NIO E7X: 900V-Plattform, ab 37.100 €
900V-Plattform, Luxus-SUV zum Kampfpreis
NIO (蔚来) hat mit dem E7X ein neues Flaggschiff-SUV für den chinesischen Markt vorgestellt. Das Modell ist ab sofort vorbestellbar – zu Preisen zwischen 28,98 Millionen Yuan (ca. 37.100 €) und 37,98 Millionen Yuan (ca. 62.200 €)*. Fünf Varianten stehen zur Wahl. Der E7X tritt gegen Tesla Model Y, NIO ES6, Mercedes EQC (künftig GLC electric) und BMW iX3 Langversion an.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Design und Innenraum: Lichtinszenierung und Lounge-Atmosphäre
Das SUV misst 5.049 mm Länge, 1.997 mm Breite und 1.710 mm Höhe, der Radstand beträgt 3.060 mm. Serienmäßig rollt der E7X auf 22-Zoll-Felgen mit schwebenden Radnaben, die das NIO-Logo stets waagrecht halten. Die „Stern-Diamant-Lichtfront" besteht aus 1.446 LED-Einheiten, die acht Begrüßungs- und Verabschiedungsszenarien darstellen können. Hinzu kommt ein DLP-HD-Projektionslicht mit Lichtteppich und Abstandsanzeige.
Innen dominiert ein 27 Zoll großes durchgängiges Mitteldisplay plus 12,3-Zoll-Instrumente. Das System läuft auf NIO Assistant 2.0 mit Doubao-LLM-Sprachmodell. Die Materialauswahl umfasst Vollnarben-FeinNappa-Leder, Echtholz und Mikrofaser. Die „Königin-Fahrer"-Sitzbank (Beifahrerseite) bietet eine Nullschwerkraft-Position und BOSE-Kopfstützenlautsprecher. Im Fond stehen elektrisch verstellbare Liegesitze mit Beinauflagen, ein 21,4-Zoll-QD-MiniLED-Deckenbildschirm und ein 8-Zoll-Armaturenbrettdisplay zur Verfügung. Ein 2,195 m² großes Panoramadach mit fünf Stufen Abdunklung und ein Sternenhimmel-Dachhimmel mit Musiklicht runden das Komforterlebnis ab.
Fahrwerk und Assistenz: Luftfeder, Hinterachslenkung, L3-Potenzial
Der NIO E7X setzt auf ein Vollaluminium-Luftfederfahrwerk mit adaptiven Dämpfern (CDC). Die Bodenfreiheit lässt sich über 80 mm verstellen – bei Autobahnfahrt senkt sich das Auto um 15 mm ab. Eine hydraulische Buchse mit variabler Dämpfung soll komfortable Fahrt gewährleisten. Die Hinterachslenkung mit bis zu 7 Grad Lenkwinkel ermöglicht einen Wendekreis von nur 5,14 Metern.
Insgesamt 28 Sensoren erfassen die Umgebung: elf Kameras, zwölf Ultraschall-, drei Millimeterwellenradar, ein Lidar und ein GNSS-Modul. Ein Nvidia Orin X (254 TOPS) verarbeitet die Daten. Das System basiert auf Momenta Reinforcement Learning und soll künftig per Update Stufe-3-Autonomes Fahren (SAE) ermöglichen – das wäre eine Premiere für NIO. Zudem unterstützt der E7X vollautomatisches Einparken mit individuellen Voreinstellungen (vorwärts/rückwärts, Geschwindigkeit, Speicherplätze.)
Antrieb: 500 kW, 3,9 s auf 100, 900V-Schnellladung
Alle Versionen nutzen eine 900-Volt-Architektur (CLTC – chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP). Der heckgetriebene Einstiegsmotor leistet 300 kW (408 PS), die Allradvariante kratzt mit 500 kW (680 PS) und 800 Nm Drehmoment an der 3,9-Sekunden-Marke beim Sprint auf 100 km/h.
Der Akku steht in zwei Größen bereit: 100 kWh und 109,3 kWh (NMC). Die Reichweiten variieren je nach Version zwischen 635 km und 751 km (CLTC) – das entspricht ca. 540–640 km (WLTP-Schätzwert). Besonders beeindruckend ist die Ladeleistung: An der Spitze saugen bis zu 456 kW, sodass nach zehn Minuten 57 % der Batterie (rund 429 km CLTC) nachgeladen sind.
Strategie: NIO setzt auf Joint Venture mit SAIC
Parallel zum E7X gab NIO eine strategische Partnerschaft mit SAIC bekannt. Gemeinsam entsteht ein neues Innovationszentrum in Shanghai – das erste vollelektrische Entwicklungszentrum von NIO außerhalb Chinas. Auf einer neuen digitalen Plattform (ADP) sollen in den kommenden Jahren vier weitere Modelle entstehen, die speziell auf den chinesischen Markt zugeschnitten sind. Der E7X markiert damit den Wendepunkt: Schluss mit konservativer Technik, stattdessen vollelektrisch, lokal entwickelt und auf Augenhöhe mit deutschen Premiumherstellern.
In Deutschland
NIO ist bereits auf dem deutschen Markt vertreten. Aktuelle Modelle in Deutschland: ET5, ET7, EL6, EL7, EL8.
NIO ist seit 2021 in Europa aktiv und betreibt NIO Houses in München und anderen deutschen Städten.


