhöhen. Die EU prüft derzeit Zölle auf chinesische Batterien – die Entwicklung bleibt abzuwarten.

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